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Nachrichten Februar 2012

La Liberté: COEUR AU VENTRE - Un film d’une douceur percutante. 2012-02-29 (Französisch)

TIENS TOI BIEN de Olivier Sillig le 28 février 2012 2012-02-28 (Französisch)

DE LA CUISINE AU PARLEMENT de Stéphane Goël sur TSR2 2012-02-26 (Französisch)

cover80/delacuisineauparlement.jpg DE LA CUISINE AU PARLEMENT (Kinder, Küche, Politik) von Stéphane Goël
Die Schweiz war eines der letzten Länder der Welt, die das Frauenstimm- und Wahlrecht eingeführt hat. Der Film führt durch ein Jahrhundert Schweizer Geschichte, auf den Spuren von Frauen, die dafür gekämpft haben, den Herd verlassen zu können – und von Männern, die alles versucht haben, um sie dorthin zurückzuschicken – bis zur Erreichung einer gesetzlichen Gleichstellung, deren Umsetzung auch heute noch oft fraglich erscheint.
2012-02-25 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Schweizer Filmpreis Quartz 2012 Nominees Show
Wer gewinnt den Schweizer Filmpreis Quartz 2011. Die nominierten Filme werden am 25./26. Februar in Zürich (Riff Raff) und in Lausanne gezeigt.
25.2. 09h00 RiffRaff3 DER VERDINGBUB
25.2. 09h15 RiffRaff4 THE SUBSTANCE
25.2. 11h15 RiffRaff3 SILBERWALD
25.2. 11h30 RiffRaff4 BALKAN MELODIE
25.2. 13h15 RiffRaff3 ABRIR PUERTAS Y VENTANAS
25.2. 13h30 RiffRaff4 MARY & JOHNNY
25.2. 15h15 RiffRaff3 HELL
25.2. 15h30 RiffRaff4 MESSIES, EIN SCHÖNES CHAOS
26.2. 10h00 RiffRaff1 DAY IS DONE
26.2. 10h15 RiffRaff3 SUMMER GAMES - GIOCHI D'ESTATE
26.2. 10h30 RiffRaff4 VOL SPECIAl
26.2. 12h15 RiffRaff3 EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
26.2. 12h30 RiffRaff3 Nominierte Kurzfilme http://www.riffraff.ch
2012-02-25 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Limmatverlag für Buchpreisbindung
Unsere ersten Bücher des Frühjahrs sind erschienen, und wir möchten die Gelegenheit nutzen, Ihnen nicht nur die neuen Titel vorzustellen, sondern auch für ein JA bei der Buchpreisbindung zu werben. Was immer die meisten Medien (bei denen ein fester Preis aufgedruckt ist notabene) und vereinzelte Branchenvertreter auch schreiben: Wir machen schon jetzt die Erfahrung, dass unsere etwas spezielleren Bücher ohne Massenmmarkt in vielen Buchhandlungen verteuert werden. Die Subvention des Bestsellers durch die anderen Bücher hat also bereits eingesetzt.
«Einst habe ich mich unbedacht für die Aufhebung der Buchpreisbindung stark
gemacht. Das war ein schrecklicher Fehler. Die britische Buchindustrie hat sich damit
ganz den Massenvermarktern ausgeliefert und dem bedrängten unabhängigen Buchhandel
den Todesstoss versetzt.» John Le Carré
http://www.limmatverlag.ch
2012-02-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Suisseculture sagt ja zur Buchpreisbindung
In der Schweiz herrscht noch eine erfreuliche literarische Vielfalt. Dies ist zu einem gewichtigen Teil der Buchpreisbindung zu verdanken. ie ermöglicht den Verlagen die Herausgabe von Büchern wenig bekannter und junger Autorinnen und Autoren dank einer Quersubventionierung von Erträgen aus gut laufenden Titeln. Aber auch die Konsumentinnen und Konsumenten profitieren davon: Das Angebot ist reichhaltiger, die Bücher sind im Durchschnitt nicht teurer als ohne Buchpreisbindung. Die Lebensgrundlage von Schriftstellerinnen und Schriftstellern setzen sich zusammen aus Einnahmen von Buchverkäufen und Nebenrechten, von Lesungen, Beiträgen der öffentlichen Hand und von Stiftungen, sowie Einnahmen aus der kollektiven Verwertung der Urheberrechte. Fällt eine dieser Einnahmen weg, ist die literarische Vielfalt gefährdet. http://www.suisseculture.ch
2012-02-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Semaine du cinéma suisse à Montpellier du 24 au 28 février 2012-02-24 (Französisch)

