artfilm.ch
Preis: 20.00 CHF
14.21 EUR 19.35 USD
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DVD9
PAL 16:9
Region 2
FSK: 16+
Sprachen: English Deutsch
Untertitel: Deutsch English Français Español Italiano
War Photographer
CH 2001 90'
Regie: Christian Frei
Drehbuch: Christian Frei
Kamera: Peter Indergand
Ton: Florian Eidenbenz, Martin Witz, Ingrid Städeli
Schnitt: Christian Frei, Barbara Müller
Musik: Eleni Karaindrou, Arvo Pärt, David Darling
Produktion: Christian Frei
Siehe auch:
Christian Frei Collection. Die Tektonik des Menschlichen
Unterwegs. Werner Bischof - Photograph 51/52
Stichworte
Geschichte
Kunst
Welt
Krieg
Photographie
Journalismus
Hitparade
Dokumentarfilm
Palästina
Bosnien
USA
Schweiz
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War Photographer
Christian Frei
Nomination Oscar bester Dokumentarfilm 2002
«Jede Minute an diesem Ort denke ich an Flucht. Ich will das nicht mit ansehen. Soll ich weglaufen oder soll ich mich der Verantwortung stellen, mit meiner Kamera alles festzuhalten?» (James Nachtwey). In einem der zahllosen Krisengebiete der Welt, inmitten von Leiden, Sterben, Gewalt und Chaos, sucht der Fotograf James Nachtwey nach dem Bild, von dem er glaubt, dass es sich publizieren lässt. Ein Film über einen ebenso engagierten wie scheuen Menschen, der als bedeutendster und mutigster Kriegsfotograf unserer Zeit gilt – und dennoch kaum dem Klischee des abgebrühten Haudegens entspricht.
Mit James Nachtway, Christiane Amanpour, Hans-Hermann Klare, Christiane Breustedt, Denis O'Neill und Des Wright.
James Nachtwey
Amerikaner, geboren 1948
James Nachtwey ist der berühmteste Kriegsfotograf unserer Zeit. Seit fast 20 Jahren fotografiert er in Krisengebieten dieser Welt - Afghanistan und Bosnien, Ruanda und El Salvador, Nordirland und Kurdistan, Somalia und Südafrika. Dabei entstanden Dokumente dessen, wozu Menschen auch am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts noch fähig sind: Bilder von apokalyptischem Leiden, archaischem Hass, kollektivem Blutrausch.
James Nachtwey wurde 1948 im US-Bundesstaat Massachusetts geboren. Er besuchte Dartmouth College, eine der angesehensten Hochschulen der USA. Dort studierte er Kunstgeschichte und Politikwissenschaften und beschloss, Fotograf zu werden. Nach dem Ende seines Studiums jobbte Nachtwey zunächst auf Handelsschiffen und als Lastwagenfahrer, dann als Assistent eines Nachrichten-Redakteurs bei der US-Fernseh-Gesellschaft NBC in New York. 1976 begann er als Lokalfotograf in Neu Mexiko zu arbeiten, ab 1980 als freier Fotograf in New York.
1981 fuhr Nachtwey nach Nordirland, um die Unruhen vor allem in Belfast festzuhalten. Das wurde der Beginn seiner internationalen Karriere als Fotograf sozialer und vor allem kriegerischer Konflikte. Seither hat er in den achtziger Jahren vor allem in den lateinamerikanischen Bürgerkriegen fotografiert, hat den Nahost-Konflikt im Libanon, in Israel und den besetzten Gebieten porträtiert, hat sich auf den Kriegsschauplätzen Afrikas aufgehalten. Viele Monate verbrachte er in Südafrika, um das Ende der Apartheid zu dokumentieren. Immer wieder zog es ihn zu den Konflikten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, nach Bosnien, Rumänien,Tschetschenien. Bei verschiedenen Besuchen in Afghanistan entstand 1996 eine große Bilddokumentation des dortigen Krieges.
"Was ich festhalte", sagt Nachtwey, "wird Teil des ewigen Archivs unseres kollektiven Gedächtnisses sein. Und ich weiß, dass Fotos Verantwortliche zum Handeln zwingen können. Ohne die Bilder von Bürgerkrieg und Hunger in Somalia wäre niemand dort eingeschritten. Ohne die Fotos aus Bosnien wäre der Krieg vielleicht noch immer nicht beendet."
Von 1986 bis 2001 ist James Nachtwey Mitglied der Foto-Agentur »Magnum«. Sein Werk ist vielfach ausgestellt und ausgezeichnet worden. So erhielt Nachtwey bisher zweimal den World Press Preis, fünfmal die Robert Capa Medaille, dreimal den Infinity Award des International Center of Photography in New York. Nachtwey war sechsmal Magazin-Fotograf des Jahres in den USA und erhielt das Eugene-Smith-Gedächtnis-Stipendium.
