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images/t/tulpan01.jpg TULPAN von Sergei Dvortsevoy ab 28. Mai im Kino
Abstehende Ohren können ein Riesenproblem sein, wenn man nicht gerade Prince Charles ist. Als der Matrose Bulat zur Familie seiner Schwester in die kasachische Steppe kommt, will er Schafhirte werden. Und dazu braucht er eine Frau. Aber die schüchterne Tulpan, die ihn sofort bezaubert, findet seine Ohren völlig unakzeptabel. Verzweifelt will Bulat sich erhängen, aber selbst das ist nicht einfach in der baumlosen Weite. So nimmt der tolpatschige junge Mann den Kampf auf: mit seinen Ohren, mit dem Unmut seines Schwagers und mit den Schafen, die plötzlich alle ihre Lämmer zur Welt bringen…
Dvortsevoy begeisterte Nyon mit seinen Dokumentarfilmen und dieses Jahr mit einem Atelier. Hier wechselt er aus moralischen Gründen, wie er sagt, die Seite zum Spielfilm, bleibt sich aber treu. Der Film lässt sich auf das Leben in der Steppe ein, nur dass jetzt Schauspieler vor der Kamera stehen. Aber auch ein Schauspieler kann nicht nur spielen, wenn er als Hebamme bei der Geburt eines Lammes assisistiert. Diese Szene, die knapp 10 Minuten dauerte, war so beeindruckend, dass Dvortsevoy sie nicht schneiden wollte - also hat er das Drehbuch umgeschrieben, um ihr den nötigen Platz zu geben.
2009-05-28 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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