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images/j/jackanddiane01.jpg Kino-Zeit: JACK AND DIANE
Wie schon in seinem ersten Film THE EXPLODING GIRL nutzt Bradley Rust Gray in JACK AND DIANE wieder ein paar blutige und übertriebene Metaphern, um sich dem Thema der ersten Liebe und vor allem der damit verbundenen Angst zu nähern. Subtil und in sich gekehrt ist eben nicht sein Ding. Lieber packt er die inneren Ängste am Schopfe und lässt sie, wie hier, als haarige, sabbernde und überaus ekelhafte lesbische Werwolfmonster auferstehen und ihr Werk vollziehen. So schwankt der Film zwischen Szenen, in denen die beiden ganz unaufgeregt sich selbst und die andere erfahren und alptraumhaften Sequenzen à la David Cronenberg, die auf die alles verschlingende Angst vor Zurückweisung und dem Verlassenwerden hinweisen, die buchstäblich in den Eingeweiden heranwächst.
Der Film ist einerseits so überladen mit Klischees - allein die offensichtliche Einteilung der beiden Hauptfiguren in die alten Klassen von femme und butch ist so dermaßen überholt, dass einige Zuschauer genervt mit den Augen rollten - andererseits hat er so echte und tiefgründige Momente, dass man gar nicht weiß, was man mit diesem Werk anfangen soll.
Doch genau dieses permanente Schwanken und das Befremden ist Absicht. Die Frage ist nur, ob man sich darauf einlassen will, dass der Film sich immer wieder als Produkt präsentiert, dass ein gänzliches Einsinken in die Erzählung nicht erlauben mag. http://www.kino-zeit.de
2012-08-10 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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