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images/l/lebenistzulang01.jpg NZZ: Die Klaviatur der Klischees
Dani Levys Komödie DAS LEBEN IST ZU LANG nimmt das Filmbusiness virtuos aufs Korn. Als Filmemacher, der anspruchsvolle Filme machen möchte, hat es Alfi Seliger nicht leicht. Besonders auf einer dieser Filmszene-Partys, auf der alle netzwerken, um «im Business» zu bleiben, hat er einen schweren Stand. Auch die schönen Schauspielerinnen erinnern sich kaum oder nur allzu schlecht an den Regisseur, der «so komplizierte deutsche Filme» macht. Eine wühlt in ihrem Gedächtnis, sucht den Titel seines letzten Werks, um sodann unschuldig-maliziös anzufügen: «Aber danach hast du nichts mehr gemacht.» Mit dem Satz stösst die Frau in seine tiefste Wunde, denn Seliger ist zum «Filmenichtmacher» mutiert, weil seine Eigenwilligkeit nicht gefragt ist, wo sich alles immer mehr nur noch um Glamour und Quoten dreht: Zustände, wie sie in Deutschland, wo Dani Levy seit nunmehr drei Jahrzehnten lebt, noch stärker zu spüren sind als in seinem Geburtsland Schweiz.
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2010-09-02 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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