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images/s/somebodyuptherelikesme01.jpg Sennhausers Filmblog: SOMEBODY UP THERE LIKES ME
Lakonie kann etwas Tröstliches haben, die Groteske ringt dem Horror des Alltags ein Lachen ab. Aber bei diesem Film ist die Unbeteiligtheit der Figuren an ihrem eigenen Leben eher erschreckend. SOMEBODY UP THERE LIKES ME könnte sich dieser Max durchaus sagen. Schliesslich fällt ihm, der keine Ahnung hat, was er will, und noch viel weniger, was er nicht will, sozusagen alles in den Schoss. Alterslos hängt er durch sein Leben, eine Ehe mit Sohn und Sex mit dem Kindermädchen, er wird reich durch die Heirat, arm durch die Scheidung und wieder reich durch Zufall und Ahnungslosigkeit.
Im Vergleich zur Leere der kalifornischen Bimbos in STARLET ist die Leere der Figuren dieses Films eher eine Art Ennui, eine dekadente Unterforderung durch das Leben. Insofern könnten die meisten der gut inszenierten und geschriebenen Szenen durchaus einen Nachhall haben – wenn der Film zugleich auch nur eine Spur von Herz aufzuweisen hätte. Die Lakonie und Ergebenheit der Protagonisten erinnert an Aki Kaurimäki. Aber ihre Gefühlslosigkeit macht sie zu Playmobil-Zombies.
http://sennhausersfilmblog.ch
2012-08-09 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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