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Visions du Réel

artfilm.net

 Hundstage

Preis: 30.00 CHF
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DVD5
PAL 16:9
Region 2
FSK: 16+

Sprachen: Deutsch
Untertitel: Deutsch

Hundstage
A 2001 121'
Regie: Ulrich Seidl
Drehbuch: Ulrich Seidl, Veronika Franz
Kamera: Wolfgang Thaler
Ton: Ekkehart Baumung
Schnitt: Andreas Wagner, Christoph Schertenleib
Mit: Maria Hofstätter, Alfred Mrva, Erich Finsches, Christine Jurku, Franziska Weiss

Stichworte
Österreich
Spielfilm

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Hundstage

Ulrich Seidl

Grosser Preis der Jury Filmfestival Venedig 2001

Während der heissesten Jahreszeit südlich von Wien, zwischen Autobahnzubringern, Einfamiliensiedlungen und Megamärkten wird man Zeuge von Alltagsgeschichten. Geschichten über Einsamkeit, Angst und verbale Gewalt, die leicht ineinander übergreifen. Ein reizvoller unkonventioneller Film von Ulrich Seidl mit herrlichen Profi- und Laiendarstellern.

Es ist heiss. Wieder einmal Wochenende. Herr Hruby schleppt sich schwitzend von Haus zu Haus, um Alarmanlagen und Sicherheitssysteme zu verkaufen. Der Witwer feiert den Geburtstag seiner verstorbenen Frau mit der Haushälterin und lässt die im Garten streitenden Nachbarn gerne mit dem im Leerlauf krawallenden Rasenmäher alleine. Er hat kein Interesse an einer Alarmanlage von Herrn Hruby, besitzt er doch einen äusserst sympathischen Hund. Der «Grieche» und seine Frau leben seit dem Tod ihres Kindes zwar noch im gemeinsamen Haus, sprechen aber seither kein Wort mehr miteinander. Eine Siedlung weiter wird die schöne Klaudia von ihrem frustrierten Freund, dessen einzige Freude sein «tiefergelegtes» Auto ist, gedemütigt.

HUNDSTAGE, Ulrich Seidls erster Spielfilm, wurde in Venedig 2001 mit dem grossen Preis der Jury geehrt. Über drei Jahre arbeitete Ulrich Seidl an seinem neusten Film und trotz erstmaliger Verwendung eines Drehbuchs, unterscheidet er sich nicht so sehr von seinen früheren Pseudo-Dokumentarfilmen wie «Tierische Liebe» oder «Models». Der häufige Vorwurf, Menschen mit voyeuristischer Methode darzustellen, trifft auch hier nicht zu, lässt er doch seinen Profi- und Laiendarstellern genügend Freiraum zur Selbstpräsentation. Die mit grosser Hingabe spielenden Akteure erzeugen eine sehr realistische Filmwelt und erlauben einen intensiven Einblick in die tiefsten seelischen Abgründe der Charakteren. Durch die sehr schön arrangierten Bilder gelingt Seidl zwischenzeitlich eine Diashow der Kuriositäten.

HUNDSTAGE kommt mit seinen zwischenmenschlichen Machtspielen und der meistens nur verbalen Gewalt sehr direkt und ohne Pathos daher. Der Film will nicht aktiv etwas suggerieren und stellt auch keinen Kommentar dar. Er zeigt die Angst und die Lust, er zeigt wie machtvoll Worte sein können. Der neuste Film von Ulrich Seidl ist ein Wechselbad der Emotionen. Oft traurig, dann tragisch, meistens herzlich und vor allem bei den Szenen mit dem Witwer auch sehr witzig. Und wenn Sie schon immer mal einen nackten Zuhälter mit einer brennenden Kerze im Hintern die österreichische Bundeshymne singen hören wollten, müssen sie sich HUNDSTAGE unbedingt ansehen. Der ORF hat bereits angekündigt, vor der TV-Ausstrahlung diese Szene herauszuschneiden zu lassen.
Patrick Becker, cineman

Ulrich Seidl

2003 HUNDSTAGE
1990 GOOD NEWS

Internet

EAN 4042564012583
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