cover80/impassedudesir.jpg IMPASSE DU DESIR von Michel Rodde
Robert Block, ein angesehener Psychiater, entdeckt, dass ihn seine junge Frau Carole betrügt. Diese Tatsache wirft ihn völlig aus der Bahn. Seine Eifersucht hindert ihn, sich auf seine Patienten zu konzentrieren; bis Léo Debond, ein psychotischer und depressiver Single, bei ihm Hilfe sucht. Robert begegnet ihm mit einer Mischung aus Mitgefühl und heimlicher Verachtung. Als Carole ihn verlassen will, nützt er das Vertrauen und die Abhängigkeit seines Patienten raffiniert aus und macht ihn zum Handlanger für einen mörderischen Plan, der seinem Schmerz ein Ende bereiten soll.
2012-02-22 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/w/wissenvomheilen01.jpg DAS WISSEN VOM HEILEN von Franz Reichle auf VOD
Der erste umfassende Film über tibetische Medizin, einem der höchstentwickelten Medizinsysteme. Die Arzneien dieser ganzheitlichen Medizin bestehen aus Kräutern, Wurzeln, Mineralien und anderem. Heilerfolge werden bei chronischen Krankheiten erzielt, die mit der westlichen Medizin kaum geheilt werden können. In Dharamsala, im nordindischen Vorhimalaja, dem Sitz der tibetischen Exilregierung, führt uns Dr. Tenzin Choedrak, Leibarzt des Dalai Lama, in die Lehre der tibetischen Medizin ein. S. H. Tenzin Gyatso, der XIV. Dalai Lama, erläutert uns die Bedeutung unserer Gesundheit. In Ulan-Ude und den burjatischen Steppen beobachten wir die Langzeitbehandlung von Schwerkranken durch den tibetischen Arzt Chimit-Dorzhi Dugarov.
2012-02-22 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/fruehlingimherbst.jpg FRÜHLING IM HERBST von Petra Volpe
Seit Jahr und Tag steht Leni Glanzmann jeden Morgen um vier Uhr in der Backstube und produziert Brot. Dann platzt der argentinische Tanzlehrer Toni Alvarez in ihr Leben. Um die Verlobung ihres Gottenkindes Melanie zu retten, muss Leni Toni fuer eine Nacht bei sich aufnehmen. Aber eigentlich braucht Toni fuer die gesamte Dauer seines Schweizer Aufenthaltes ein Zimmer.
2012-02-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/e/enfantdenhaut01.jpg SonntagsZeitung: Beim Publikum ganz vorne
Mit SISTER geht Ursula Meier konsequent ihren Weg weiter, mit dem sie auch international reüssiert. Und das nicht etwa losgelöst vom Publikum: HOME war auch in den Schweizer Kinos ein Erfolg, der sich nun beim Kinostart im April wiederholen könnte. Zeichen dafür gab es an der Berlinale: SISTER konnte in zahlreiche Länder verkauft werden. Und die Publikumsjury einer grossen Berliner Zeitung erkor den Film zu den drei besten des Festivals. http://www.sonntagszeitung.ch
2012-02-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/guerresansimages.jpg GUERRE SANS IMAGES von Mohammed Soudani
Nach dreissig Jahren Abwesenheit kehrt der algerische Filmemacher in Begleitung des Fotografen Michael von Graffenried, der schon lange die von Politik, Korruption und Terrorismus tief aufgerissenen Wunden Algeriens dokumentiert, in seine Heimat zurück. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach den auf Graffenrieds Bildern abgelichteten Personen, um herauszufinden, was aus ihnen geworden ist.
2012-02-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/w/wiesenberger01.jpg Der Schweizer Bauer: DIE WIESENBERGER - Erfolgsgeschichte eines Jodlerklubs
Der Film holt die Jodler auf ihren Höfen im kleinen Nidwaldner Dorf oberhalb von Dallenwil ab und zeigt auch ihren Alltag. Seit 20 Jahren üben die Wiesenberger einmal pro Woche in einer Kapelle. Zur Probe bringen sie Melodien aus dem Leben mit: Inspiriert vom Bergpanorama etwa, oder auch von der Trauer über den Tod der Ehefrau. Die Filmemacher Bernhard Weber und Martin Schilt begleiteten den Jodlerklub rund zwei Jahre. Sie bringen das Vereinsleben ohne Distanz auf die Leinwand. Die Männer wirken so echt wie ihre Melodien. Der Film zeigt geschickt Vereinsleben und Lebensansichten der Jodler, ohne zu kommentieren. http://www.schweizerbauer.ch
2012-02-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

