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cover80/encerclement.jpg L'ENCERCLEMENT von Richard Brouillette
1989 wurde mit dem Fall der Mauer und dem Niedergang der kommunistischen Staaten auch das Ende der Geschichte eingeläutet: Von nun an sollte es nur noch den globalen Kapitalismus geben, der in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eindringen sollte. Ignacio Ramonet hat 1995 in einem Artikel im Monde Diplomatique dafür den Begriff der "Pensée unique".
Die simplen Dogmen des Neoliberalismus sind bekannt: Deregulierung, Reduzierung der Staatsmacht, Privatisierung, lieber Begrenzung der Inflation als Bekämpfung von Arbeitslosigkeit usw. Mit anderen Worten: Die Politik soll sich aus der Wirtschaft heraushalten und diese der Finanzwelt überlassen. Dass diese Dogmen sich immer mehr in unserem Bewusstsein verankern, verdankt sich dem umfassenden Propagandanetzwerk, über das sie verbreitet werden.
Anhand von Reflexionen und Analysen verschiedener renommierter Intellektuellerzeichnet der Dokumentarflm L'ENCERLEMENT ein Bild der neoliberalen Ideologie und untersucht die Mechanismen, mittels derer sie der Welt ihr Diktat aufzwingt.
Der Film hatte ein grosses Echo in Nyon. Die Saal war zweimal ganz voll mit Zuschauern, die sich zweieinhalb Stunden mit einer doch sehr komplexen Materie befassen wollen. Der Film trifft heute, inmitten der Finanz- und Wirtschaftskrise, auf ein aktuelles Befürfnis, über Ursachen und Alternativen nachzudenken.
Grosser Preis Visions du Réel Nyon 2009 und erste DVD herausgegeben von artfilm.ch
2009-12-01 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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