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Schnitt.de: Leoparden küßt man doch
Abräumer bei der Leopardenjagd war ein anderer eindrücklicher, aber schöner Film, ABRIR PUERTAS Y VENTANAS von Milagros Mumenthaler. Die argentinisch-schweizerische Koproduktion gewann den Goldenen Leoparden, den Leopard für die beste Darstellerin – María Canale – und den Preis der internationalen Filmkritik. Und das alles sehr zu Recht. Es geht um drei jugendliche Schwestern in einem alten Haus am Rand von Buenos Aires. Langsam erschließt sich, daß sie kürzlich ihre Großmutter, bei der sie leben, verloren haben. Jede füllt auf ihre Art die Lücke, die dieser Verlust bedeutet. Sie stöbern in Sachen, benutzen Räume, die sie vorher nicht betreten durften, versuchen zaghaft an festen Regeln zu rütteln, frischen Wind ins Haus zu lassen. Die komplexeste Rolle hat dabei die älteste Schwester (María Canale), die – ein bißchen ›häßliches Entlein‹, ein bißchen Mutterersatz – versucht, nichts zu verändern und zugleich trotzdem Gewohntes über den Haufen zu werfen. Reibereien sind vorprogrammiert und so verschwindet die Jüngste heimlich mit ihrem Geliebten irgendwo hin, weit weg, wie sie in einem Brief mitteilt, die Mittlere verscherbelt Möbel und Krempel der Großmutter, und die Älteste schafft es, sich vom Entlein zum Schwan zu entwickeln, und bei allem frischen Wind ein Stück Vergangenheit zu bewahren. http://www.schnitt.de
2011-08-17 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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