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Festival de Cannes

artfilm.net

 Delwende

Preis: 38.00 CHF
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DVD5
PAL 16:9
Region 2

Sprachen: Moré
Untertitel: Deutsch Français English

Delwende
Burkina Faso/CH 2005 90'
Regie: S. Pierre Yaméogo
Drehbuch: S. Pierre Yaméogo
Kamera: Jürg Hassler
Ton: Jean-Marc Schick
Schnitt: Jean-Christophe Ané
Musik: Wasis Diop
Produktion: Thelma Film
Mit: Blandine Yameogo, Claire Ilboudou, Célestin Zongo, Abdoulaye Komboudi, Daniel Kabore

Stichworte
Afrika
Cannes
Koproduktion
Spielfilm
Burkina Faso

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Delwende

S. Pierre Yaméogo

Ganz der schnörkellosen, direkten Erzähltradition des westafrikanischen Kinos verpflichtet, erzählt S. Pierre Yaméogo in seinem fünften Spielfilm von Männerherrschaft, dem Diktat des Brauchtums und dem Aufbegehren einzelner Frauen. Die ersten Einstellungen führen in ein Dorf. Ein Fest wird gefeiert, die Frauen tanzen und die junge Pougbila erweckt Begehrlichkeit unter den Männern wie Neid bei den Frauen. Denn die 16-Jährige ist von üppiger Schönheit und zudem Tochter eines der mächtigen Dorfältesten. Wenig später wird das Dorf von Unheil heimgesucht: Täglich sterben Kinder, die Angst geht um. Als Pougbila ihrer Mutter berichtet, dass sie vergewaltigt worden sei, scheint dieses Delikt vernachlässigbar, und ohne den Namen des Täters wissen zu wollen, verheiratet ihr Vater seine Tochter kurzerhand in ein benachbartes Dorf. Inzwischen führt der Ältestenrat den Tod der Kinder in Missachtung der Radiobeiträge über kursierende Meningitis auf den Fluch einer Hexe zurück und veranstaltet einen magischen Ritus, um die Schuldige zu entlarven. Es trifft Pougbilas Mutter, die, zur Flucht gezwungen, eine entbehrungsreiche Odyssee in die Stadt antritt. Ein Film über falsch verstandene Traditionen und den Umgang mit Frauen, die als Schuldige hinhalten müssen.

«Yaméogo schrieb das Drehbuch aufgrund seiner Recherchen über marginalisierte, als «Hexen» bezeichnete Frauen. Die Kamera führte Jürg Hassler, World-Music-Veteran Wasis Diop schenkte dem Film Akzente auf der Tonspur, in denen sich Land- und Stadtrhythmen neu entdecken lassen, Pierre-Alain Meier wirkte als Coproduzent. In diesem aussergewöhnlichen Beitrag zur kinematografischen Identität der postkolonialen Länder Westafrikas geht Yaméogo konsequent seinen Weg eines gesellschaftskritischen afrikanischen Kinos, wandelt in den Spuren von Altmeister Ousmane Sembène (Senegal), positioniert sich eindeutig zu den drängenden Fragen von Tradition und Moderne und verwebt Lokalkolorit mit globalem Anspruch. Am Ende steht die Utopie im Namen der Gerechtigkeit.»
Verena Teissl, Viennale

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EAN 7640117981033
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