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Nachrichten Januar 2012
Wettbewerb Schweizer Filmpreis
Sagen Sie die Gewinner des Schweizer Filmpreises voraus und gewinnen Sie eine von zehn DVD.
2012-01-27 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
MIT DEM BAUCH DURCH DIE WAND von Anka Schmid
Frauen kriegen Kinder. Doch ist man, wie Sandra, Jasmine und Jennifer noch keine 18, wenn der Bauch zu wachsen beginnt, wird man schief angeschaut. Und ist das Baby geboren, stellt sich heraus, dass das Leben mit Kind einiges herausfordernder ist als man sich dies in seinen rosaroten Teenager-Träumen ausmalte.
2012-01-27 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
HUNGER - GENUG IST NICHT GENUG von David Syz
Es ist eines der schwerwiegendsten und komplexesten Probleme unserer Zeit: der Hunger. Schätzungsweise zwölf Milliarden Menschen könnten heutzutage ernährt werden. Trotzdem leidet eine Milliarde Menschen an Hunger. Wie ist das möglich?
2012-01-27 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
NZZ: Gefragt sind Mut und neue Töne
Jenseits der «Heimatfilme»-Welleentdeckten das interessierte Publikumund die Branche in Solothurn gerne Filme, die etwas aufdecken und anGrenzen zu gehen wagen. VOL SPECIAL flog obenauf, ebenso die neuen Werke von Rolando Colla, Greg Zglinski und Ulrich Grossenbacher.
ein Blatt vor den Mund nahmen derweil die ausländischen Filmkritikerinnen und -kritiker im «Film Club», wo sie Schweizer Filme von ihrer Aussenperspektive aufs Korn nahmen. DER VERDINGBUB, bei uns ein Publikumserfolg, kam dabei beispielsweise nicht gut weg, während die Hintergründigkeit und Mehrschichtigkeit des Dokumentarfilms MESSIES von Ulrich Grossenbacher lobend hervorgehoben wurde. Ein drittes Podium, dasjenige des Filmkritikerverbands, diskutierte über die neuen Grenzen und Möglichkeiten der Digitalisierung – und wurde gleich selbst zum Beispiel dafür, was und wie digitale Medien beeinflussen: Besucher der Veranstaltung schickten begeisterte Twitter-Meldungen ins Netz, worauf sich der Saal zunehmend füllte. Manche der Dazugestossenen hatten dafür gar Filmvorführungen verlassen.
http://www.nzz.ch
2012-01-27 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
NZZ: Leise Zeichen des Aufbruchs
Zur unaufgeregten Attraktion der Solothurner Filmtage gehört, dass man die Ausstrahlung dieses Kulturanlasses nicht übermässig inszeniert. Es herrscht Betriebsamkeit im kleinen Städtchen, doch das Hauptinteresse liegt ganz eindeutig beim Film. Selbst in der «Nacht der Nominationen» für den Schweizer Filmpreis gibt es Glamour nur in homöopathischen Dosen. Nach Solothurn reist in dieser Woche im Januar zuallererst, wer sich hauptsächlich für Film interessiert.
Bundesrat Alain Berset, der am Mittwoch an der Nacht der Nominationen seinen ersten Auftritt als Kulturminister hatte, übernimmt ein aufgeräumtes Dossier – was sich in seinem Referat widerspiegelte. Wie sich die Neuausrichtung der Filmförderung auswirkt, ist offen . Für Bundesrat Berset aber, bekennender James-Bond-Liebhaber, gehört die traditionelle Debatte, bei der Kunst und Kommerz gegeneinander ausgespielt werden, endgültig der Vergangenheit an. Der Erfolg eines Filmes lasse sich nicht voraussehen – manche Streifen, für die man die kleinen Säle vorsah, erwiesen sich hinterher als kommerzieller Erfolg, während andere und grössere Kisten rasch in Vergessenheit gerieten.
http://www.nzz.ch
2012-01-27 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Tages Anzeiger: In der Heimatfalle
Freiwilliger Landdienst im Kino: Gestern sind die 47. Solothurner Filmtage zu Ende gegangen. Gleich eine ganze Reihe Filmemacher feiert die Urschweiz – ein Thema, das zum Fetisch geworden zu sein scheint. Der Berg heilt viele Wunden, und ein Bauernhof bietet immer noch die beste Selbstfindungskur für herzlose Städter. Um im Jargon zu bleiben: Das schleckt keine Geiss weg, dass der Schweizer Film gerade grossflächig am Verbauern ist
http://www.tagesanzeiger.ch
2012-01-27 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Sennhausers Filmblog: Die Unverpassbaren Woche 4
Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.