imagesHR/u/ursulameierberlinale2012.jpg L'ENFANT D'EN HAUT gewinnt Silbernen Bären in Berlin
Seit Jahren ist der Schweizer Film erstmals wieder im Wettbewerb vertreten und gewinnt gleich noch einen Preis: Jury-Präsident Mike Leigh bemerkte, dass es manchmal soviel gute Filme gibt, dass einer es nicht in die vorgegebene Preisliste schafft. Die Jury vergab deshalb ausnahmsweise einen Special Award Silber Bear für L'ENFANT D'EN HAUT. Ursula Meier, die zuerst für eine Special Mention auf die Bühne kam, war sichtlich überrascht. Wir gratulieren herzlich und wünschen dem Film vielen Erfolg jetzt beim Publikum http://www.berlinale.de
2012-02-18 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

ADIEU A TOUT CELA de Emmanuel Parraud 2012-02-17 (Französisch)

cover80/richterundseinhenkerbluray.jpg DER RICHTER UND SEIN HENKER (Bluray) von Maximilian Schell
Dem alten und schwer kranken Schweizer Kommissar Hans Bärlach bleibt nicht mehr viel Zeit, um eine dreissig Jahre zurückliegende Wette zum Abschluss zu bringen. Sein Gegenspieler Richard Gastmann behauptete einst, in Anwesenheit Bärlachs ein Verbrechen begehen zu können, ohne dass dieser ihm die Tat beweisen könnte und stiess bei einem gemeinsamen Aufenthalt in Istanbul die gemeinsame Freundin Nadine von einer Brücke in den Tod.
2012-02-17 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Eldorado - Exposition vente du Bureau Culturel de Lausanne 2012-02-16 (Französisch)

Librairie Basta: Oui à la loi sur le prix unique du livre 2012-02-15 (Französisch)

images/h/hivernomade01.jpg slashCam: Mit der EX3 durch Eis und Schnee
Geschlafen wird draußen -- bei Regen oder Schnee unter einfachen Zeltdächern --, von gelegentlichen Einladungen zum Abendbrot bei befreundeten Bauern ist für die Schäfer ein offenes Feuer Wärme- und Kochstation zugleich. Als ein an alle zivilisatorischen Gemütlichkeiten gewöhnter Zuschauer kann man anfangs kaum glauben, daß so etwas mitten im Winter möglich ist. http://www.slashcam.de
2012-02-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Hollywood Reporter: WINTER NOMADS Berlin Film Review 2012-02-15 (Englisch)

Versus: Hereux celui qui voit sans croire 2012-02-15 (Französisch)

Le Courrier: La Suisse d’en bas au Festival de Berlin 2012-02-15 (Französisch)

