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Semaine de la Critique

 Forget Baghdad

Preis: 36.00 CHF
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DVD5
NTSC 16:9
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Sprachen: English Deutsch Arabic Hebrew
Untertitel: English Deutsch Arabic Hebrew Français Italien Español

Forget Baghdad
CH 2002 112'
Regie: Samir
Drehbuch: Samir
Kamera: Nurith Aviv
Ton: Dave Powers, Tully Chen, Daniel Olivier
Schnitt: Nina Schneider, Samir
Musik: Rabih Abou-Khalil
Produktion: Dschoint Ventschr

Stichworte
Welt
Geschichte
Israel
Irak
Schweiz
Dokumentarfilm

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Forget Baghdad

Jews and Arabs – The Iraqi Connection

Samir

Preis der Semaine de la Critique Locarno 2002

Eine filmische Reflexion über das Klischee des «des Juden» und «des Arabers» in den letzten hundert Jahren Film, verknüpft mit den Biografien aussergewöhnlicher Menschen: vier ehemalige irakisch-jüdische Kommunisten.

SON OF THE SHEIKH - JUD SÜSS - EXODUS - TRUE LIES. Stummfilmstar Valentino als edler Beduine. Das Bild des «raffgierigen Juden» im Dienst der Nazis. Paul Newman als blauäugiger jüdischer Befreiungskämpfer in Palästina. Der dunkle, krummnasige, hysterisch schreiende arabische Terrorist, der von Schwarzenegger ausradiert wird.Ein irritirendes Bild der cinéastischen Erinnerungen!

Jüdische Araber? Arabische Juden? Sephardim? Mizrahim? - Seit ein paar Jahren findet in Israel eine lebhafte Debatte statt, die hauptsächlich von intellektuellen «Mizrahim» (orientalische Juden) getragen wird. Der Fokus ihrer Kritik richtet sich auf die Politik der Entfremdung und Instrumentalisierung der arabischen Juden durch die kolonialen Ansprüche der europäisch geprägten Gründergeneration Israels.

Samir - selbst Kind irakischer Einwanderer in der Schweiz, beschäftigt sich als Filmemacher seit Jahren mit den Fragen von Entfremdung und der Bildung von Identität. Innerhalb dieser Diskussion ist Prof. Ella Shohat (Soziologin und Filmhistorikerin an der City University of New York) eine der wichtigsten Figur des Films. Aufgewachsen in Israel als Tochter irakischer Juden, reflektiert sie über ihre Geschichte.

FORGET BAGHDAD geht unter anderem den Lebensgeschichten von vier speziellen Menschen nach: Shimon Ballas, Professor für Arabisch in Tel Aviv, engagiert in der pro-palästinensischen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung. Sami Michael, einer der berühmtesten Bestseller-Autoren Israels, der schon Mitte der fünziger Jahre mit den Kommunisten brach. Moshe Houri, ein reicher Kioskinhaber und Bauunternehmer in einem Vorort Tel Avivs. Er wählt immer noch Kommunisten. Samir Naqqash, der einzig von den Vieren, der seine Literatur immer noch auf Arabisch schreibt. Dafür hat er schon etliche Preise gewonnen, aber kein Verleger will mehr seine Bücher herausbringen. Weder in der arabischen Welt noch in Israel.

Die vier Protagonisten waren in ihrer Jugend durch den Internationalismus der irakischen kommunistischen Partei geprägt. Doch Anfang der fünfziger Jahre gerieten sie durch ihre religiöse Herkunft als arabische Juden in Widerspruch zum aufstrebenden arabischen Nationalismus, den sie paradoxerweise durch ihre politische Arbeit als Kommunisten unterstützt hatten. Durch ihre Flucht nach Israel kamen sie vom Regen in die Traufe, denn dort wurden sie als Kommunisten ebenfalls als Aussenseiter behandelt und misstrauisch beäugt. Obgleich sie sich der arabischen Welt zugehörig fühlten, mussten sie sich notgedrungen assimilieren und sich eine neue Kultur aneignen. Als «Mizrahim» und durch ihre politische Orientierung wurden sie immer wieder zur Zielscheibe von chauvinistischer Ignoranz. Ihr Leben steht damit exemplarisch für die Geschichte dieses Jahrhunderts und wie sich eine «neue Welt-Unordnung» durchsetzt.

"Samirs lebhaft montierter, mit viel «found footage» angereicherter Film ist die Bestandesaufnahme einer geteilten Identität, die nicht nur auf ähnliche Lebensformen übertragen werden kann, sondern vielleicht auch auf eine Stelle hinweisen mag, die im Nahostkonflikt die Rolle eines Bindeglieds übernehmen könnte."
Alexandra Stäheli, Neue Zürcher Zeitung

Samir

Geboren 1955 in Baghdad, Irak, zog er als Kind anfang der 60er Jahre mit seinen Eltern in die Schweiz. Anfang der 70er Jahre besuchte er die Schule für Gestaltung in Zürich und machte danach eine Lehre als Typograph.

Nach einer Ausbildung zum Kameramann in einer grossen schweizerischen Filmproduktion, begann er Mitte der 1980er Jahre seine eigenen Filme zu realisieren, welche an diversen Festivals durch ihren innovativen Charakter Aufsehen erregten und ihm diverse Preise bescherten. Seine Werkliste umfasst inzwischen über 35 Kurz- und Langspielfilme für Kino und Fernsehen.

In den 1990er Jahren arbeitete er für diverse deutsche Sender (ZDF, ARD, SAT 1, PRO 7 u.a.) als Regisseur von Serien und Fernsehfilmen. An der Expo 02 fand auch der Pavillon «Swiss Love» grossen Anklang, wofür Samir die Idee und Konzeption entwickelte.

Mit dem Dokumentarfilmer Werner Schweizer übernahm er 1994 die Dschoint Ventschr Filmproduktion, welche sich seither einen Namen machte als Talentschmiede des Schweizer Films. Neben seiner filmischen Tätigkeit stellt er in regelmässigen Abständen seine Arbeiten im Bereich der bildenden Kunst vor.

2011 IRAQUI ODYSSEY
2009 ESCHER, DER ENGEL UND DIE FIBONACCI-ZAHLEN
2005 SNOW WHITE
2002 FORGET BAGHDAD (NEW WORLD ORDER)
1998 PROJECZIUNS TIBETANAS
1997 LA ETA KNABINO
1993
BABYLON 2
1991 IMMER & EWIG
1988 FILOU
1986 MORLOVE - EINE ODE AN HEISENBERG
1984 STUMMFILM

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EAN 7640118760651
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