THE ARTIST von Michel Hazanavicius. Eine extrem liebevolle Hommage ans Kino der Stummfilmzeit, ausgesprochen schön gemacht, mit Witz, Herz und cinéphilem Furor.
HALT AUF FREIER STRECKE von Andreas Dresen. Filmkritiker heulen nicht. Aber bei Dresen immer häufiger. Nicht zuletzt vor Glück. Der Mann mit dem Hirntumor nimmt einen mit.
ATMEN von Karl Markovics. Ein eben so kunstvoller wie zugänglicher Film über einen Jungen Mann, dem die Arbeit mit Leichen in Leben zurück hilft. Ein Kino-Kleinod.
LE GAMIN AU VELO von Jean-Pierre und Luc Dardenne. Die unerbittlichen Brüder haben sich selbst neu erfunden. Mit märchenhafter Zuversicht mitten in der harten Welt. Und mit Cécile De France als unerschütterlich mütterlicher Realitäts-Fee.
CAVE OF FORGOTTEN DREAMS von Werner Herzog. Aufs Alter hin hat Herzog den Zorn Gottes ein wenig abgelegt, aber Staunen kann er immer noch. In 3D, über die ältesten Kunstwerke der Welt und mit einem wunderbar absurden Ausflug zu ein paar Albino-Alligatoren.
http://sennhausersfilmblog.ch
2012-01-27 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
NZZ: «Das Feyr vo dr Sehnsucht»
An den Solothurner Filmtagen hat der Dokumentarfilm DIE WIESENBERGER über einen Jodlerklub den Publikumspreis gewonnen. Der «Prix de Soleure» ging an den FilmVOL SPECIAL. Die Filmtage haben hinsichtlich des Publikumsaufmarsches die Kapazitätsgrenze erreicht.
Hinsichtlich des Zuschaueraufkommens waren die 47. Solothurner Filmtage unbestritten erfolgreich. Die 55'000 Zuschauer des Vorjahres wurden nochmals übertroffen. Für die Direktorin Seraina Rohrer ist mit dem neuerlichen Besucherrekord die Kapazitätsgrenze erreicht.
«Es braucht unbedingt eine weitere Spielstätte», erklärte sie am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Finanzieren lässt sich dies allerdings nur, wenn der seit mehreren Jahren gesuchte dritte Hauptsponsor endlich gefunden wird. Das Thema steht ganz oben auf Rohrers Traktandenliste.
Auf das erste von ihr verantwortete Festival blickt sie mit Genugtuung zurück. Nicht mehr die Filmpolitik, sondern die Inhalte hätten die Filmtage geprägt. «Der Schweizer Film hat es nötig, dass man inhaltliche Fragen diskutiert», betonte Rohrer.