Variety: SISTER (L'ENFANT D'EN HAUT) 2012-02-14 (Englisch)

Variety: WINTER NOMADS (HIVER NOMADE) 2012-02-14 (Englisch)

byronic: My second day at the Berlinale 2012-02-14 (Englisch)

images/h/hivernomade01.jpg Tina & Steve: HIVER NOMADE
Besonders spannend in HIVER NOMADE war für mich das Verhältnis zwischen der jungen Carole und dem alten Schäfer Pascal, der seit 37 Jahren Schafherden betreut. Beides sehr willensstarke Charaktere. Carol will ihre eigenen Erfahrungen machen und macht auch mehr als einmal deutlich, dass sie Pascal nicht immer zuhören mag. Erfahrungen machen, heißt auch Fehler machen dürfen und diese Fehler sieht Pascal gar nicht gerne. Er will verständlicherweise keinen Fehler, wenn 800 Schafe, drei Packesel und drei Hunde eine Straße in einer unübersichtlichen Kurve überqueren. http://tinaundsteve.blogspot.com
2012-02-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

TSR: HIVER NOMADE ouvre la section Forum du festival 2012-02-14 (Französisch)

Greek Reporter: Film of Swiss Director Olivier Zuchuat Features Greek Island of Makronissos 2012-02-14 (Englisch)

images/e/enfantdenhaut01.jpg Ein Film über kein Kind: Ursula Meiers L'ENFANT D'EN HAUT
Inszenatorisch waltet in Meiers drittem Langspielfilm das maßvolle bis gemäßigte Idiom des Arthouse. Nicht zu nah dran und nicht zu weit entfernt will die Kadrage sein, ein bisschen elliptisch und roh - aber nicht zu sehr - der Schnitt. Zum Gebirge und seiner touristischen Bebauung findet die Kamera indes ein pointierteres Verhältnis. Die "Magie des Pulverschnees", wie Simon an einer Stelle den Werbeprospekt nachsagt, und alles landschaftlich Photogene wird in den Bildhintergrund verbannt, der Wintersport kehrt uns seine maschinell-industrielle Unterseite zu: Lastgondeln, Großküchen, Mülltonnen. Simons klandestine Wege und Besorgungen führen ihn an den Saum des Wintersportgebiets - eine grauschlierige Unschärfezone, wo der weiße Schnee in Beton übergeht.
Zur Halbzeit offenbart L'ENFANT D'EN HAUT ein kleines Geheimnis, das die Koordinaten des Films überraschend verrückt. Man kann das einen billigen Trick schelten, in Wirklichkeit radikalisiert er das, was sich als recht handelsübliches Arthouse-Szenario anließ, in Richtung einer grundsätzlicheren Infragestellung - oder doch zumindest: einer Befragung - des Familiären, die man dem Film bis dahin nicht zugetraut hätte.
http://www.perlentaucher.de
2012-02-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

starnews.be: Léa Seydoux en 2e semaine à la Berlinale dans L'ENFANT D'EN HAUT 2012-02-14 (Französisch)

