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Tages-Anzeiger: Vom Klassenkampf zum Krieg der Sterne
New Hollywood und Schweizer Filmrebellen: 1968 machten sich die jungen Wilden daran, Opas Kino zu entsorgen.New Hollywood startete im Kino Rex an der Zürcher Bahnhofstrasse. Vor genau vierzig Jahren lockte hier ein Film mit einem Slogan, der die zerstörerische Romantik seines Heldenpärchens brutal sexy auf den Punkt brachte: «Sie sind jung ... sie sind verliebt ... und sie töten!» Die beiden verführerischen Outlaws wurden gespielt von Warren Beatty und Faye Dunaway, der Film hiess BONNIE & CLYDE und war freigegeben ab 18 Jahren, wie damals üblich. (...)
Das Schweizer Kino sei tot, polterte Franz Schnyder im Jahr 1968, nach der Premiere seines letzten Films DIE 6 KUMMERBUBEN. Tot? Seit einigen Jahren war eine junge Generation von Quereinsteigern und Autodidakten dabei, das altväterliche Heimatkino gründlich zu entrümpeln. Beim Fernsehen nannte man sie abschätzig «Jung-Fellinis», ihre bürgerlichen Namen waren Fredi M. Murer, Markus Imhoof oder Clemens Klopfenstein, auch «Bonsai-Leone» genannt. Klopfenstein landete im Mai 1968 mit sieben weiteren jungen «Filmrebellen» gar auf dem Cover der «Schweizer Illustrierten». http://www.tagesanzeiger.ch
2008-02-23 Permalink Tweet Weiterempfehlen

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