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Esquisses de vie

Janka Rahm

Die vom Leben gezeichnete Hand führt mit routinierter Präzision einen Stift über ein Blatt Papier. Es ist die Hand von Beate Schnitter aus Zürich, die Zeit ihres Lebens als Architektin aktiv war und es immer noch ist. Zusammen mit anderen gestandenen, aber auch angehenden Architekten erzählt sie in ESQUISSES DE VIE von ihrem Beruf, der für viele auch Berufung, Passion und Lebensinhalt ist.
Ihre Darlegungen liefern eine ebenso tiefgründige wie persönliche Analyse ihres Verhältnisses zur Architektur, und deren Platz in ihrem Leben. Für Tobias Klauser fing alles mit einem im Querschnitt dargestellten Maikäfer in einem naturhistorischen Buch an. Heidi Wenger hat als Kind durch das Bergsteigen gelernt, die Orte als Teil eines grösseren Raumes zu sehen. Letizia Curti möchte Familienhäuser bauen, die ihren Bewohnern ermöglichen, gut darin zu leben.
So verschieden der Zugang zur Architektur und die Pläne auch sein mögen: den Protagonisten gemeinsam ist, dass ihr Schaffen eine Möglichkeit darstellt, sich auszudrücken. In einer schlichten Herangehensweise setzt die Filmemacherin Janka Rahm die verschiedenen Persönlichkeiten in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung in Szene und lässt sie so zu einem Teil des Raumes werden. Der Fokus des Films liegt auf den Menschen und nicht auf den von ihnen entworfenen Gebäuden oder Räumen; die von ihnen erschaffene Architektur ist, mit Ausnahme der gezeichneten Entwürfe, nicht im Mittelpunkt des Interesses und nur am Rande sichtbar.

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