cover80/manipulation.jpg kino-zeit: MANIPULATION: Gut böse
MANIPULATION, vom Schweizer Regisseur Pascal Verdosci, lebt von seiner Agentenstory aus dem Kalten Krieg und besonders von seinen Hauptdarstellern Brandauer und Koch, die hier erstmals gemeinsam in einem Film agieren. Besonders Rappolds Entwicklung ist faszinierend zu beobachten. Er ist ein Mann, der von seinem Glauben an die Demokratie und den Rechtsstaat abfällt. Anfänglich glaubt er, er könne Kommunisten förmlich riechen, dann stellt der Fall Harry Wind sein ganzes Wertesystem auf den Kopf. Plötzlich ist gut böse und böse gut. Warum? Rappold hat die Informationen, die er von höchster Stelle zugetragen bekam, nicht überprüft. Er hat dem System vertraut und muss feststellen, dass das falsch war. Am Ende seines Arbeitslebens muss er erkennen, dass es sinnlos war. http://www.kino-zeit.de
2012-02-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/k/kindervomnapf01.jpg kino-zeit.de: DIE KINDER VOM NAPF
Die überschaubare Welt der Kinder vom Napf, wohin die Reportage die Kinder aus der kalten Großstadt versetzt, scheint wie aus der Sagenwelt von Rübezahl und Schatzkegelspiel. Eine Märchenwelt ist es wohl auch, die Schmid für sich konstruiert und das Kinderpublikum, dem das Leben hoch droben als lockendes Dorf-Idyll dargestellt werden soll. "Gut gemacht, Lenzi", lobt eine der unbedarften Kinderprotagonisten ihre Lieblingskuh, zu deren Füßen zwei neugeborene Kälbchen liegen. "Sie hat wieder Zwillinge bekommen. Ich hatte Recht!" Ein festlicher Laternenumzug leitet die Kamera zur Kirche, wo ein Chor vor versammelter Gemeinde "Stille Nacht, heilige Nacht" singt. Kirchenmusik untermalt, wie sich die Kinder am Feuer wärmen. Und an Glaube und Tradition, für die Schmids anheimelnde Bilder zuerst subtil und dann immer deutlicher bis zum Plakativen werben. http://www.kino-zeit.de
2012-02-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/e/enfantdenhaut01.jpg kino-zeit.de: SISTER (L'ENFANT D'EN HAUT)
SISTER (L'ENFANT D'EN HAUT) ist der neue Film der Schweizer Regisseurin Ursula Meier, die vor zwei Jahren mit Home - damals mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle - einen unerwarteten Arthouse-Hit landete. Meier verlässt mit SISTER das Terrain der in HOME fast schon surrealen Ausgangslange zu Gunsten eines glasklaren und ungeschönten Realismus. Schon von den ersten Szenen an erinnert ihr Film daher stark an das Kino der belgischen Dardennes-Brüder. Meiers Regiestil ist zwar weniger streng mit gewollten stilistischen Grenzen versehen, doch die Ähnlichkeiten - gerade zu DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD (LE GAMIN AU VELO) - sind nicht von der Hand zu weisen. Auch Meier folgt ihrem Protagonisten auf Schritt und Tritt. Manchmal heftet sich die Kamera an Simons Schulter und blickt mitfühlend und zuneigungsvoll auf den schweren Alltag einer verlorenen Jugend.
Der Film ist handwerklich äußerst überzeugend umgesetzt und verfügt mit seinem jungen Hauptdarsteller über ein ganz besonderes Kinojuwel. Sein zartes Gesicht und seine zerbrechliche Gestalt stehen ständig im krassen Gegensatz zu seinem erwachsen Verhalten, das von einem unbändigen Willen zeugt, sich mit einem harten Leben zu arrangieren. Mit Rückschlägen ist zu rechnen. Und wenn in einer großartigen Szene das Drehbuch seine zweite Ebene offenbart, erhält dieses Schicksal eine glaubwürdige und nachvollziehbare Vergangenheit. Das in diesem kritischen Moment Meiers Film nicht zerbricht, ist vielleicht seine größte Kunst.
SISTER ist auf der Berlinale neben Petzolds BARBARA und Mendozas CAPTIVE der dritte heiße Favorit auf einen Bären. http://kino-zeit.de
2012-02-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