http://www.nzz.ch
2012-01-27 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Nominationen Schweizer Filmpreis Quartz 2012
Bester Spielfilm
ABRIR PUERTAS Y VENTANAS, Milagros Mumenthaler, Alina film
DER VERDINGBUB, Markus Imboden, C-Films
EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI, Xavier Koller, Catpics
HELL, Tim Fehlbaum, Vega Film
SUMMER GAMES, Rolando Colla, Peacock Film
Bester Dokumentarfilm
BALKAN MELODIE, Stefan Schwietert, maximage
DAY IS DONE, Thomas Imbach, Okofilm Productions
MESSIES, EIN SCHÖNES CHAOS, Ulrich Grossenbacher, Fair & Ugly Filmproduktion
THE SUBSTANCE, Martin Witz, ventura film
VOL SPÉCIAL, Fernand Melgar, Climage
Bester Kurzfilm
BAGGERN, Corina Schwingruber Ilic, Minerva
CHASSE À L'ÂNE, Maria Nicollier, REC Production
DU&ICH, Esen Isik, maximage
EMILE DE 1 À 5, Lionel Baier, Rita Productions
L'AMBASSADEUR & MOI, Jan Czarlewski, École Cantonale d'Art de Lausanne
Bestes Drehbuch
Plinio Bachmann, DER VERDINGBUB
Tim Fehlbaum, HELL
Rolando Colla, Pilar Anguita-McKay, SUMMER GAMES
Beste Darstellerin
Lisa Brand (Berteli), DER VERDINGBUB
Stephanie Glaser (Marguerite), MOTEL
Carla Juri (Annemarie Geiser), EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Bester Darsteller
Nils Althaus (Kari Dällebach), EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Saladin Dellers (Sascha), SILBERWALD
Max Hubacher (Max), DER VERDINGBUB
Beste Darstellung in einer Nebenrolle
Stefan Kurt (Bösiger), DER VERDINGBUB
Hanspeter Müller-Drossaart (Kari Dällebach), EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Marcus Signer (Mischa), MARY & JOHNNY
Beste Filmmusik
Peter Bräker, Balz Bachmann, DAY IS DONE
Ben Jeger, DER VERDINGBUB
Balz Bachmann, EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Beste Kamera
Felix von Muralt, EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Ramòn Giger, OFF BEAT
Lorenz Merz, SUMMER GAMES
2012-01-25 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Solothurner Zeitung: Der Bündner Christian Schocher erhält den Filmpreis der Wasserämter Gemeind
Seit 1968 betreibt Schocher das Kino Rex in Pontresina (Engadin). Parallel dazu bildete er sich als Autodidakt zum Filmemacher aus. 1975 zeigte er seinen ersten Film, «die Kinder von Furna», an den Solothurner Filmtagen. Auch sein Meisterwerk REISENDER KRIEGER wie Filmtagedirektorin Seraina Rohrer es gestern Abend in ihrer Laudatio betitelte, wurde 1981 in Solothurn gezeigt.
Schocher bedankte sich, «wie man das bei einer Oscar-Verleihung ja auch tut», für den Preis. «Meine erste Reaktion war der Gedanke, die spinnen die Solothurner. Aber da ich ja auch ein Spinner bin, passt das», meinte er.
http://www.solothurnerzeitung.ch
2012-01-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
NZZ: Der Film im Zentrum
Die 47. Solothurner Filmtage sind unter ihrer neuen Direktorin mit viel Kraft voraus und weitgehend konsolidierten Verhältnissen in der Branche gestartet. Die Filmpolitik spielte bei der Eröffnung nurmehr eine untergeordnete Rolle.
Nach den langen Verhandlungen ist jetzt eine Konsolidierung im Gange – und die Stimmung unter Branchenvertretern in Solothurn merklich entspannter. Endlich gehe es wieder um die Filme, hört man Filmschaffende immer wieder erleichtert sagen. Die veränderte Wetterlage spiegelte sich auch in der Filmtage-Eröffnung, wo die Filmpolitik in den Begrüssungsreden eine untergeordnete Rolle spielte. Der Eröffnungsfilm «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» von Xavier Koller wurde zwar nicht nur begeistert aufgenommen, im Zentrum der Diskussionen beim Apéro stand diesmal aber tatsächlich der Film. In ihrer Begrüssungsrede machte die neue Direktorin Seraina Rohrer klar: «Filmschaffende sind von einem guten Klima abhängig, finanziell und politisch.» Ihrem Vorgänger erwies sie viel Reverenz – nicht zuletzt mit einer «Kummer-Box» im Landhaus. In dieser Box, «halb Beichtstuhl, halb Erinnerungsmaschine», kann, wer will, während der Filmtage seinen Ärger, seine Befürchtungen, seine Wünsche deponieren.
