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Delphine Seyrig

Portrait d'une comète

Jacqueline Veuve

Mit diesem Porträt würdigt Jacqueline Veuve Delphine Seyrig. Sie zeigt nicht nur die legendäre Schauspielerin, sondern auch die engagierte Feministin und Freundin. Von L'ANNEE DERNIERE A MARIENBAD (1961) von Alain Resnais bis zu INDIA SONG(1975) von Marguerite Duras war Delphine Seyrig die schöne Frau par excellence. Obwohl sie in rund 30 Theaterstücken und rund 50 Filmen gespielt hatte, wurde ihr seit ihrem Tod vor zehn Jahren kein einziges Buch und keine einzige Fernsehsendung gewidmet. Muss ihr Ruf bis heute für ihre ausgesprochen feministische Position zahlen? Wie es einer ihrer Freunde sagt, der im Film interviewt wird: »Von Marienbad bis zu den Barrikaden ist es nicht mehr die selbe Frau. Und wenn man sein eigenes Bild zerbricht, ist es sehr schwierig, es wieder zusammenzusetzen.« Jacqueline Veuve lässt uns mit Sensibilität die verborgenen Seiten dieses Kometen entdecken, wenn sie Delphine Seyrig zitiert: »Alles, was man von mir will, kann ich werden.«

... Au théâtre it faut tuer, il faut mourir, il faut faire les choses qui sont absolument interdits dans la vie. Das sagte eine andere Grosse, die sich im Spiel erschöpfte und tötete, die schöne Fremde Delphine Seyrig. Jacqueline Veuve zeichnet in ihrem DELPHINE SEYRIG - PORTRAIT D'UNE COMETE ein faszinierendes und ergreifendes Bild der Schauspielerin, die seit ihrem mysteriösen Erscheinen in Alain Resnais' L'ANNEE DERNIERE A MARIENBAD zwischen Traumschönheit und Pinterscher Grausamkeit oszillierte, ihr Glühen hinter einem unterkühlten Spiel verbergend und mit einer heiseren, immer wie erkältet klingenden Stimme. Jacqueline Veuve kannte sie während zwanzig Jahren, Feminismus war ein Leitmotiv in ihrer Beziehung, der Feminismus, mit dem Delphine Seyrig nach Claude Regys Urteil ihr Image zerstörte: De 'Marienbad' aux barricades sei es nicht mehr dieselbe Frau. Weil sie so schön war, konnte sie Feministin sein, meint eine Repräsentantin der Frauenbewegung.
Andreas Klaeui, Basler Zeitung

Jacqueline Veuve

Vor ihrer Zusammenarbeit mit Jean Rouch am Pariser Musée de l'homme (1955) und mit Richard Leacock am Massachusetts Institute of Technology hat Jacqueline Veuve sich Studien der Bibliothekswissenschaft, des Films und der Anthopologie gewidmet. Mit einem ersten Kurzfilm, SCHLACHTTAG (LE PANIER A VIANDE), den sie 1966 zusammen mit Yves Yersin realisierte, begann ihre Laufbahn als Filmemacherin. Die meisten ihrer Filme erhielten internationale Auszeichnungen. Heute hat Jacqueline Veuve gegen 60 Filme geschaffen – die meisten in der Schweiz, einige in Frankreich und den USA –, die an vielen internationalen Festivals gezeigt worden sind. Mit ihren Filmen, die ihr Land – ohne Nostalgie – zeigen: seine Armee, seine Bauern und Weinbauern, die Heilsarmee, die Handwerker, nicht zuletzt die Frauen, zählt die Filmemacherin heute zu den bedeutendsten Dokumentarfilmschaffenden der Schweiz.

2012 VIBRATO
2010 C'ETAIT HIER
2008 UN PETIT COIN DU PARADIS
2005 LA NEBULEUSE DU COEUR
2005 LA PETITE DAME DU CAPITOLE
2002 JOUR DE MARCHE (Deutsche Untertitel / English Subtitles)
2000 LE SALAIRE DE L'ARTISTE
2000 DELPHINE SEYRIG, PORTRAIT D'UNE COMETE
1999 CHRONIQUE VIGNERONNE
1997 JOURNAL DE RIVESALTES 1941-1942
1997 BALADE FRIBOURGEOISE
1995 OH! QUEL BEAU JOUR
1994 L'HOMME DES CASERNES(Deutsche Untertitel)
1992 ARNOLD GOLAY, FABRICANT DE JOUETS
1992 L'EVANOUIE
1991 FRANOIS JUNOD, FABRICANT D'AUTOMATES
1991 LES EMOTIONS HELVETIQUES
1990 CHRONIQUE PAYSANNE EN GRUYERE - (Deutsche Untertitel) (English subtitles)
1989 MARCELIN BABEY, TOURNEUR
1988 CLAUDE LEBET, LUTHIER
1988 MICHEL MARLETAZ, BOISSELIER
1988 FRANÇOIS PERNET, SCIEUR - SCULPTEUR
1988 LES FRERES BAPST, CHARRETIERS
1988 O. VEUVE ET J. DOUTAZ, TAVILLONEURS
1987 ARMAND ROULLIER
1987 LA FILIERE
1987 LE SABLE ROSE DE MONTAGNE
1986 PARLEZ-MOI D'AMOUR
1987 LA TRAVERSEE
1982 PARTI SANS LAISSER D'ADRESSE
1979 L'AVENIR A 15 ANS
1978 LA MORT DU GRAND-PERE OU LE SOMMEIL DU JUSTE - (English Edition)
1974 SUSAN
1974 NO MORE FUN, NO MORE GAMES
1975 SWISS GRAFFITI
1966 L'ECOLE ET LA VIE
1972 LA GREVE DE 18
1972 GENEVE, lE8 NOVEMBRE 1932
1972 LES LETTRES DE STALINGRAD
1966 MUSIQUE EN TETE
1966 DIMANCHE DE PINGUINS / DIMANCHE DE PINGUINS
1966 LE PANIER A VIANDE

Livres:
1992 UNE FEMME DE CINEMA de Bertil Galland
1983 LA MORT DU GRAND-PERE de Jacqueline Veuce

News

Internet

Kommentare

Delphine n'a t-elle pas vécu ses dernières années avec son compagnon, Sali Frei: pourquoi cela n'est-il pas mentionné? Merci.
Stichworte: Delphine et Sami
jmp 2013-03-23 Tweet

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Sprachen: Français
Untertitel: -

Delphine Seyrig
CH 2000 58'
Regie: Jacqueline Veuve
Kamera: Thomas Wüthrich, Yvan Koselka
Ton: Michel Casang, Fred Kohler
Schnitt: Fernand Melgar
Musik: Carlo d'Alessio

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Frauen
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