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Visions du Réel

 Geraldo de Barros - Sobras em Obras

Preis: 35.00 CHF
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DVD5
PAL 4:3
Region 0

Sprachen: Português Français
Untertitel: Français Português Deutsch English

Geraldo de Barros - Sobras em Obras
CH/BR 1999 74'
Regie: Michel Favre
Drehbuch: Michel Favre, Pascal Berney
Kamera: Mário Carneiro, Michel Favre
Ton: Lia Camargo, Borges Tide
Schnitt: Vincent Pluss
Musik: Peter Scherer
Produktion: Tradam SA, Tatu Filmes Ltda, STV – Rede SescSenac de Televisão

Stichworte
Kunst
Welt
Photographie
Brasilien
Südamerika
Biographie
Schweiz
Dokumentarfilm

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Geraldo de Barros - Sobras em Obras

Michel Favre

"Sobras" bedeutet auf Portugiesisch Reste, Stoffabfälle, die die Schneiderin mit der Hand wegschiebt. So lautet aber auch der Titel der letzten Fotografien von Geraldo de Barros (1923-1998), Pionier der brasilianischen Experimentalfotografie und einer der bedeutendsten Vertreter des Konstruktivismus. Der Film schildert seinen kreativen Werdegang in Form eines anregenden Dialogs zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen dem Weg eines Mannes und dessen Land. Die Darstellung steht im Zentrum des Films "weil ein gefundenes Negativ, völlig zerkratzt und verstaubt – wenn es ein gutes fotografisches Resultat liefert – demjenigen gehört, der es verwendet, und nicht mehr jenem, der es belichtet hat". So wird auch im Film mit dem Bild des Künstlers vorgegangen, sodass dieses ebenfalls eine Art Spur, "ein Rest" einer Geschichte ist.

"Wie soll man das Leben eines Menschen schildern? Im Falle Geraldo de Barros fiel die Antwort schwer, denn der 1923 geborene Brasilianer verstarb mit 75 Jahren und übte in den unterschiedlichsten Bereichen vielfältige Tätigkeiten aus: vom Design und dem Entwurf von Inneneinrichtungsgegenständen bis zur Photographie und verschiedenen Experimenten, die ihn zu einer wichtigen Figur der Moderne und der Abstraktion machten. Er war bis in die 90er Jahre tätig. In seinen Photomontagen, «fotoformas» , erfand er abstrakte geometrische Räume und spielte mit dem Schein der Realität.
Michel Favre nähert sich dieser Persönlichkeit in konzentrischen Kreisen und erfasst sie dadurch, vom weitesten zum engsten gehend, in ihrer ganzen Dimension. Er spricht von der brasilianischen Geschichte und der Kunstgeschichte, deren Galionsfigur de Barros war. Er befasst sich mit den unterschiedlichen ästhetischen und kommerziellen Tätigkeiten des Künstlers und zeigt eingehend, wie dieser die Präsenz des Menschlichen in einer in spektakulärer Bewegung befindlichen Welt neu definiert. Auf diese Weise nähert sich der Filmemacher allmählich der Privatperson Geraldo de Barros. Ohne sich aufzudrängen und mit aussergewöhnlicher Feinfühligkeit, zeichnet er ein psychologisches und menschliches Porträt, das das Verständnis dieser Existenz als Ganzes bereichert. Auch wenn Michel Favre dank seiner Ehe mit Fabiana, der Tochter de Geraldos, über einen kleinen Vorteil verfügt, ist es ihm gelungen, damit massvoll umzugehen."
Jean Perret, Visions du Réel

Mit Electra Delduque de Barros, Antonio Carelli, Fabiana de Barros, Joana, Cunha Bueno, Paulo Herkenhoff, Lenora de Barros, Augusto de Campos, Hermelindo Fiaminghi, José Soares, Antonio Bioni, Nelson Leirner, Wesley Duke Lee, Charles-Henri Favrod

Michel Favre

2012 SI PRES SI LOIN
2006 L'IMAGE A PAROLES
2004 AUTO PSI
2003 FITEIRO CULTURAL
1999 GERALDO DE BARROS - SOBRAS EM OBRAS
1992 STICK
1988 L'AN
1985 SUSPENDUS A UN FIL

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