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Preis: 45.00 CHF
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DVD5
PAL 16:9
Region 0
Sprachen: Schweizerdeutsch
Untertitel: Deutsch Français English
Halleluja! Der Herr ist verrückt!
CH 2004 87'
Regie: Alfredo Knuchel
Drehbuch: Alfredo Knuchel
Kamera: Peter Guyer, Norbert Wiedmer
Ton: Balthasar Jucker, Alain Roulet
Schnitt: Stefan Kälin
Musik: Mischa Käser
Halleluja! Der Herr ist verrückt!
Alfredo Knuchel
Wenn es eine Wahrheit gibt, dann liegt sie sicher nicht in der Norm
Der Künstler Adolf Wölfli, die Schriftsteller Robert Walser und Friedrich Glauser. Sie alle haben eines gemeinsam. Das Irrenhaus Waldau bei Bern – heute eine moderne psychiatrische Universitätsklinik – war für sie Stätte des Schaffens und der Zuflucht.
Der Psychiater Walter Morgenthaler hat Anfang des 20.Jahrhunderts aus Werken Wölflis – dem Urvater der Art Brut – und anderer Waldaupatienten seine berühmte Kunstsammlung begonnen, die heute über 3'000 Werke umfasst und im Psychiatriemuseum der Waldau aufbewahrt wird. Die meisten der 25'000 von Wölfli beschriebenen und bemalten Blätter sind inzwischen in den Besitz der Adolf Wölfli Stiftung im Kunstmuseum Bern übergegangen.
HALLELUJA! DER HERR IST VERRÜCKT porträtiert sechs Menschen, die wir bei ihrer kreativen Arbeit und im Leben kennen lernen. Sie alle teilen zwei Gemeinsamkeiten: eine lange Krankengeschichte und einen starken künstlerischen Ausdruckswillen. Sie leben Morgenthalers Idee und die Tradition von der Waldau als eigentlichem Künstler-Refugium weiter.
Kaum wegzudenken aus dem Umfeld der Waldau sind zwei Handwerker der Klinik: Der Schlosser Heinz Feldmann hat jahrzehntelang Material zusammengetragen, das nun im Psychiatriemuseum der Waldau zu sehen ist. Ihm ist es zu verdanken, dass die Sammlung Morgenthaler gerettet wurde. – Und Malermeister Otto Frick kümmert sich um die künstlerisch ambitionierten Patienten und steht ihnen mit Rat und Tat bei.
"...sein Film ist ein Meisterwerk in der Tradition des einheimischen Genres: sicher austariert zwischen Anteilnahme und Distanz den sechs Künstlern gegenüber, mit untrüglichem Rhythmusgefühl für die Zeit, die eine sehr einsame und doch drängend kommunizierende Kunst und die Menschen dahinter brauchen, dass sie uns erreichen und berühren.(...) Am Anfang schaut ein Patient sichtlich unwohl in die Kamera, blickt dann zum Interviewer, lächelt plötzlich entspannt. Der Ton des Vertrauens ist gesetzt für den ganzen Rest."
Martin Walder, NZZ am Sonntag
"Fünf Künstler und eine Künstlerin haben ihre Bereitschaft erklärt, ihre Arbeit für ein Kinopublikum offen zu legen, den Menschen draussen etwas von Ihrer Kreativität und ihrer Suche nach innerster Wahrheit zu vermitteln.(Sie) erzählen aus ihrem Leben, von Aengsten, Wünschen und Hoffnungen. Genau so viel, wie sie wollen: es gibt keine Biografie, keine Krankheitsgeschichte und keine wissenschaftlichen Gutachten, weder von Psychiatern noch von Kunsthisorikern. Damit bleibt uns die Möglichkeit, ganz einfach zu staunen, aufzunehmen, was uns hier mit grossem Respekt und Bewunderung an Einzigartigem gezeigt wird. (...) So sachte, wie sie gekommen ist, zieht sich die Kamera aus der Waldau zurück. Entstanden ist ein tief bewegender Film, der uns das Staunen lehrt und die Relativität aller Normen und Normalitäten bewussst macht."
Fred Zaugg, der Bund
"Die ausgewogene Komposition des Films unterstützt eine oft dissonante Musik sowie eine ruhige Kameraführung. Nachdenkliche Momente, in denen die Krankheit der Porträtierten Thema wird – und teilweise spürbar –, wechseln sich ab mit spielerischen und mit ironisch-selbstreflexiven. Konrad kommentiert eine seiner präzisen Skizzen mit den Worten: Das sei «Art brut live». Am gelungensten sind jene (Nah-)Aufnahmen, in denen wir die Künstler beim Arbeiten beobachten. Von Konzentration, Hingabe oder Getriebensein zeugen die Gesichter, die Pinsel und Stifte führen. Das Ringen mit sich und dem Leben wird erfahrbar im künstlerischen Prozess; auf subtile Weise wird uns auch die Relativität des «Normalen» vor Augen geführt. Das sich drehende Kaleidoskop im Vorspann ist vorausweisend Sinnbild für den ganzen Film: ein lebendiges Mosaik aus dem Schaffen von Künstlern, die damit einen Teil ihres Leides nach aussen tragen."
Sabine Hensel, CINEMA
Alfredo Knuchel
* 1938 in Bern, Journalist, 1987-91 Direktor der Schweizer Filmzentrums, seit 1991 Dokumentarfilmer und Mitglied zahlreicher Jurys für Wettbewerbe und Festivals
2004 HALLELUJA! DER HERR IST VERRÜCKT
1999 VAGLIETTI ZUM DRITTEN
1996 BESSER UND BESSER
News
- Radio DRS 2 Reflexe: Adolf Wölfli - Kunst aus der Anstalt 2008-02-19
- Radio DRS 1 Tagesgespräch: Adolf Wölfli im Kunstmuseum Bern 2008-02-03
- Halleluja! Der Herr ist verrückt 2006-04-11
Internet








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