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Histoire(s) du cinéma (D)
Geschichte(n) des Kinos
Jean-Luc Godard
Deutsche Version
Wie die Geschichte des Kinos denken? Wie Filmgeschichte(n) schreiben? Was ist Kino, was will es, was kann es? Kein anderer Filmemacher der Moderne hat sich mit diesen Fragen so unab-lässig und intensiv beschäftigt wie Jean-Luc Godard – ausgehend von der Überzeugung, dass „eine wahre Geschichte des Kinos“ nicht zu schreiben, sondern nur vom Kino selbst zu erzählen sei, mit Bildern und Tönen, seinen ureigensten Mitteln, in Gestalt von Filmen. Durch seine filmischen Interventionen hat Godard nicht nur das Gesicht des Kinos verändert, sondern – indem er sich für das kinematografische Unbewusste interessierte – dem Kino auch ein Bewusstsein seiner selbst gegeben, das für den Übergang in die Bild- und Medienkultur des 21. Jahrhunderts unerlässlich war.
Freunde der deutschen Kinemathek
Diese TV-Serie bzw. dieser Video-Essay wurde in den Jahren 1988 bis 1998 für Canal+, ARTE und Gaumont produziert. Das Werk ist in vier Kapitel unterteilt, die jeweils aus zwei Teilen bestehen. Das erste Kapitel wurde gleichzeitig in fünf europäischen Fernsehkanälen gezeigt, die anderen drei wurden bei Film-Festivals aufgeführt. Die gesamte Reihe war Teil einer Installation während der Documenta X im Jahr 1997. Sie ist ein ausführlicher Essay über den Film mit den Mitteln des Films. Eine Geschichte des Films und eine Geschichte, die mit Hilfe des Films interpretiert wird. Eine Hommage und eine Kritik. Eine anekdotische Autobiografie, der Godards enzyklopädisches Wissen Glanz verleiht und die das sprachliche Idiom, das er etabliert hat, mit Hilfe von Jean-Luc Godard erweitert. Ein episches – und nicht-lineares – Gedicht. Eine freie assoziative Abhandlung. Eine ausgedehnte, vielschichtige musikalische Komposition.
Für den amerikanischen Filmkritiker Jonathan Rosenbaum stellt Godards Video-Reihe den Höhepunkt des Filmschaffens im 20. Jahrhundert dar: ›Genau wie ›Finnegans Wake‹, jenes Kunstwerk, mit dem ›Histoire(s) du cinéma‹ wohl noch am ehesten zu vergleichen ist, sich auf einer theoretischen Stufe jenseits der Grenzen der englischen Sprache, wie wir sie kennen, befindet, projiziert sich Godards Magnum Opus in ähnlicher Weise in die Zukunft, um zu fragen: Was war Film?‹«
Jean-Luc Godard
Geboren 1930 in Paris. Filmkritiker bei der Zeitschrift "Les Cahiers de cinéma", danach Mitbegründer der Nouvelle Vague. 1968 rief er in Paris das nach dem sowjet. Dokumentar- und Experimentalfilmer benannte Filmkollektiv Dsiga Wertow ins Leben und drehte fortan unter dem Eindruck der Neuen Linken politische Filme. 1973 kehrte er in die Schweiz zurück und produzierte vor allem Film- und Videoexperimente.
2013 ADIEU AU LANGAGE
2010 FILM SOCIALISME
2004 NOTRE MUSIQUE
2000 ELOGE DE L'AMOUR
1999 THE OLD PLACE
1988-98 HISTOIRE(S) DU CINEMA
1996 FOR EVER MOZART
1995 2 x 50 ANS DE CINEMA FRANÇAIS
1994 JLG/JLG
1993 HELAS POUR MOI
1993 LES ENFANTS JOUENT A LA RUSSIE
1991 ALLEMAGNE NEUF ZERO
1990 NOUVELLE VAGUE
1987 KING LEAR
1987 SOIGNE TA DROITE
1986 DETECTIVE
1985 JE VOUS SALUE MARIE
1983 PRENOM CARMEN
1982 PASSION
1981 LETTRE A FREDDY BUACHE
1980 SAUVE QUI PEUT (LA VIE)
1978 COMMENT ÇA VA
1978 FRANC-TOUR-DETOUR-DEUX ENFANTS
1976 SIX FOIS DEUX
1975 NUMERO DEUX
1975 ICI ET AILLEURS
1971 TOUT VA BIEN
1971 VLADIMIR ET ROSA
1969 LE VENT D'EST
1969 LE GAI SAVOIR
1968 UN FILM COMME DES AUTRES
1967 LA CHINOISE
1967 WEEK-END
1967 ONE PLUS ONE / SYMPATHY FOR THE DEVIL
1966 MASCULIN - FEMININ (D)
1966 DEUX OU TROIS CHOSES QUE JE SAIS D'ELLE (Livre)
1966 MADE IN USA
1965 ALPHAVILLE
1965 PIERROT LE FOU (Bluray)
1964 BANDE A PART
1964 UNE FEMME MARIEE
1963 LE PETIT SOLDAT (DER KLEINE SOLDAT)
1963 LES CARABINIERS
1963 LE MEPRIS (DIE VERACHTUNG)
1962 VIVRE SA VIE
1961 UNE FEMME EST UNE FEMME (EINE FRAU IST EINE FRAU)
1959 HISTOIRE D'EAU
1960 CHARLOTTE ET SON JULES
1959 TOUS LES GARÇONS S'APPELLENT PATRICK
1959 A BOUT DE SOUFFLE (AUSSER ATEM Bluray ATEM)
News
- BFI: The Top 50 Greatest Films of All Time 2012-08-08
- HISTOIRE(S) DU CINEMA von Jean-Luc Godard wieder erhältlich 2010-02-07
- HISTOIRE(S) DU CINEMA von Jean-Luc Godard 2007-10-31
Internet
- Los Angeles Times Review HISTOIRE(S) DU CINEMA
- Ciné-club de Caen: HISTOIRE(S) DU CINEMA
- Colin Nettelbeck: From la nouvelle vague to HISTOIRE(S) DU CINEMA: History in Godard, Godard in History (pdf)
- Filmzentrale: HISTOIRE(S) DU CINEMA
- Freunde der deutschen Kinemathek: HISTOIRE(S) DU CINEMA
- die tageszeitung: Die Bilder geben keine Ruhe
- Le monde diplomatique: Das dritte Bild. Jean-Luc erklärt Godard
- Historisches Lexikon der Schweiz: Eintrag Jean-Luc Godard
- Senses of Cinema: Craig Keller on Jean-Luc Godard
Preis: 47.00 CHF
An Lager
DVD9 + DVD5
PAL 4:3
Region 2
FSK: 0+
Toutes les histoires (Alle Geschichten)
F/CH 1998 52'
Regie: Jean-Luc Godard
Une histoire seule (Eine Geschichte allein)
F/CH 1998 52'
Regie: Jean-Luc Godard
Seul le cinéma (Allein das Kino)
F/CH 1997 52'
Regie: Jean-Luc Godard
Fatale beauté (Fatale Schönheit)
F/CH 1997 52'
Regie: Jean-Luc Godard
La monnaie de l'absolu (Die Münze des Absoluten)
F/CH 1998 52'
Regie: Jean-Luc Godard
Une vague nouvelle (Die neue Welle)
F/CH 1998 52'
Regie: Jean-Luc Godard
Le contrôle de l'Univers (Die Kontrolle über das Universum)
F/CH 1998 52'
Regie: Jean-Luc Godard
Les signes parmi nous (Die Zeichen unter uns)
F/CH 1998 52'
Regie: Jean-Luc Godard
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