Warum fotografiere ich den Krieg?
von James Nachtwey
Kriege gibt es, seit es Menschen gibt. Und je "zivilisierter" Menschen werden, desto wirksamer, desto grausamer werden ihre Methoden zur Vernichtung von Mitmenschen. Auch heute ist Krieg auf der Welt. Und es gibt wenig Grund zu hoffen, dass sich das ändern wird.
Kann Fotografie etwas ausrichten gegen ein menschliches Verhalten, das die Geschichte überdauert? Eine geradezu lächerlich überzogene Vorstellung, sollte man meinen. Und doch ist es genau diese Vorstellung, die mich antreibt, Krieg zu fotografieren.
Ich sehe die grosse Chance der Fotografie darin, dass sie ein Gefühl für Humanität zu wecken vermag. Wenn Krieg die Folge eines Zusammenbruchs der Verständigung ist, dann ist Fotografie als eine Form der Verständigung das Gegenteil von Krieg; richtig eingesetzt, kann sie sogar zum Gegengift werden.
Wenn einer wie ich in den Krieg zieht, um alle Welt wissen zu lassen, was da wirklich passiert, dann versucht er auf seine Weise, den Frieden auszuhandeln. Vielleicht haben die Kriegführenden deshalb so ungern Fotografen dabei.
Könnte ein jeder Mensch auch nur ein einziges Mal mit eigenen Augen sehen, was Phosphor aus dem Gesicht eines Kindes macht oder wie ein verirrter Granatsplitter dem Nebenmann das Bein abreisst, dann müssten endlich alle einsehen, dass kein Konflikt dieser Welt es rechtfertigt, einem Menschen so etwas anzutun, geschweige denn Millionen Menschen.
Aber es sieht eben nicht jeder mit eigenen Augen, und deshalb gehen Fotografen an die Front: um Bilder zu machen, die wahrhaftig genug sind, die beschönigenden Darstellungen der Massenmedien zu korrigieren und die Menschen aufzurütteln aus ihrer Gleichgültigkeit; um anzuklagen und durch die Kraft dieser Anklage noch mehr Kläger zu mobilisieren.
Mein grösstes Problem als Fotograf des Krieges ist, dass ich vom Elend anderer profitieren könnte. Dieser Gedanke verfolgt mich. Ich schlage mich tagtäglich damit herum, weil ich weiss, dass ich meine Seele verkaufen würde, wenn ich jemals Karriere und Geld Herr werden liesse über mein Mitgefühl.
Ein Aussenstehender wie ich, der plötzlich die Kamera zückt, kann Menschenwürde verletzen. Meine einzige Rechtfertigung ist, dass ich mich darum bemühe, Respekt zu zeigen vor der Not des anderen. Nur wenn mir das wirklich gelingt, kann dieser andere mich akzeptieren; nur dann kann ich mich selber akzeptieren.
Christian Frei
Geboren 1959 in Schönenwerd. Studium der Optischen Medien am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Fribourg. Seit 1984 freischaffender Filmemacher und Produzent. Regelmässig Dokumentarfilme für das SF DRS. 2002 WAR PHOTOGRAPHER erhielt Oscar Nomination, Kategorie «Best Documentary Feature».
2009 SPACE TOURISTS
2005 THE GIANT BUDDHAS
2001 WAR PHOTOGRAPHER
2000 BOLLYWOOD IM ALPENRAUSCH - INDISCHE FILMEMACHER EROBERN DIE SCHWEIZ
1998 KLUGE KÖPFE
1997 RICARDO, MIRIAM Y FIDEL
1984 DER RADWECHSEL
1982 FORTFAHREN
1981 DIE STELLVERTRETERIN
Internet
- Website WAR PHOTOGRAPHER
- Long trailer WAR PHOTOGRAPHER
- Website James Nachtwey
- Reel Film Reviews WAR PHOTOGRAPHER
- aljadid Chasing Peace through Horrors. review WAR PHOTOGRAPHER
- Film Freak Central: Interview with Christian Frei
- Free Booklet PDF Christian Frei Collection
- Swissfilms Portrait Christian Frei
- Christian Frei Collection
- Website Christian Frei
- Sélection Visions du Réel Nyon
- Visions du Réel Nyon Fiche du film
Kommentare
An amazing insight into the world of one of the World's greatest living photographers. Beautiful.
om-shantiphotography 2008-10-08





