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Schweizer Filme in Locarno Dienstag 8. August (Schweizer Tag)
9h00 FEVI Compétition internationale
DAS FRÄULEIN de Andrea Staka
2002 war Andrea Staka zu Gast in Locarno in der Reihe Leoparden von morgen. Nun kehrt sie mit ihrem ersten Langspielfilm zurück. DAS FRÄULEIN beschreibt mit selten gesehener Einfühlsamkeit die komplexe Situation der Menschen aus Ex-Jugoslawien, die sich in Zürich niedergelassen haben – hin- und hergerissen zwischen ihrem Alltag in der Schweiz und ihrer Erinnerung an eine häufig tragische Vergangenheit, von der sie nichts mehr wissen wollen. Mit ihrem Film zeichnet Andrea Staka aber auch ein berührendes Porträt von drei Frauengenerationen und stellt dabei Menschen ins Zentrum, die weit weg von zu Hause wohnen – sei es, weil sie zur Emigration gezwungen waren oder weil sie in der Zwischenzeit ihre Heimat verloren haben.
11h00 La Sala Appellations Suisse
VITUS de Fredi M. Murer
Vitus ist ein Bub wie von einem anderen Stern: Er hört so gut wie eine Fledermaus, spielt wunderbar Klavier und liest schon im Kindergarten den Brockhaus. Kein Wunder, dass seine Eltern eine ehrgeizige Karriere wittern: Vitus soll Pianist werden. Doch das kleine Genie bastelt lieber in der Schreinerei seines eigenwilligen Grossvaters (Bruno Ganz), träumt vom Fliegen und einer normalen Jugend. Schliesslich nimmt Vitus mit einem dramatischen Sprung sein Leben in die eigene Hand…
(Vollmond, Höhenfeuer)
14h00 La Sala Léopards de demain Compétition Suisse 2
BECKENRAND de Michael Koch
JULES-AIMÉ PÉCLARD, DISTILLATEUR D'ESPRIT DE CLOCHER de Grégoire Mayor (A table / A l'arrière)
COUPÉ COURT de Hugo Veludo
FEDERER ET MOI de Robin Hersch
NOUVEL ORDRE de Ausonio Tavares de Sousa, Gregory Bindschedler, Jean-Daniel Schneider
THE YELLOW WALLPAPER de Andrea Oki
16h15 La Sala Cinéastes du Présent
LA TRADUCTRICE de Elena Hazanov
Ira, eine junge Russin, die ihr Heimatland nicht wirklich kennt, lebt in Genf. Sie wird als Übersetzerin eines Anwalts angestellt, der einen mutmasslichen Drahtzieher der russischen Mafia verteidigt. Bald verfällt die junge Frau diesem mächtigen und gebildeten Mann, der scheinbar ihre Gedanken zu lesen vermag. Der mutmassliche Mafiaboss benutzt sie für seine Zwecke und führt sie in eine unbekannte und gefährliche Welt. Als die Frau sich dessen bewusst wird, ist es schon zu spät – versteckt sich die Gefahr doch dort, wo man sie am wenigsten erwartet. LA TRADUCTRICE ist der zweite Langspielfilm der Genfer Regisseurin Elena Hazanov, die 2001 im Videowettbewerb OTHELLO, LA TRAGEDIE ET SA FARCE präsentierte und im selben Jahr in den Leoparden von morgen INT. HOTEL NUIT.
18h30 L'altra Sala Semaine de la Critique
ZEIT DES ABSCHIEDS de Mehdi Sahebi
"So, ich bin bereit zu sterben, ich habe alles unterschrieben. Geht's weiter?" fragt Giuseppe Tommasi etwas schelmisch. Der schwerkranke "Giusi", der unaufhaltsam vom Krebs zerfressen wird, weiss aber, dass es nicht allzu lange weiter gehen wird. Wenn die medizinische Prognose schon keine Hoffnung lässt, dann soll zumindest ein Weg gefunden werden, der restlichen Zeit einen Sinn abzutrotzen, Bilanz zu ziehen, Erklärungen zu suchen und vielleicht zu finden. Und der Film des befreundeten Regisseur Mehdi Sahebi soll mit dazu beitragen, einen würdevollen Abschiedsbrief zu formulieren.
14h00 Forum
Présentation DVD Cinéma suisse de demain.
Masterclass avec l'actrice Marthe Keller
21h30 Piazza Grande
JEU de Georges Schwizgebel (court-métrage)
In einer Abfolge von animierten Tableaus wird von einem Detail ausgegangen, um dann das vollständige Bild zu enthüllen, das sich wiederum lediglich als Fragment eines anderen Gemäldes entpuppt – und so weiter. Der neue Animationsfilm von Georges Schwizgebel besteht aus Bildern, die sich ständig verändern: Liegt der Fokus zu Beginn auf dem Publikum, wandert er dann zum Orchester und weiter zum Dirigenten, um schliesslich beim Solisten anzukommen – einem Pianisten, der ein Konzert von Sergei Prokofiew spielt. (Les peintures animées de Georges Schwizgebel)
MON FRERE DE MARIE de Jean-Stéphane Bron
In dieser Komödie mit Aurore Clément, Jean-Luc Bideau und Cyril Troley werden die vertrackten Beziehungen zwischen den Mitgliedern der Familie Depierraz am Vorabend der Hochzeit des Adoptivsohns aufs Korn genommen. Jean-Stéphane Bron ist nicht zum ersten Mal Gast auf der Piazza Grande – wir erinnern an seinen Erfolg aus dem Jahr 2003, MAIS IM BUNDESHUUS, einem Doku-Thriller über die Mechanismen der Schweizer Demokratie.
22h00 Rialto 1 Appellations Suisse
FRAGILE de Laurent Nègre
Die Geschwister Sam und Catherine verstehen sich schlecht und vermeiden bewusst den Kontakt, bis sich ihre kranke Mutter (Marthe Keller) das Leben nimmt. Dieses Drama verlangt von Catherine und Sam, mit dem Schmerz umzugehen, und sie finden wieder zueinander.
2006-08-07 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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