news.ch: Deutscher Schauspielpreis für Berner Stefan Kurt
Der Berner Stefan Kurt und die Deutsche Petra Schmidt-Schaller sind mit dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet worden. Die beiden Darsteller erhielten die Ehrung am Sonntagabend in Berlin. http://www.news.ch
2012-02-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/e/enfantdenhaut01.jpg critic.de: L'enfant d'en haut
Man merkt es schon an der Handlung, Meier kommt immer wieder in die Nähe eines gefühlsduseligen Sozialdramas, in dem stets der Kontrast zwischen Reichen und Armen präsent bleibt. Letztlich rettet L'ENFANT D'EN HAUT aber Meiers Weigerung, sich auf die Klassenunterschiede und auf die melodramatischen Konflikte ganz einzulassen. Sie beobachtet, klagt aber nicht an oder versucht gar ihren einsamen Protagonisten, verkörpert von einem wirklich großartigen Kacey Mottet Klein, mit konstruierten Wendungen auf den richtigen Weg zu bringen.
Meier dreht Arthousedramen, die sich ihrer Schönheit immer voll bewusst sind. Das macht sich am hypnotischen Soundtrack von Gitarrist John Parrish bemerkbar, aber auch an der beeindruckenden Kameraarbeit von Agnès Godard, die ansonsten vor allem für Claire Denis tätig ist. Der Film nimmt sich viel Zeit, mit den Bildern die Atmosphäre seiner seelenlos wirkenden Schauplätze aufzusaugen. Orte, aber auch Zeiten und zwischenmenschliche Beziehungen, alles befindet sich hier im Übergang. Das Skigebiet ist ein Platz, den man passiert, an dem man aber nicht verweilt. Überall Touristen und ausländische Arbeiter, zu hören ist stets ein Sprachengewirr aus Französisch und Englisch. Je mehr man ins Tal vordringt, desto größer werden die braunen Grasstellen zwischen den Schneeflächen. In der Landschaft macht sich der langsame Wechsel von Winter zu Sommer bemerkbar, der auch eine Veränderung für Simon ankündigt.
Meier geht mit ihrem Film keinen radikalen Weg. Im Vergleich zu ihrem Erstling ist L'ENFANT D'EN HAUT haut trotz seines Ästhetizismus stärker einem Realismus verbunden und weniger frei in der Erzählung. Doch gerade in HOME schien diese Freiheit auch ungenutzt zu bleiben, und die skurrile Ausgangsidee stand etwas selbstverliebt im Vordergrund. Gewissermaßen hat Meier jetzt die entsprechende Form gefunden: ein Familiendrama, das sich vor allem durch die Abwesenheit der Familie auszeichnet und stets an den richtigen Stellen offen bleibt. http://www.critic.de
2012-02-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/e/enfantdenhaut01.jpg Berliner Filmfestivals: Dieb mit Engelsgesicht
Ursula Meiers raues Jugenddrama L'ENFANT D'EN HAUT fasziniert – und überrascht mit einer nicht zu erwartenden Wendung, die dem Werk noch einmal eine neue Richtung gibt. Ihr streetsmarter Simon, gespielt vom bezaubernden Kacey Mottet Klein, erobert die Sympathien des Publikums im Sturm, weil er seine arglistige Profession nicht willkürlich einsetzt, sondern schlicht ums Überleben und seinen Platz im Leben kämpft. Ihm zur Seite gibt die junge Französin Léa Seydoux eine von ihrem verwunschenen Leben Getriebene, der der Zuschauer wünscht, sie würde endlich ausbrechen aus ihrer Tristesse und beginnen, Verantwortung zu übernehmen. Nachdem Seydoux schon im Eröffnungsfilm LES ADIEUX DE LA REINE zu sehen war und dort Diana Krüger die Show stahl, könnte die Berlinale der Durchbruch für sie sein – wie auch für Meier, die für ein nicht länger zu übersehende Länderfähnchen südlich der Alpen sorgt. http://berliner-filmfestivals.de
2012-02-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Hollywood Reporter: SISTER (L'ENFANT D'EN HAUT) review 2012-02-14 (Englisch)

arcinfo: Un film suisse à la Berlinale après dix ans de disette 2012-02-14 (Französisch)

