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Visions du Réel

 Image à paroles

Preis: 30.00 CHF
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DVD9
NTSC 16:9
Region 0

Sprachen: VO Português English Español
Untertitel: Français Português English Deutsch Español

Image à paroles
CH/Brazil 2006 90'
Regie: Michel Favre
Drehbuch: Fabiana de Barros, Michel Favre
Kamera: Heloisa Passos, Denis Jutzeler, Ulrich Fischer, Michel Favre
Ton: Tide Borges, Lia Camargo, Michel Favre
Schnitt: Michel Favre, Bruno Saparelli
Musik: Banda Naffta
Produktion: Ulrich Fischer

Stichworte
Kunst
Psychologie
Brasilien
Photographie
Dokumentarfilm

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Image à paroles

Ouvindo imagens

Michel Favre

Es gibt Geschichten, die man beim Ansehen eines Bildes erzählt, und es gibt Bilder, die beim Hören einer Geschichte im Geist entstehen.

Auf dem Rücksitz eines Taxis in Sao Paulo werden die Passagiere aufgefordert, eine Geschichte über ein Bild zu erzählen, das ihnen gezeigt wird, das der Zuschauer aber nicht zu sehen bekommt. Durch diese Erzählungen, die alle einzigartig sind, entfahren wir etwas über den Erzähler und gleichzeitig über einen Aspekt der Grossstadt, die im Hintergrund vorbeizieht.

Bei der Suche nach den zu den Geschichten passenden Orten der Metropole, macht der Filmemacher Michel Favre mit uns eine ungewöhnliche Stadtrundfahrt - zu absurden oder ernsten Situationen, irgendwo zwischen der Wirklichkeit und der Vorstellungswelt der Personen, denen wir begegnen. «Bildergeschichten» ist ein mehrschichtiger Film, der uns eine aussergewöhnliche Erfahrung der Sinne und der Emotionen machen lässt, frei von den thematischen Zwängen, denen ein Dokumentarfilm gewöhnlich unterliegt.

Ein Film mit der Wirklichkeit als Hauptfigur, der uns hilft, besser in die Welt der Phantasie einzutauchen. merse us more thoroughly in the depth of human imagination.

Schwarzweissaufnahmen von Lautsprechern auf den Dächern einer Grossstadt. Ein Durcheinander von Stimmen und Musik ist zu hören, wie wenn man am Radio auf der Suche nach einem Sender am Frequenzregler dreht. Dann kommt die Nacht. Im Off erzählen Stimmen Fragmente von Geschichten, die ineinander verwoben werden. Wir sind in São Paulo, in einem noch freien, auf den Namen „Autopsi” getauften Taxi. Eine Radiosendung liefert die Erklärung dieses rätselhaften Einstiegs: Als Gegenleistung für eine Gratisfahrt in der Metropole erzählt der Fahrgast Fabiana de Barros eine Geschichte, die ihm nach Betrachtung eines Bilds aus einem psychologischenTest in den Sinn kommt. Es geht hier nicht darum, den Kunden psychoanalytisch zu ergründen, sondern die kollektive Vorstellungswelt einermodernen Stadt zu erforschen, in der verschiedene soziale Klassen, Rassen und Kulturen ineinander greifen. Der Thematische Apperzeptionstest (TAT) wurde von Henry Murray entwickelt, um seinen Patienten einen Zugang zu ihren unbewussten Zonen zu eröffnen. Zu diesem Zweck hielt er ihnen Bilder vor, die aus Literaturzeitschriften oder Modemagazinen stammten und die sie zu kommentieren hatten. Im Verlaufe des Films erläutert ProfessorWesley G. Morgan, wie diese Illustrationen, Fotos, Malereien ausgewählt und bearbeitet wurden. Oft waren sie aus ihrem Kontext herausgelöst, um grössere Mehrdeutigkeit zu erlangen. DerTAT ist eine Art Rorschachtest, nur erheblich suggestiver, weil direkt auf Strukturen verweisend, die in sich starkes narratives Potenzial bergen.
L'IMAGE A PAROLES ist jedoch zuallererst eine urbane Symphonie. Mit ihrem „Autopsi” befahren Michel Favre und Fabiana de Barros kreuz und quer das Innenleben der modernen Grossstadt. Gässchen, Strassen, Autobahnen bilden ein riesiges, unübersehbares Labyrinth, das der Filmemacher in mannigfaltigen Perspektiven darstellt. Kontrapunktisch spinnen 16mm-, Farb- oder Schwarzweissbilder der brasilianischenWeltstadt die Videoaufnahmen der Fahrgäste und deren assoziierte Geschichten weiter; ob diese nun von Kino, Liebe, Arbeitslosigkeit, Gewalt, der Stellung der Frau oder vom Glauben handeln. Auf seiner kurvenreichen und rasanten Fahrt führt Michel Favre die Autopsie einer modernen Grossstadt durch, weitab von klinischen Bedingungen.
Visions du Réel Nyon