http://www.nzz.ch
2012-01-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
DRS2 Reflexe-Zwischenbilanz mit Seraina Rohrer und Matthias Bürcher
Am Donnerstag ist Preisverleihung. Bis dahin sind noch knapp drei Tage übrig von den diesjährigen Solothurner Filmtagen – den ersten unter der Leitung von Seraina Rohrer. Was war anders? Was hat sich bewährt? Und wo steht der Schweizer Film überhaupt? Michael Sennhauser unterhält sich im Landhaus in Solothurn live mit Matthias Bürcher und mit der neuen Filmtageleiterin über ihre Feuertaufe.
2012-01-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Kummerbox
Die Kummerbox ist eine Installation an den Solothurner Filmtage, wo besorgte Filmschaffende, Politiker und Zuschauer ihre Sorgen an Ivo Kummer anvertrauen können
2012-01-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Der Bund: Noch einmal mit Gefühl
Kollers Film EINE WEN IIG gewann aus der Geschichte des Dällebach Kari (1877 – 1931), dieses unglücklichen Berners, Coiffeurmeisters, Witzbolds und nationalisierten Originals, die hoffnungsvolle Moral, dass das Leben oft ungerecht ist, aber der Mensch eigentlich gut, und die Welt manchmal unbedacht grausam, aber nicht wirklich böse.
Nirgendwo war eine ungeschliffene Stelle zu entdecken. Und man dachte, danach und als der Beifall für einen tadellosen Film ganz zu Recht aufrauschte, halt doch: Ein bisschen mehr erzählerische Radikalität können die Solothurner Filmtage in den nächsten Tagen schon noch vertragen.
http://www.derbund.ch
2012-01-22 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Tagesschau: Filmpolitik in «Phase der Erneuerung»
Hitzige Rededuelle hat die Brancheninformation des Bundesamtes für Kultur (BAK) in früheren Jahren bei den Filmschaffenden ausgelöst. Im Rahmen der 47. Solothurner Filmtage wurden hingegen kaum Fragen gestellt.
Ziel der neuen Förderpolitik ist es bekanntlich, den Anteil der erfolgsabhängigen Filmförderung auszubauen. Insbesondere soll künftig auch der Festivalerfolg in die Berechnung einfliessen, wobei die Liste der hierfür relevanten Festivals noch aussteht.
http://www.tagesschau.sf.tv
2012-01-22 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Aargauer Zeitung: Der bislang stärkste neue Schweizer Film kommt aus Polen
Der bislang stärkste neue Film im Rennen um die Festivalpreise kommt aus Polen: COURAGE von Greg Zglinski handelt von einem Mann, dessen Leben nach einem kurzen Moment der Feigheit in Stücke fliegt: Alfred (Robert Wieckiewicz) bleibt wie versteinert stehen, als sein Bruder (Lukasz Simlat) von einer Teenager-Bande verprügelt wird. Für diesen Fehler, den er erst zu kaschieren versucht, muss er bitter bezahlen - härter noch als die Kriminellen. Zglinskis Drama ist berührend und bis am Schluss packend. Lange bleibt offen, ob Jurek den Angriff überlebt - und Alfreds Ehe die Ohnmacht des Gatten.
http://www.aargauerzeitung.ch
2012-01-22 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Sennhausers Filmblog: EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Hätte es je ein Beispiel gebraucht, um aufzuzeigen, was sich seit 1970 in der Schweizer Filmlandschaft verändert hat: Xavier Kollers neuer Dällebach wäre ideal. Weiter entfernt von Kurt Frühs bis heute heiss geliebtem, skurril-poetischem, schwarzweissen Dällebach Kari von 1970, und näher beim heutigen Kinopublikum könnte man den Stoff kaum umsetzen. Koller hat seinen Film auf ein Theaterstück aufgebaut und mit kinomässigem Theaterdonner fängt er auch an: In Sturm und Regen fährt mitten in der Nacht vor einem Emmentaler Hof ein Einspänner vor. Es ist der Arzt, der Tellenbachs Vater rät, den Neugeborenen mit der Hasenscharte lieber im Brunnen zu ertränken – der sei nicht lebensfähig. Es sind die grossen Emotionen, welche Koller sucht und findet, und dies mit dem bewährten Flügelschlag des grossen Unterhaltungskinos.
