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images/a/amour01.jpg kino-zeit.de: LIEBE
Zwei Stunden dauert Michael Hanekes neuer Film LIEBE - und allein wegen des Themas sowie der prinzipiell realistischen Herangehensweise drängt sich ein wenig der Vergleich zu Andreas Dresens Film HALT AUF FREIER STRECKE auf, der im letzten Jahr an der Croisette zu sehen war. Trotz des bitteren Themas aber ist LIEBE - und das ist das vielleicht wirklich Neue - ein sehr zärtlicher und liebevoller Film geworden, der ganz nahe an seine Personen herangeht, ohne ihnen ihre Würde zu nehmen. Die aus der Situation folgenden Konflikte sind schlaglichtartig gesetzt und überdecken nicht die Titel gebende Liebe zwischen Georges und Anne, die sich nach vielen guten Zeiten ("Es ist schön, das Leben", sagt Anne an einer Stelle, als sie beim Durchblättern eines Fotoalbums Stationen ihres Lebens Revue passieren lässt) nun auch an schlechten Tagen bewähren muss.
Getragen wird Liebe von zwei Darstellern, die Unglaubliches leisten - vor allem Emmanuelle Riva, die ihr alle Stufen des Verfalls zu durchlaufen scheint, ist unfassbar gut, da sie Jean-Louis Trintignant ein Gegenüber bietet, an dem er sich abarbeiten muss.
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2012-05-25 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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