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images/t/tell01.jpg NZZ: Tell, ein Trauerspiel
Natürlich ist TELL von Mike Eschmann nicht nur schlecht. Er ist, zwischendurch, fast schon unglaublich schlecht, bar jeglichen Gefühls für filmische Inszenierung. Nun steht nirgends geschrieben, dass der Mensch nicht schlechte Filme machen dürfe. Er darf so viele schlechte Filme machen, wie sein Talent und seine Geldgeber ihm erlauben. Es gibt nur eines im Zusammenhang mit schlechten Filmen: Sie sollten nicht auch noch von der öffentlichen Hand gefördert werden.
Schweizer Film und Schweizer Landwirtschaft mögen einige Gemeinsamkeiten besitzen, deren wichtigste es ist, dass ihre Pflänzchen nur dank Subventionen überhaupt spriessen. Dennoch ist es nicht vorstellbar, dass der Bauer mit den kläglichsten Runkelrüben noch extra subventioniert würde.
Anders beim Film. Hier weist die derzeit geltende Doktrin derlei Produkten sogar noch die Funktion von «Lokomotiven» zu, die, bildlich gesprochen, den Karren mit dem ganzen Rest aus dem Dreck zu ziehen hätten. (Christoph Egger) http://www.nzz.ch
2007-09-29 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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