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images/a/abrirpuertasyventanas01.jpg Sennhausers Filmblog: ABRIR PUERTAS Y VENTANAS von Milagros Mumenthaler
Wenn man schon die Wunder im Namen trägt, wie Milagros Mumenthaler, dann darf man sein Publikum auch mit einem traumartigen Film beglücken. Sonst natürlich auchABRIR PUERTAS Y VENTANAS zeigt drei fast erwachsene Schwestern, die im grossen Haus ihrer kürzlich verstorbenen Grossmutter leben und dem Sprung in die erwachsene Selbständigkeit entgegen zögern.
(...) eigentlich ist das kein Film, der von einer Handlung getragen wird. Es sind Szenen, Stimmungen, Blicke, Momente des Einverständnisses und Augenblicke voller Gemeinheit, wie sie unter Geschwistern üblich sind – in einem Haus ohne Korrektiv, ohne elterliches Schiedsgericht, ohne die sonst mögliche Verantwortungs- und Konsequenzenlosigkeit.
Milagros Mumenthaler ist in der Westschweiz aufgewachsen, zog aber mit 18 für zwei Jahre zu ihrer Grossmutter in Argentinien. Und Argentinien als Sehnsuchtsland, das Haus der Grossmutter als Lebensort, als Flugnest für verwaiste Kücken zu inszenieren, das gelingt ihr mit einer Leichtigkeit und Stimmigkeit, die verblüfft und gefangen nimmt. Dabei stimmt nicht nur alles an diesem Film, es geht weit darüber hinaus. Gerade weil Mumenthaler alles klein und verortet hält, bekommt das eine Grösse und Wucht, die packt.
(...) Es gibt keinen falschen Ton in diesem Film, kein aufgesetztes Bild, keine an ein Grundgerüst geschraubten Szenen. In seiner Natürlichkeit ist das ein Film, der an den japanischen Meister Hirokazu Kore-Eda erinnert, vor allem an sein leises Kinderdrama NOBODY KNOWS von 2004. http://sennhausersfilmblog.ch
2011-08-08 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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