Xavier Kollers Film macht nicht die geringsten Anstalten, sich von etwas abzugrenzen, im Gegenteil: Er spielt mit dem ganzen Orchester, den durchkomponierten Tableaus, Massenszenen, Schauwerten wie der liebevoll digital restaurierten Berner Altstadt inklusive barfüssigen Kindern. Und er gewinnt nicht zuletzt darum sein Publikum.
2012-01-22 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Filmspaicher (SWR): Eine neue Ära begann heute Abend in Solothurn
Bereits im Vorfeld hatte Rohrer angekündigt, das sie sich in der Nach-folge Ivo Kummers sieht und keine grundsätzlichen Änderungen an Inhalten und der Konzeption vorhat. So ganz mag man ihr das nicht glauben.
Der langjährige Besucher spürt die “neue Zeit” an kleinen, aber wesentlichen Details. Das etwas behäbige Festival ist schlanker geworden; hat an Charme gewonnen und ist sichtbar dabei, zum professionellen Standart ähnlicher Veranstaltungen im In-und Ausland aufzuschließen. Das “Lifting” ist bereits bei der Ankunft spürbar.
Dazu passte auch der Eröffnungsfilm: Xavier Kollers Film EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI beruht auf einem der zahlreichen “Dällebach”-Theaterstücke. Kurt Früh hat bereits 1970 einen Film über ihn gedreht. Über den Mann, der trotz eines Handicaps, einer sogenannten “Hasenscharte”und allen damit verbundenen Widrigkeiten zum Trotz, sein Leben meisterte. Die fulminanten Darsteller sind ein weiteres Plus von “Eine wen iig dr Dällebach Kari”. Ihre Kunst der Darstellung eines vom Schicksal mehrfach Geschlagenen, lässt das arg dürftige Drehbuch vergessen. Nils Althaus ist nicht nur der augenblicklich beste Schweizer Chansonier, sondern auch ein hochbegabter Schauspieler, der vielleicht gerade wegen des schwachen Buchs zeigen kann, was in ihm steckt. Souverän wie immer meistert Hanspeter Müller-Drossaart seinen schwierigen Part des sterbenden Dällebach Kari, wobei ihm Koller Einiges zumutet. Die große Entdeckung des Films ist allerdings Carla Juri. Die 1985 geborene Schauspielerin verkörpert im besten Sinne des Wortes eine junge Frau, die Kari aufrichtig liebt; distanziert und dabei nuancenreich. Eine Fingerübung. Man darf auf ihre weitere Karriere gespannt sein.
http://www.swr.de
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Verbatim: Evelyne Widmer Schlumpf: Der Schweizer Film zeugt von der Fähigkeit zu Selbstkritik.
"Der Schweizer Film ist ein wichtiges Kulturgut. Seine bewegenden Bilder bezeugen unsere kulturelle und sprachliche Vielfalt. Sie zeigen, dass die Schweiz bereit ist hinzusehen. Auch dort hinzusehen, wo es Unschönes gibt in unserer Gesellschaft. Der Schweizer Film zeugt von der Fähigkeit zu Selbstkritik. Und dass diese Selbstkritik durchaus auch amüsant, lustig und liebevoll sein kann.
Meine Damen und Herren, der Schweizer Film ist ein wichtiger Träger unserer Identität. Der Bund hat deshalb die Filmförderung - zusammen mit Ihnen - für die kommenden Jahre neu ausgerichtet. Ich gehe davon aus, dass mit der neuen Filmförderung mehr Möglichkeiten und bessere Chancen für die einheimischen Filmemacher geschaffen worden sind. Dazu beitragen wird sicher auch Ivo Kummer, der neue Chef der Sektion Film im Bundesamt für Kultur, ein Kenner und Könner.