Variety: FOSTER BOY (DER VERDINGBUB) a Swiss hit 2012-02-14 (Englisch)

images/e/enfantdenhaut01.jpg TagesWoche: Skier klauen als Geschäftsmodell
L'ENFANT D'EN HAUT, der Film der Schweizer Regisseurin Ursula Meier, überzeugte das Publikum und die Kritiker an der Berlinale vor allem durch den jungen Hauptdarsteller Kacey Mottet Klein.
Im Blick auf die ökonomischen Lebensumstände seines Protagonisten ist Meiers Film bestechend. Reibung erzeugt L'ENFANT D'EN HAUT durch die emotionale Seite der Geschichte: Simon lebt gemeinsam mit seiner jungen Mutter. Sie liebt ihn nicht, gibt sich als seine Schwester aus und trägt nichts zum Unterhalt bei.
Preiswürdig und im Wettbewerb, bislang zumindest, konkurrenzlos ist die Leistung des 13-jährigen Kacey Mottet Klein, der bereits in Meiers Debüt HOME mitspielte und als junger Serge Gainsbourg im französischen Biopic über den Sänger zu sehen war. Kleins ausdrucksstarkes Gesicht, seine Direktheit, vor allem die Art, wie er Posen eines erwachsenen Lebens annimmt, die ihm eigentlich zu groß, tragen den Film. Unten ist keine Zeit für Kindheit. http://www.tageswoche.ch
2012-02-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

DIE SCHWALBE von Mano Khalil sucht 50'000 CHF auf We make it!
Crowdsourcing kommt jetzt auch im Kulturbereich. Seit Sonntag gibt es eine neue Website, wo Kulturschaffende ihre Projekte über Crowdsourcing finanzieren können. Als erste versuchen es die Dschoint Ventschr mit dem Spielfilm DIE SCHWALBE von Mano Khalil (UNSER GARTEN EDEN). Sie haben 90 Tage Zeit, 50'000 Franken zu finden. Man kann das Projekt mit 25 bis 1000 Franken untestützen. Sie bezahlen nur, wenn die 50'000 Franken zusammenkommen. http://wemakeit.ch
2012-02-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

L’animation suisse sous le feu des projecteurs à Anima 2012-02-07 (Französisch)

images/n/naekkaelae01.jpg NÄKKÄLÄ von Peter Ramseier auf VOD
Näkkälä: Ein Dorf in der weiten finnischen Tundra. Für den Emmentaler Hans Ulrich Schwaar ist Näkkälä seine zweite Heimat geworden. Dort wohnt er bei seinem samischen Freund und Gastgeber Iisakki-Matias Syväjärvi, Besitzer der grössten Rentierherde. Der Rhythmus der Natur und die Rentiere bestimmen den Alltag. Peter Ramseier hat dieses Leben und die Freundschaft zweier Menschen aus unterschiedlichen Kulturen in grossartigen und poetischen Bildern
eingefangen.
2012-02-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

LES ENFANTS DE LA BALLE von Barbara Erni auf 3sat
Warum verschreiben sich gewisse Menschen trotz der allerseits herrschenden Suche nach Komfort und Sicherheit dem Zirkus? Es braucht eine gehörige Portion Leidenschaft, Hartnäckigkeit und täglichen Einsatz, um die Zirkustradition weiterzuführen. STAUB UND STERNE (LES ENFANTS DE LA BALLE) zeigt das Leben eines kleinen Familienzirkus von der Entstehung der Vorstellung bis zum Ende der Tournee durch die Westschweiz. Die Konkurrenz des Fernsehens und der Supershows ist hart, aber die Artisten verwirklichen allen Hindernissen zum Trotz einen oft lang gehegten Traum.
4.2. 22h05 3sat
2012-02-04 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/u/ursfischer01.jpg URS FISCHER von Iwan Schumacher auf VOD
Urs Fischer ist ein Senkrechtstarter. Der 36jährige Schweizer Künstler mit Wohnsitz in New York feiert mit seinen Zeichnungen, Objekten und Installationen seit Jahren internationale Erfolge. Fischer erhält hochkarätige internationale Ausstellungsmöglichkeiten und verfügt über beachtliche Produktionsbudgets, die es ihm auch erlauben, haushohe Skulpturen anzufertigen.
2012-02-01 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen