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Festival del film Locarno

 Höhenfeuer

Preis: 25.00 CHF
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DVD5
PAL 4:3 1:1.66
Region 2
FSK: 12+

Sprachen: Schweizerdeutsch Deutsch Français English Italiano
Untertitel: Deutsch Français English

Höhenfeuer
CH 1985 113'
Regie: Fredi M. Murer
Drehbuch: Fredi M. Murer
Kamera: Pio Corradi
Ton: Florian Eidenbenz
Schnitt: Helena Gerber
Musik: Mario Beretta
Mit: Thomas Nock, Johanna Lier, Dorothea Moritz, Rolf Illig, Tilli Breidenbach, Jörg Odermatt

Stichworte
Bauern
Blockbuster
Hitparade
Spielfilm
Locarno
Schweiz

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Höhenfeuer

L'ame soeur

Fredi M. Murer

Goldener Leopard Filmfestival Locarno 1985

HÖHENFEUER erzählt zugleich die Geschichte einer Kindheit und eine Liebesgeschichte: Der taub geborene «Bub» und seine Schwester «Belli» leben mit Mutter und Vater auf einem entlegenen Hof in den Bergen. Der Vater leistet der neuen Zeit bewusst Widerstand: «Eher schlag ich ihn tot, als dass ich ihn in ein Heim gebe». So wird auch Belli nach der Schulzeit Magd im eigenen Haus und Lehrerin ihres kleinen Bruders. Seit früher Kindheit sind die beiden ein unzertrennliches Paar. Sie lieben einander. «Jesses Maria, was hab ich für Kinder», sagt schicksalsergeben die Mutter, als die beiden Dinge tun, die nicht «normal» sind. Hier beginnt erst die Geschichte… Wäre der Film schon vor hundert Jahren gemacht worden, wäre er heute eine Legende.

«Die süsseste Ohrfeige für mich»: Interview mit Fredi M. Murer

Matthias Lerf, SonntagsZeitung 7.8.2006

Fredi M. Murer, «Höhenfeuer» ist der beste Schweizer Film aller Zeiten. Erstaunt Sie das?
Ausgerechnet jetzt, wo VITUS den Erfolg von HÖHENFEUER vielleicht noch überflügelt, lässt mich die Schweizer Filmfachwelt wissen, dass ich schon bessere Filme gemacht habe. Das ist die süsseste Ohrfeige, die ich je bekommen habe... Ernsthaft betrachtet muss aber auch ich sagen: HÖHENFEUER ist mein radikalster Film und gehört darum auf Platz 1 in meiner Filmografie. Er ist auf Platz 1 aller Filme! Was mich besonders freut: Die aktuelle Losung lautet ja «Popularität und Qualität». Und HÖHENFEUER liebäugelt in keiner Weise mit Popularität.

Der Film war doch ein Erfolg?
Ja, sogar international. Und dies ohne populäre Schauspieler. Ich konnte ihn kaum finanzieren. Im Orwell-Jahr 1984 sagten fast alle Geldgeber: Was soll dieser Bauernfilm? Ich habe ihn nach der Losung «Eigenwilligkeit und Qualität» gemacht.

Wie waren die Reaktionen?
Überwältigend. Die erste Frage war immer, wie viel der Film gekostet habe ...

... wie viel hat er gekostet?
1,2 Millionen Franken. Und als Zweites wurde dann gefragt, inwiefern der Film autobiografisch sei. Ich pflegte zurückzufragen: Ja meinen Sie, ich sei gehörlos wie mein Hauptdarsteller oder als Bergbauernbub aufgewachsen? Den Inzest habe ich ausgelassen. Dann haben die Fragenden rote Ohren bekommen, weil sie die Perfidie ihrer Frage erkannten.

Inzest war aber schon ein Thema, damals?
Nein. Meine Inspiration waren eher griechische Tragödien. Aber ich habe drei Ordner voller Briefe erhalten von Betroffenen, die meinten, ich sei Experte in Sachen Geschwisterliebe.

Wie lief der Film international?
Er kam in 14 Ländern in die Kinos, war in Japan ein grosser Erfolg. Eine Zeitung schrieb: Der japanischste Film seit langem kommt aus der Schweiz.

Hätten Sie damals eine Chance gehabt, im Ausland Regiekarriere zu machen?
Kaum. Ich habe zwar aus aller Welt Romane zugeschickt erhalten. Alles nur Bauern geschichten.

In Hollywood hätte man sofort «Höhenfeuer 2» gedreht ...
... man könnte ja wirklich erzählen, was aus dem Bub und der Belli geworden ist. Wenn ich einmal so senil bin, dass mir nichts mehr einfällt, plündere ich dann meine Erfolgsfilme. Vitus wird ja auch älter...

Fredi M. Murer

Geboren 1940 in Beckenried. Ausbildung an der Fachklasse für Fotografie an der Schule für Gestaltung Zürich. Mitarbeit an der EXPO 64. 1970 Gastlehrer an der Gilford Arts School London. 1975-76 Studienaufenthalt in den USA. Seit 1967 Arbeit als freischaffender Filmemacher und Produzent in Zürich. 1992-96 Präsident des Verbandes Schweizerischer Filmgestalterinnen und Filmgestalter.

2006 VITUS
2004 DOWNTOWN SWITZERLAND
1998 VOLLMOND
1990 DER GRÜNE BERG
1985 HÖHENFEUER
1978 GRAUZONE
1974 WIR BERGLER IN DEN BERGEN SIND EIGENTLICH NICHT SCHULD, DASS WIR DA SIND
1971 PASSAGEN
1969 SAD-IS-FICTION
1966 BERNHARD LUGINBÜHL
1966 CHICOREE
1965 PAZIFIK – ODER DIE ZUFRIEDENEN
1965 BALANCE
1962 MARCEL

Livres
2008 DECADRAGES 12: DOSSIER FREDI M. MURER
1981 FREDI M. MURER

News

Internet

EAN 7611372640171
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