Dem Bundesrat ist es ein Anliegen, den Schweizer Film zu stärken, mit der Filmförderung. Der Bund schafft dabei mit Rechtsgrundlagen die Rahmenbedingungen. Die Verordnung über die Filmförderung umfasst nicht weniger als 55 Artikel. Die neuen Film-Förderungskonzepte für die Jahre 2012 bis 2015 gehen dann noch weiter ins Detail. Ich lese Ihnen die Paragraphen jetzt nicht vor, sie klingen ziemlich trocken. Aber unter ihrem Schirm kann sich die filmische Kreativität entfalten. Es geht darum, Fördergeld gerecht und wirkungsvoll zu verteilen. Dass dieses „Verteilen" per se eine anspruchsvolle Aufgabe ist, weiss ich als Finanzministerin nur allzu gut!"
http://www.news.admin.ch
2012-01-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Starke Präsenz der Schweizer Filme an der Berlinale
So stark waren die Schweizer Filme an der Berlinale schon lange nicht mehr präsent. Im Wettbewerb ist der neue Film L'ENFANT D'EN HAUT von Ursula Meier mit Gillian Anderson und Kacey Mottet Klein (Produktion: Vega Film), im Forum L'HIVER NOMADE von Manuel von Stürler (Louise Productions) und im Programm Generation WIR KINDER VOM NAPF von Alice Schmid, der bereits erfolgreich in der Schweiz im Kino läuft.
2012-01-20 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Kommentar zum neuen Modell der erfolgsabhängigen FIlmförderung
Im Rahmen des Fazilitationsprozesses zu den Förderkonzepten 2012-2015 hat die Filmbranche zusammen mit der Sektion Film in Moderation von Marc Wehrlin ein neues Modell entwickelt, welches die erfolgsabhängige Filmförderung grundsätzlich reformiert, mit neuen Instrumenten ausstattet und damit auch für die Filmförderung und die Schweizer Filmproduktion eine neue Dynamik erzielt. Das Modell ist auch Ergebnis einer ausführlichen Analyse der Ziele und Wirkungen und Ausdruck eines historischen Kompromisses zwischen der Branche, der die unterschiedlichen Interessen der Akteure ausgleicht.
Als Hauptautoren des Modells erachten wir es nützlich, die neue Verordnung unter dem Licht des Geistes des Fazilitation zu betrachten und gleichzeitig auch praktische Hinweise zur Anwendung zu geben. Der Text richtet sich sowohl an die betroffenen Filmschaffenden wie an die Verwaltung.
2012-01-20 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Ivo Kummer bei swissinfo: Schweizer Jungregisseure sollen radikaler werden
"Um zu wachsen, braucht der Schweizer Film Geld, aber auch viel Leidenschaft und Mut." Das sagt Ivo Kummer, der die siebte Kunst zu seiner Liebe gemacht hat. "In der Schweiz ist der führende Sektor jener der Dokumentarfilme. Das ist seit mehreren Jahren eine Konstante. Es handelt sich dabei nicht nur um Reportagen, sondern um Dokumentarfilme, die oft auch in den grossen Kinos gezeigt und von engagierten Regisseuren gemacht werden. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern haben die Dokumentarfilme ein besonders grosses Ansehen und werden anders gewertet.
In Sachen Produktion von Spielfilmen bin ich indessen ein wenig besorgt. Oft wird für die Realisierung eines Spielfilms ein höheres Budget benötigt, und die Gelder dafür sind nicht leicht zu finden. Ein schwer zu lösendes Problem, das in einem gewissen Sinn in der Struktur der Filmförderung des Bundes angelegt ist. Es sind nicht genügend Gelder zur Garantierung einer Kontinuität in diesem Sektor vorhanden."
In den letzten Jahren haben Sie mehrmals die Wichtigkeit eines radikaleren, preiswerteren und weniger glamourösen Films betont. Welches sind die Prioritäten von "Mister Film"?
Das Herz meiner Arbeit ist die Filmproduktion und die Ermutigung zu zu Filmen, die auf Qualität und Originalität setzen. Aber nicht ich mache die Filme, und es steht dem Staat sicher nicht zu, den Regisseuren eine Linie vorzuschreiben.
