De En Fr It
iPhone Classic

 Goodnight Nobody

Goodnight Nobody

Jacqueline Zünd

Die geheimnisvolle Welt des Schlaflosen. Vier Insomniacs aus verschiedenen Ländern und Kontinenten laden uns für eine Nacht in ihre Welt ein. Jeder der vier Protagonisten hat seine ganz eigene Art zu Wachen. Ein filmisches Essay über seltsame Früchte der Langeweile, nächtliche Wachträume und die verzweifelte Suche nach Ruhe.

Von schräg oben beobachtet die Kamera aus halbnaher Distanz ein Auto, das immer wieder in ein Parkhaus rein- und rausfährt. Es ist Nacht, das Anwesen ist nur spärlich beleuchtet, der Ort erscheint unheimlich. Am Steuer sitzt eine junge Frau, die seit Jahren unter Schlaflosigkeit leidet. Um der Rastlosigkeit Herrin zu werden, erstellt sie nachts Listen, fährt in Spielsalons oder tourt alleine durch die Gegend.
Mila ist eine von vier Protagonisten, die Jacqueline Zünd in GOODNIGHT NOBODY während einer Nacht begleitet, sie alle leiden an Insomnia. Während die Kamera die vier – Fedor aus der Ukraine, Jérémie aus Burkina Faso, Lin Yao aus China und Mila aus den USA – bei den Ritualen der Schlafhygiene beobachtet, erzählen sie im Off von ihrem Schicksal : Fedor, der als medizinisches Wunder gilt, macht sich über die Wissenschafter lustig, die ihn besuchen ; Lin Yao liest aus ihrem Tagebuch vor, das traumatische Kindheitserlebnisse festhält. Die Szenen sprechen indirekt von Einsamkeit, Trauer und Ruhelosigkeit.
Zwischen die Aufnahmen, in denen die Menschen mit offenen Augen im Bett liegend, auf dem Bettrand sitzend oder durch die Wohnung tigernd Ruhe suchen, schneidet die Regisseurin Bilder von menschenleeren, nächtlichen Plätzen und Strassen. Feine sphärische Musik erzeugt dazu den Eindruck der Entgrenzung. Durch die assoziative Montage entsteht ein poetischer Bilderstrom, der den Wach-Dämmerzustand der Protagonisten eindrücklich wiedergibt. Wir tauchen ein in das beängstigend faszinierende Universum der schlaflosen Nacht.
Visions du Réel Nyon 2010

Ärztezeitung: Schlafprobleme: Filmvorführung mit Fragestunde

Vier weitgehend schlaflose Menschen auf vier Kontinenten stehen im Mittelpunkt des Films GOODNIGHT NOBODY. Die Regisseurin und Autorin Jacqueline Zünd hatte zwei Jahre lang weltweit nach Menschen gesucht, die nicht oder kaum schlafen. "Die Schlaflosigkeit verfolgt mich seit meiner Kindheit", schreibt Zünd. Schon ihre Mutter habe unter starker Schlaflosigkeit gelitten, sodass das Thema in der Familie präsent gewesen sei. "Es ist absurd, als hätte man so was Normales wie das Lachen verlernt", ergänzt Zünd, die selber eine Zeit lang unter Schlaflosigkeit litt. Einer ihrer "Helden", wie sie ihre Protagonisten nennt, ist der Urkrainer Fedir. "Mit seinen 20 Jahren ohne Schlaf lebt der Ukrainer die Existenz eines medizinischen Phänomens", schreibt die Produktionsfirma. Der Film kann natürlich nicht beweisen, dass er niemals schläft. Eine vererbbare Form der Schlaflosigkeit, die im Erwachsenenalter ausbricht, ist stets tödlich.
http://www.aerztezeitung.de

Jacqeline Zünd

Geboren 1971 in Zürich. Besuch der Ringier Journalistenschule und der LIFS (London International Film School). 1996-98 Redaktorin bei SF (Schweizer Fernsehen). Seit 1998 freie Regisseurin.

2010 GOODNIGHT NOBODY
2002 KEIS HÄNDLI, KEI SCHOGGI
2001 UNSER MANN IM TREPPENHAUS
1996 RASTLOS

News

Internet

EAN 7611719475121
Permalink Tweet Webseite weiterempfehlen

 Goodnight Nobody

Preis: 32.00 CHF
An Lager

Bestellen

DVD5
PAL 16:9
Region 2
FSK: 12+

Sprachen: OV
Untertitel: Deutsch Français English

Goodnight Nobody
CH 2010 75'
Regie: Jacqueline Zünd
Drehbuch: Jacqueline Zünd
Kamera: Nicolai von Graevenitz, Lorenz Merz
Ton: Andreas Prescher, Roman Bergamin
Schnitt: Marcel Derek Ramsay, Natali Barrey
Musik: Marcel Vaid
Produktion: Docmine Productions AG

Stichworte
USA
Japan
Gesundheit
Dokumentarfilm

Stichworte vorschlagen

Visions du Réel

 Goodnight Nobody

 Goodnight Nobody

 Goodnight Nobody