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images/s/starlet01.jpg Sennhausers Filmblog: STARLET
Vor allem die kiffenden, fluchenden, kreischenden und allen Attributen bimbomässiger Oberflächlichkeit zugetanen jungen Frauen stellen einen auf eine ordentliche Geduldsprobe. Und als schliesslich klar wird, wie sie rein ökonomisch in den kalifornischen Alltag eingebunden sind, stellt sich noch eine zusätzliche Faszination ein. Und der Kontrast zu Sadie in ihrem eingewachsenen Hexenhaus wird noch grösser.
Aber Sean Baker schafft es schon mit der ersten Einstellung Neugier zu wecken und diese zu halten. Der Titelvorspann zeigt nur einen teil eines Haarschopfs, schliesslich tauch das verschlafene Gesicht von Jane auf und ein wenig später der Hund unter der Decke.
Wie bei den meisten dieser Geschichten, in denen ein junger Mensch und ein alter sich zusammenraufen, ist etliches absehbar und einiges zu erwarten. Aber das Drehbuch spielt mit Vorenthaltungen und Überraschungen und die Kamera freut sich an Mädchenbeinen, Bauchnäbeln, knappen Kleidchen und Unterwäsche mindestens so sehr wie an der Landschaft um LA und einem ungewöhnlichen Blick auf Suburbia californiensis.
Dabei gelingen Baker ein paar subtile Blickveränderungen. Es dauert lange, bis sexy Jane so etwas wie ein persönliches Gesicht bekommt, lange Zeit ist ihr Gesicht ein fixierter Reiz wie ihre Beine, ihre Brüste oder ihr Bauch, ein Anziehungssignal, das vor allem Distanz schafft. Und dann kommt der Moment, in dem ein echtes Lachen die Maske auflöst, ein eigentlicher Schock. http://sennhausersfilmblog.ch
2012-08-08 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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