De En Fr It
iPhone Classic

images/f/forteresse04.jpg Filmsprung: LA FORTERESSE von Fernand Melgar
Durch die nüchterne Betrachtung überlässt der Regisseur das Urteil fast ganz dem Publikum. Melgar verzichtet zwar auf Manipulation durch Musik oder Interviews, aber die (bewusste oder unbewusste) Entscheidung, den Film im Winter zu drehen, beeinflusst die Wahrnehmung trotzdem. Der dichte Nebel verstärkt den Eindruck von Isolation und Trostlosigkeit. Darüber täuscht auch eine in den Schnee gezeichnete, lachende Figur nicht weg. Die Sonne scheint für diese Asyl Suchenden offensichtlich nicht. Wie auf den Film reagiert wird, hängt ganz bestimmt von der eigenen Einstellung hinsichtlich der «Asylfrage» ab. Der offene Blick von Melgar lässt auf jeden Fall alle möglichen Herangehensweise zu: Ärger über die vermutlich lügende Roma-Mutter, Kopfschütteln über die kühle Beurteilung der erzählten Geschichten, Mitleid mit dem verzweifelten Armenier. Zur Erweiterung des eigenen Horizonts ist der Dokumentarfilm unabhängig von der persönlichen politischen Einstellung auf jeden Fall zu empfehlen. http://www.filmsprung.ch
2009-02-08 Permalink Tweet Weiterempfehlen

Kommentar hinzufügen
Neue Kommentare