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Preis: 30.00 CHF
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DVD5
PAL 16:9
Region 2
Sprachen: Français
Untertitel: -
Ça brûle
F 2005 110'
Regie: Claire Simon
800 kilomètres de différence
F 2001 80'
Regie: Claire Simon
Kamera: Claire Simon, Pascale Granel, Claire Simon
Ton: Julien Cloquet, François Musy
Schnitt: Julien Lacheray
Musik: Martin Wheeler
Stichworte
Cannes
Frankreich
Jugend
Dokumentarfilm
Spielfilm
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Ça brûle - 800 kilomètres de différence - Romance
Claire Simon
Ça brûle
Livia, 15 Jahre, fällt vom Pferd und verliert
das Bewusstsein. Sie erwacht, als der Feuerwehrmann
Jean einige sensorische Tests an
ihr vornimmt. Als sie seine Hände auf ihrem
Körper spürt, überwältigt sie die Begierde.
Einen Tag lang wird das junge Mädchen nun
mit allen Mitteln versuchen, diesen verheirateten
Mann zu erobern, für den sie in Leidenschaft
entbrannt ist. Diese Liebe wird sie
zu Handlungen hinreissen, die nicht mehr
wieder gut zu machen sind.
Claire Simon, die selbst die Kamera geführt hat,
tastet Gesichter und Körper auf äusserst sinnlicheWeise
ab. In der Eingangsszene filmt sie
Livias Gesicht, alswolle sie den Zuschauer dazu
einladen, das junge Mädchen zu berühren. In
diesem Strom des Begehrens zeigen sich
Träume und Wut eines jungen Mädchens in
ihrer ganzen Rücksichtslosigkeit; die seelischen
und körperlichen Zuckungen einer Heranwachsenden,
die sich nicht nur auf psychologischer
Ebene, sondern in oft harmlosen Handlungen
und Gesten ausdrücken. Durch den
Einsatz von Laiendarstellern – von GilbertMelki
abgesehen – vor allem aber durch die Besetzung
der Hauptdarstellerinmit Camille Varenne,
einer ehemaligen Schülerin des Zirkus Fratellini,
zerfliessen in ÇA BRULE die Grenzen zwischen
Dokumentar- und Spielfilm. Indem sie
Bilder von den Bränden verwendet, die 2004
und 2005 den Var verwüsteten, und sich von
Zeitungsmeldungen und Schauplätzen inspirieren
lässt, geht die Filmemacherin eine romantische
Verbindung mit der Wirklichkeit ein.
So hat sie entgegen des Akademismus, der
heute den Grossteil der französischen Filme
beherrscht, einen höchst betörenden und sinnlichen
Filmgeschaffen.
Visions du Réel Nyon 2007
800 kilomètres de différence - Romance
Seien wir ehrlich: die 800 Kilometer, die
Manon, die Tochter von Claire Simon, von
ihrem Geliebten Greg trennen – sie lebt in der
Hauptstadt, er stammt aus Claviers, einem
kleinen Dorf im Haut-Var –, sind nicht nur
geografischer Natur. Es ist auch eine kulturelle
Entfernung, sie, das Grossstadtkind liest
Flaubert, er, der Bäckerssohn, macht gerade
seinen Jagdschein. Und doch treffen sie sich
im Sommer 2000 im provenzalischen Hinterland,
um unter den aufmerksamen Blicken der
Filmemacherin eine Romanze zu leben.
„Im Käse von Lubitsch ist jedes Loch genial”,
so François Truffaut. Das Beste in der
Romanze, die sich vor unseren Augen entspinnt,
ist was uns entgeht. Claire Simon, die
den Wind in den Bäumen wie eine zärtliche
Umarmung filmt, als würde in der Natur
selbst die Liebe erwachen, sie lässt sich nicht
täuschen. Wenn sie die Nachtarbeit von
Gregorys Vater filmt, filmt sie auch dasWerk
der Liebe. Wunderbar, wie sie die Zeit einfängt,
die im Alter von 15 oder 17 Jahren so
langsam vergeht.
800 KILOMETRES DE DIFFERENCE - ROMANCE
könnte eine Hommage an Jean Renoir sein,
dessenToni 1935 unter der Ägide von Marcel
Pagnol bereits den Neorealismus ankündigte.
So könnte das Porträt von Gregs italienischem
Grossvater, dessen Vater 1922 vor
dem Faschismus geflohen ist, in jene Richtung
weisen: im Leben eines jeden steckt ein
Stück Geschichte. Doch Claire Simon fängt
lieber dieses undefinierbare Unfassbare ein,
wie die erwachende Begierde ihrer Tochter
und alles was darin an Fiktion enthalten ist…
Visions du Réel Nyon 2007


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