Bilder (sprechen) hören

„Psi! Psi! Psi! So ruft man ein Taxi in den Strassen von São Paulo. Doch was passiert, wenn das Taxi, das anhält, ein Auto PSist? Steigen Sie ein! Steigen Sie ein! Die im Stau verlorene Zeit können Sie wieder aufholen, indem Sie sich auf ein Spiel einlassen: Ich fahre Sie, wo immer Sie hin wollen in dieser Stadt. In meiner Stadt, in Ihrer Stadt, in São Paulo. Die Fahrt ist gratis, aber dafür erzählen Sie mir eine Geschichte. Ich zeige Ihnen ein Bild, von dem Sie sich zu einer Geschichte inspirieren lassen: eine Auto-Psychoanalyse, schmerzfrei und kostenlos.“

So viele Fahrten wie Geschichten, die in der kokonartigen Geborgenheit des Autos anvertraut werden. Eine Entdeckungsreise durch São Paulo, bei der das Leben der Grossstadt wie mit einem Scanner in kleine Scheiben geschnitten und von Michel Favre mit der Kamera eingefangen wird.

Im Laufe der Begegnungen gewinnt das urbane Leben durch die vielen einfachen und bewegenden Geschichten mehr und mehr an Profil. Gleichzeitig wird das Leben auf den Strassen um das Taxi herum in langen Kamerafahrten eingefangen. Im Hintergrund sieht man Strassenverkäufer, skurrile Läden und Passanten, die es immer eilig haben. Ebenso viele Ausblicke wie tiefere Einblicke, die Michel Favre aus dem Leben liefert - mit dem Blick des Fremden, der sich da hinwagt, wo die Brasilianer nicht auf die Idee kommen, anzuhalten, hinzusehen oder zuzuhören. Die Kamera wandert in diesem „No man’s land“ aus grossen Ausfallstrassen, krummen Gässchen, Kreuzungen in Vorstädten umher und beleuchtet auf diese Weise den persönlichen Eindruck des Regisseurs von São Paulo, wie ein Echo der teils intimen, teils dramatischen Geschichten, die auf dem Rücksitz des Taxis anvertraut werden.

Der Film L'IMAGE A PAROLES schöpft aus mehreren Quellen. Es handelt sich nicht nur um das Portrait einer Stadt, um die Chronik eines Kunstexperiments oder eines psychologischen Spiels, welches das Ausmass der menschlichen Fantasie aufdeckt, sondern auch um einen Dokumentarfilm voller Gefühl und Poesie. Eine Liebeserklärung an eine Stadt.

Die Musik

São Paulo ist nach wie vor das Zentrum des brasilianischen Rock. Hier ist dieser Musikstil in den 60er Jahren entstanden und noch heute pulsiert die Stadt zu elektrischen Vibrationen und schweren Rhythmen. Michel Favre hat die junge, für São Paulo typische Band Naffta gebeten, einen Song für den Film zu schreiben. Statt nach Samba und Strand klingen die elektrischen Gitarren und skandierten Rap-Texte deutlich nach urbaner Kultur: „Ich fahre durch die Vorstadt, wo die Menschen in der Gosse schlafen, eine Bleibe oder 'was zu essen suchen, und sie wissen nicht, ob sie morgen überhaupt noch leben…“.

Michel Favre

2012 SI PRES SI LOIN
2006 L'IMAGE A PAROLES
2004 AUTO PSI
2003 FITEIRO CULTURAL
1999 GERALDO DE BARROS - SOBRAS EM OBRAS
1992 STICK
1988 L'AN
1985 SUSPENDUS A UN FIL

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Internet

Kommentare

Stichworte: Brésil, psychologie, art, imaginaire
Michel 2009-10-16 Tweet

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EAN 7898444700302
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