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 Hiver nomade

Hiver nomade

Winternomaden

Manuel von Stürler

Bester europäischer Dokumentarfilm EFA 2012
Berlinale 2012 Forum
Grand Prix Visions du Réel Nyon 2012 pour le meilleur long métrage suisse
Schweizer Filmpreis 2013: Beste Kamera, Spezialpreis der Jury für den Schnitt

Carole und Pascal beginnen mit drei Eseln, vier Hunden und rund tausend Schafen den Almabtrieb. Während drei Monaten werden sie der Kälte und dem Schnee trotzen, mit einer Plane und ein paar Schaffellen als einzigem Schutz in der Nacht. Vorbei an Villen, Bahngeleisen und Industriezonen durchqueren sie eine Landschaft im Wandel und treffen dabei auf befreundete Bauern sowie auf die neuen Bewohner dieser sich allmählich verstädternden Gebiete, die «Pendler». Ein Abenteuerfilm inmitten unserer heutigen Welt, der uns an unsere Wurzeln zurückführt und Fragen über die heutige Gesellschaft aufwirft.

gegenschnitt: Winternomaden

Die Schafe grasen friedlich, die Hüte-Hunde tollen herum, ein laues Sommerlüftchen weht einem um die Nase. Ein schöner Traum. Das wahre Schäfer-Leben jenseits solcher Schwärmereien ist eher nichts für Weicheier. Es findet auch bei Regen, Kälte und Schnee im Winter statt – und übt eine ganz eigene Faszination aus. HIVER NOMADE
http://www.gegenschnitt.de

filmering.at: Winternomaden

Die Dokumentation lebt nur von der Reise. Von Stürler hat auf O-Töne gesetzt, und auf jegliche Erzählerstimme verzichtet. Was man erfährt, hört man aus den Gesprächen heraus. Das hat den Vorteil, das die Ruhe des Films in Kontrast mit den lauten wetterbedingten Tönen, wie Wind und Donner stehen und so eine wunderbare Wirkung erzielt wird. Die Glockengeräusche der Schafe sind nahezu durchgehend präsent. Trotz der eindrucksvollen Situationen die geschildert werden, läuft die Doku ab und zu Gefahr, in die Länge gezogen zu werden. HIVER NOMADE
http://www.filmering.at

Deutschlandradio: Ein Roadmovie der etwas anderen Art

Die Kameraführung ist schlicht, allein durch die vielen Totalen mit den Hunderten von Schafen entstehen in der Landschaft der Südostschweiz beeindruckende Bilder für die große Leinwand. So schafft der Regisseur eine ganz einfache Form von Sinnlichkeit, sein Film lädt zum Nachdenken und Staunen ein. Manuel von Stürler verzichtet auf Interviews mit den Protagonisten oder einen Off-Kommentar. Wenn sich Pascal und Carole abends Feuer machen, ein Zelt aufbauen und mitten in der Natur leben, arbeiten und schlafen ist WINTERNOMADEN auch fern jeglicher Naturromantik. Dennoch spürt man eine Verbundenheit mit der Natur, die in der Schweiz noch besonders stark erscheint.
http://www.dradio.de

Süddeutsche: Eisiger als Schafskälte

Wo das Aussteigerleben am härtesten ist: WINTERNOMADEN, ein preisgekrönter Dokumentarfilm aus der Schweiz, begleitet zwei Schafhirten, die den Einklang mit der Natur und ihren Geschöpfen suchen. Am Ende hat der Zuschauer mehr Fragen als vorher, doch das geht in Ordnung. Es ist ja nicht ganz schlecht, wenn man nach einem Film mehr Fragen hat als vorher. Beispielsweise: Sind Schafe, denen ja die Schafskälte im Juni schon einiges anhaben kann, wirklich glücklich in einem vorweihnachtlichen Schneesturm? Und: Was ist da draußen, was zwei Menschen so magisch anzieht, dass sie ihr Leben auch in eisigen Winternächten im Freien verbringen wollen?
http://www.sueddeutsche.de

filmgazette: Aus einer fernen Zeit

In der Abenddämmerung wirkt die Schafherde wie ein schwarzes Band, das sich schier endlos durch die verschneite Winterlandschaft schlängelt. Es sind Bilder wie aus einer fernen Zeit, die Camille Cottagnoud für Manuel von Stürlers Dokumentarfilm WINTERNOMADEN (HIVER NOMADE) aufgenommen hat. Ihre Archaik kontrastiert immer wieder die Zivilisation, die nie ganz abrückt, doch wie ein fremdes Wesen die Wege der Hirten flankiert. Wenn etwa eingangs des Films das sanfte Getrappel der Schafe sich vom Verkehrslärm entlang einer Straße absetzt; oder wenn wiederum Autos von dem achthundert Leiber zählenden Herden-Körper umschlossen werden. Einmal hat eine moderne Wohnsiedlung, vom Hirten abschätzig "Disneyland" bezeichnet, die Landschaft verändert; ein anderes Mal versperren Bauern, die sich um ihre Felder sorgen, feindselig den Weg. Doch das einfache Leben in der Natur, umgeben von Tieren, schafft immer wieder starke Gegenbilder als Quellen der Energie und Entspannung: ein einfaches Zeltlager am Waldrand; die Ruhe am wärmenden Lagerfeuer; ein Vollmond am bewölkten Nachthimmel; eine friedliche Morgenstimmung am Fluss.
http://filmgazette.de

Manuel von Stürler

2012 HIVER NOMADE

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Kommentare

Sublime présentation bravo, espère bientôt voir le film en salle ou autre..
Alexandre 2012-02-11 Tweet

on la mettra dès qu'elle existe
Artfilm 2012-01-20 Tweet

Dommage de ne pas avoir mis une bande annonce d'hiver nomade
Stichworte: Alex
THONNY 2012-01-20 Tweet

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Hiver nomade (Winternomaden)
CH 2012 90'
Regie: Manuel von Stürler
Drehbuch: Manuel von Stürler, Claude Muret
Kamera: Camille Cottagnoud
Ton: Marc von Stürler, Etienne Curchod
Schnitt: Karine Sudan
Musik: Olivia Pedroli
Produktion: Louise Productions, Heinz Dill, Elisabeth Garbar

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