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Depressionen

Ohnmacht und Herausforderung

Dieter Gränicher

Depression ist ein Zustand des Nichts: eine seelische Blockade.
Prof. Dr. med. Daniel Hell

Sehr viele Menschen sind von Depressionen betroffen. Ihr seelisches Leiden ist gross und schwer zu beschreiben. In den 18 thematisch gegliederten Filmen dieser DVD wird nachvollziehbar, was depressiv Erkrankte erleben.

Es wird deutlich, dass der Krankheit mit dem Satz Du musst nur wollen nicht beizukommen ist. Die Filme veranschaulichen den Tiefpunkt der Depression, die Schwankungen in der psychischen Verfassung nach der grossen Krise bis hin zu den Lichtblicken der Heilung. Hauptsächliche Themen sind wichtige Therapiemethoden bei Depressionen, das Wiederfinden eines strukturierten Alltags nach der Krise, die Beziehung zu Angehörigen und die Integration in die Arbeitswelt. Dabei ist die Hilfe zur Selbsthilfe für die Bewältigung der Krankheit von zentraler Bedeutung.

Die Filme informieren über die vielschichtigen Aspekte der Depression und zeigen Möglichkeiten des Umgangs auf. Sie wecken Verständnis für diese nach wie vor tabuisierte Krankheit.

Was ich in mir habe, geht nie hundertprozentig weg. Es ist wie ein Bär, der im Winter in ein Loch kriecht und schlafen geht. Wenn er wieder aus dem Loch kommt, ist er hungrig und böse.
Betroffener Charles E.

Ich erlebe mich oft als Aufbewahrerin der Hoffnung, weil mein Gegenüber die Hoffnung verloren hat.
Paula Ritz, Psychotherapeutin

Das Leben ist heute für mich nicht mehr etwas Selbstverständliches, denn in der Depression ist die Lebenskraft einfach weg.
Betroffene Monika Z.

18 Filme mit einer Gesamtlaufzeit von 300 Minuten.
27 Texttafeln mit biografischen Angaben zu den beteiligten Personen.
Begleitbroschüre mit 36 Seiten Informationen zu den Filmen.

Befragte Fachpersonen

  • Dr. med. Christian Bernath , Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Monika Binder, Psychiatriepflegerin
  • PD Dr. med. Heinz Böker, Oberarzt
  • Maja Braun Bühler, Sozialarbeiterin
  • Vreni Diserens, Angehörige (VASK)
  • Prof. Dr. med. Daniel Hell, Klinischer Direktor
  • Dr. med. Marco Righetti, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Paula Ritz, Psychotherapeutin
  • Dr. med. Manuel Rupp, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Doris Signer-Brandau, Psychotherapeutin
  • Tony Styger, Theologe
  • Dr. Ursula Wirtz, Psychotherapeutin
  • Theresa Witschi, Ergotherapeutin
  • Prof. Dr. med. Brigitte Woggon, Leitende Ärztin

