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Sennhausers Filmblog: LUNG BOONMEE RALUEK CHAT von Apichatpong Weerasethakul
Die meisten Kinogänger sehnen sich Zeit ihres Lebens nach der Magie, welche die ersten Kinobesuche in uns ausgelöst hatten, die kindliche Freude über das unbekannte Abenteuer, das einem hinter der Leinwand erwartete. Eine Ahnung davon überkommt uns jedesmal, wenn im Saal das Licht ausgeht, kurz bevor die ersten Projektorstrahlen auf die Leinwand fallen, in jenem Moment, da noch alles möglich ist, der Film nur ein Versprechen und eine Hoffnung.
Apichatpong Weerasethakul hält nicht nur diese Hoffnung am Leben, den ganzen Film hindurch. Er gibt uns das Staunen zurück, die Freude über das Seltsame, das Wunderbare, das liebevoll abgründige alles-ist-möglich. Das hat damit zu tun, dass uns seine thailändische Mythologie exotisch anhaucht. Vor allem aber damit, dass diese Welt, die er zeigt nicht zerrissen ist. Der Geist der Ehefrau ist pure Liebe, der Monkey-Ghost keine Schreckensfigur, sondern ein Gast aus der unbekannten Nachbarschaft.
Und ganz nebenbei ist Lung Boonmee raluek chat einer der friedlichsten, hoffnungs- und liebevollsten Filme über das Sterben, die ich je gesehen habe. http://sennhausersfilmblog.ch
2010-05-24 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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