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Sennhausers Filmblog: AU FOND DES BOIS von Benoit Jacquot Von Michael S
Da mokiert sich unsereins immer mal wieder über die braven Eröffnungsfilme der Festivals, jene massengängigen Vehikel, die auch den Sponsoren und den anwesenden Politikern zu gefallen haben, und dann dies! Olivier Père, der neue künstlerische Leiter des Festivals von Locarno, hat schon mal die Krallen ausgefahren und einen Eröffnungsfilm programmiert, der manche ratlos, viele verägert und einige wohl auch empört haben dürfte. Dabei ist Benoit Jacquots AU FOND DES BOIS ein Film in einer langen Tradition. Es ist eine Adoleszenz-Fantasie, eine männliche Projektion auf das Erwachen weiblicher Sexualität, eine Rotkäppchengeschichte. Das Rotkäppchen in diesem Film trägt allerdings vorzugsweise unschuldiges Weiss, wird gespielt von der aparten Isild le Besco, und sie wird von ihrem Ver- oder Entführer immer wieder vergewaltigt, ohne dass die Kamera sich zurückziehen würde. http://sennhausersfilmblog.ch
2010-08-05 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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