Die 18 Filme

  • 1 Krankheits - Bild: Einführender Film zum Thema, was eine Depression charakterisiert. Facetten depressiven Erlebens von Betroffenen beschreiben die Vielschichtigkeit der Krankheit.
  • 2 Krisen - Ausbruch: Erlebnisbericht der jungen Frau (anonym) über die akute Phase ihrer Erkrankung kurz vor der Maturaprüfung und über ihre ambulante Betreuung in der Krise durch die Mutter zuhause.
  • 3 Lebens - Wille: der Selbsttötungsgefährdung: Die Sehnsucht nach dem Tod erscheint oft als die einzige Lösung aus dem kaum aushaltbaren seelischen Schmerz. Viele Betroffene ringen auch über lange Zeit immer wieder ums Überleben.
  • 4 Antriebs - Störung: Eine von Monika Z. koordinierte Gesprächsrunde einer Selbsthilfegruppe des Vereins Equilibrium zu diesem wichtigen Krankheitssymptom.
  • 5 Diagnose - Problem: Monika Z. erzählt über ihre Erfahrungen, wie ihr psychisches Leiden von ärztlicher Seite begrifflich erfasst wurde. Die Benennungen bei dieser komplexen Krankheit sind schwierig und können zu einer Verunsicherung der PatientenInnen führen.
  • 6 Klinik - Alltag: Das Erleben einer stationären Behandlung von Hélène P. und Charles E. auf der Spezialstation E2 für Depressions- und Angstbehandlungen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich.
  • 7 Medikamenten - Wirkung: Zwei ärztliche Fachpersonen äussern sich zur medikamentösen Behandlung bei schweren Depressionen.
  • 8 Psychotherapie - Wirkung: Zwei Fachpersonen äussern sich zu Fragen der psychotherapeutischen Behandlung bei schweren Depressionen.
  • 9 Bild - Erleben: Eine Einzel-Maltherapiestunde mit Hélène P. in einer depressiven Akutphase während ihres Klinikaufenthaltes.
  • 10 Selbst - Hilfe: Formen aktiven Handelns auf der Suche nach einem positiven Umgang mit der eigenen Krankheit. Die Gesprächsrunde einer Selbsthilfegruppe verdeutlicht, dass der Austausch mit Menschen, die depressives Erleben aus der eigenen Erfahrung kennen, von Bedeutung ist.
  • 11 Körper - Resonanz: Tanz der Betroffenen Eva H. als ein nonverbaler Ausdruck depressiver Empfindungen.
  • 12 Lebens - Abschnitt: Die Entwicklung der Erkrankung von Hélène P. und Charles E. und deren Neuorientierung im Lebensalltag nach einem mehrmonatigen Klinikaufenthalt.
  • 13 Arbeits - Welt: Erfahrungen aus dem Arbeitsleben und der Umgang mit beruflichen Anforderungen der Gesellschaft bei schweren Depressionen. Dabei steht die berufliche Entwicklung von Charles E. über Beschäftigungsprogramme bis hin zur Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt im Zentrum.
  • 14 Beziehungs - Erschwerung: Angehörige und Betroffene konfrontieren sich mit ihren Gedanken und Gefühlen. Zwar ist es für Angehörige sehr schwierig, die Depression eines Familienmitglieds auszuhalten, doch sie lernen sich häufig auch gegenseitig neu erfahren und kennen.
  • 15 Klinik - Erinnerung: Zwei Sichtweisen des Ehepaares Monika und Peter Z. auf die akute Krise der Frau vor 12 Jahren nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes.
  • 16 Gesund - Werdung: Wie werden Befindlichkeiten zwischen den fliessenden Grenzen von 'krank' und 'gesund' wahrgenommen? Wann spricht man von geheilt? Wie erleben Betroffene das Risiko einer erneuten Erkrankung?
  • 17 Belastungs - Grenzen: Erlebnisbericht von Monika Z. über die schmerzhaften Einschränkungen in ihrem Leben aufgrund ihres psychischen Leidens.
  • 18 Sinn - Frage: Gedanken von Rita S. zur Bedeutung ihrer Krankheit zum Zeitpunkt der Besserung.

Diese DVD begleitet den separat erhältlichen Film SEELENSCHATTEN.

Dieter Gränicher

Geboren 1955 in Erlenbach. 1975 Fotokurse am Palomar College, California. 1976 Gründung der S-8-Filmgruppe Zürich, zwei Jahre autodidaktische Ausbildung und Realisation diverser Dokumentarfilme innerhalb dieser Gruppe. 1976-80 Ethnologie und Publizistik Studium an der Universität Zürich. 1985 Schauspielkurse nach der Lee Strasberg-Methode. 1987-89 Vier Regie-Seminare mit den Regisseuren Kieslowski und Zebrowski in Bern. 1992-98 Organisation von Dokumentarfilmseminaren. Ab 1984 freischaffender Dokumentarfilmer, Produzent und Cutter. 1996 Gründung der momenta film.

2013 WENN DER EINSTIEG SCHWER FÄLLT
2012 DAS GEHÖRLOSENDORF
2010 GRENZGÄNGE MIT ANDREA VOGEL
2009 FAMILIE EGLOFF
2008 PAUSENLOS
2004 FERIEN IM DUETT
2002 SEELENSCHATTEN / DEPRESSIONEN
1999 GEZEITEN
1998 DER DUFT DES GELDES
1993 TRANSIT URI
1999 HINTERLAND
1986 SPUREN DER TRAUER
1983 WARTEFRIST
1982 HEUTE UND DANACH
1980 VERHUNGERE MUESS NIEMER
1978 PREIS DER ANGST
1977 IN GÖSGE STOOT EN AKW

Internet

EAN 7640139360267
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 Depressionen

Preis: 38.00 CHF
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DVD5
PAL 16:9
Region 0

Sprachen: Schweizerdeutsch Deutsch
Untertitel: Deutsch

Depressionen
CH 2002 300'
Regie: Dieter Gränicher
Kamera: Hansueli Schenkel
Ton: Dieter Meyer
Schnitt: Dieter Gränicher
Musik: Bronislaw Kopczynski

Stichworte
Gesundheit
Dokumentarfilm

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