Klar habe auch ich als Filmliebhaber meine Präferenzen. Mir gefallen die radikaleren, weniger konformistischen Filme, die den Mut haben, etwas zu wagen. Filme, die eher in der Stadt spielen, mit Leuten. Denn in der Schweiz gibt es nicht nur Berge und Kühe.
Aber nochmals: Es ist der Regisseur, der einen Film realisiert, und unsere Aufgabe ist es, die Kreativität und die Qualitätsarbeit zu unterstützen. Der Faktor Erfolg ist relativ. Gewiss, es freut mich, wenn ein Film ein grosses Publikum erreicht, aber es ist wichtig, auch Nischenfilme aufzuwerten, wie etwa Experimentalfilme.
http://www.swissinfo.ch
2012-01-19 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
47. Solothurner Filmtage 19.-26. Januar 2012
http://www.solothurnerfilmtage.ch
2012-01-19 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
SUMMER GAMES de Rolando Colla dans les cinéma romands 2012-01-18 (Französisch)
FLYING HOME von Tobias Wyss seit 12. Januar im Kino
Wer war Walter Otto Wyss? Ein passionierter Ingenieur, der spektakuläre, gar revolutionäre Autos baute? Ein fanatischer Fotograf, der seinen Erben über 20'000 Fotografien und Diapositive hinterliess? Ein Weltenbummler, der Zeit seines Lebens zugleich Nähe und Distanz zu seiner Heimat suchte?
2012-01-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Sennhausers Filmblog: Die Unverpassbaren, Woche 02
Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.
LE GAMIN AU VELOCAVE OF FORGOTTEN DREAMS von Werner Herzog. Aufs Alter hin hat Herzog den Zorn Gottes ein wenig abgelegt, aber Staunen kann er immer noch. In 3D, über die ältesten Kunstwerke der Welt, und mit einem wunderbar absurden Ausflug zu ein paar Albino-Alligatoren.
FLYING HOME von Tobias Wyss. Als Pensionär hat der Schweizer FIlmemacher es endlich geschafft, die Geschichte und den Nachlass von Walter Otto Wyss – kurz WOW – seinem Onkel in Amerika, in den Griff zu bekommen. Ein Film über die Begrenzung der unbegrenzten Möglichkeiten und die Ausweitung der Recherchen ins Leben hinein.
DRIVE von Nicolas Winding Refn. Für einmal ist ‘cool’ wirklich das Wort. Stil ist alles, Psychologie überflüssig, Action im Stillstand; und dazu die Gesichter von Ron Perlman, Albert Brooks und, ja, Ryan Gosling. Nur d’Musig isch grusig.
THE IDLES OF MARCH von George Clooney. (US-)Wahlkampf als als inhaltsloses Strategiespiel, zynisch, abgeklärt und doch irgendwie hoffnungsvoll empört.
http://sennhausersfilmblog.ch
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Filmbulletin 1.12
Wundertüte an Einfällen. Michael Ranze zu HUGO von Martin Scorsese
Brillantes Pastiche. Michael Ranze zu THE ARTIST von Michel Hazanavicius
Bild für Bild – Schnitt für Schnitt. Doris Senn zu Film Editing: Begriffliches und Historisches
Werkstattgespräch: «Schneiden hat auch ein Suchtpotential». Ein Gespräch von Doris Senn zum Film Editing mit Anja Bombelli, Myriam Flury, Stefan Kälin und Kathrin Plüss
Johnny und Clyde in Washington D. C. Martin Walder zu J. EDGAR von Clint Eastwood
Intelligenter Minimalismus. TINKER TAILOR SOLDIER SPY von Tomas Alfredson
Tiefenbohrungen. DIE HÖHLE DER VERGESSENEN TRÄUME von Werner Herzog
Radikal nüchtern. HALT AUF FREIER STRECKE von Andreas Dresen
http://www.filmbulletin.ch
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HECATE von Daniel Schmid auf VOD
Bern 1943. Botschafter Julien Rochelle gibt ein Diner, bei dem er seine ehemalige Geliebte Clothilde wiedersieht. Sie reden kaum miteinander, denn „Worte kommen meist zu spät oder zu früh“. Nachdem sie gegangen ist, erinnert sich Julien, wie er Jahre zuvor in Nordafrika als Junger Diplomat seinen ersten Posten antrat. In diesem Niemandsland unter vielen Gestrandeten und Gescheiterten aller Nationalitäten, begegnet er Clothilde. Zum ersten Mal hat er das Gefühl zu leben. Aber aus einer zunächst lockeren Liaison wird eine gefährliche Besessenheit.
2012-01-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
URSULA ODER DAS UNWERTE LEBEN wieder im Kino
Aus Anlass der Premiere von URSULA - LEBEN IN ANDERSWO von Rolf Lyssy kommt der Film URSULA ODER DAS UNWERTE LEBEN von Reni Mertens und Walter Marti wieder ins Kino. Ein ergreifender Kinofilm über die Entwicklung der taubblinden und geistig behinderten Ursula, ergänzt mit vielen Situationen aus dem Rhythmikunterricht und aus Begegnungen mit schwerst geistig- und körperlich behinderten Kindern und Erwachsenen. Ein grosses Dokument der Menschlichkeit.
Ab 12. Januar in den Deutschschweizer Kinos
2012-01-12 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
L'INVITATION von Claude Goretta
Es gibt ein Büro, ein Gefäss aus Stahl und Glas, in welchem Menschen handeln, atmen, sich im Kreise und in sich selbst hinein drehen. Keine besonderen Menschen, sondern Menschen wie viele andere auch. Es gibt ein Ereignis, das eine Zeitlang den Gang der Dinge im Glashaus stört, während der Dauer eines Empfangs, eines schönen Tages, eines sinnlichen Hauches der Natur. Es gibt diese «grosse Familie», die – wie jedermann weiss – eine Gemeinschaft von Kollegen bildet. Aber welche Familie hat nicht ihre kleinen Konflikte? Festival de Cannes 1973: Grand Prix
2012-01-11 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
BERESINA ODER DIE LETZTEN TAGE DER SCHWEIZ von Daniel Schmid auf VOD
Die Amerikaner haben das Ende der Welt auf 2012 angesetzt, und ein umtriebiger Altbundesrat setzt alles daran, dass die Schweiz pünktlich daran teilnimmt. Dabei gibt es das Drehbuch und den Film zum Untergang der Schweiz schon seit 1999. Daniel Schmid und Martin Suter haben sich eine schwarze Komödie ausgedacht, die alle Würdeträger der Schweizer Politik, Nationalräte und Bundesrichter, Nationalbankdirektoren und undurchsichtige Anwälte mit der attraktiven Russin Irina zusammenbringt. Diese möchte natürlich Schweizerin werden, wird jedoch von den Herren in Stich gelassen. Daraufhin löst Irina über ein Missverständnis den Beresina-Alarm aus, woraufhin die Kobra-Widerstandsgruppe die Schweiz über einen Staatsstreich wiederherstellt.
2012-01-09 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
DIE REISEN DES SANTIAGO CALATRAVA von Christoph Schaub auf VOD
Ein Film mit und über den bekannten Architekten Santiago Calatrava, dessen Bauten auf der ganzen Welt ebenso populär wie umstritten sind. Seine Doppelbegabung als Architekt und Bauingenieur unterscheidet ihn von anderen Star-Architekten. Der Film begleitet Calatrava zu seinen Baustellen, er beobachtet ihn in seinem hektischen Alltag und in Momenten der Ruhe beim Zeichnen unterwegs. Die Reise führt von Bahnhöfen über Brücken zu Konzertsälen, Flughäfen, Türmen… Sie ermöglicht eine Begegnung mit aussergewöhnlichen Formen: Bauwerke als Skulpturen, von dynamischem Gleichgewicht, in erstarrter Bewegung.
2012-01-04 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
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