artfilm.ch
Nachrichten April 2011
Fortgeschrittene Digitalisierung der Kinos in Frankreich
Die CST organisierte im März 2011 eine Tagung zur Digitalisierung der Kinos. DIese ist in Frankreich weit fortgeschritten. Frankreich ist das erste Land, wo ein Gesetz erlassen wurde, dass die Verleiher in ein VPF-Modell einbindet, um die Digitalisierung mitzufinanzieren. Gleichzeitig wurde die Digitalisierung kleiner Kino-Säle mit slektiven Fördermitteln unterstützt. Neben dem Staat fördert auch die grosse Mehrheit der Regionen die Digitalisierung. Das Resultat ist eine Digitalisierung von 1000 Sälen in den letzten 12 Monaten. Somit sind 2100 oder 40% der Säle in Frankreich digitalisiert. Ende 2012 sollen fast alle Kinosäle in Frankreich digitalisiert sein.
http://www.cst.fr
2011-04-30 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Sennhausers Filmblog: Die Unverpassbaren Woche 17
Genau. Erst diese fünf Filme sehen, dann alle anderen.
LE NOM DES GENS von Michel Leclerc. Sleeping with the enemy auf Französisch. Endlich wieder einmal eine linke Komödie aus Frankreich, charmant, sexy und hochpräzise.
MARTI, DUPA CRACIUM (Tuesday, after Christmas – Dienstag, nach Weihnachten) von Radu Muntean. Das aktuelle rumanäische Kino in seiner reinsten Form: Undogmatisch, moralinfrei, direkt. Was macht das klassische Dreieck Mann-Frau-Geliebte, wenn man ganz genau hinsieht?
INCENDIES von Denis Villeneuve. Bruder und Schwester suchen im Auftrag der toten Mutter ihren Vater, den sie verstorben glaubten. Grausam konsequente aktuelle Geschichte nach altgriechischem Bauplan.
BOUTON von Res Balzli. “Tant qu’il y a Bouton, il y a de la vie” – So lange es Bouton gibt, gibt es Leben, sagt sich die todkranke Schauspielerin – und bespricht das auch gleich mit ihrer Handpuppe Bouton.
PINA von Wim Wenders. Das ist nicht nur eine sehr schöne Hommage an die Pionierin des Tanztheaters, und der erste grosse 3D-Arthhouse-Dokumentarfilm, sondern auch ein Lehrstück zur 3D-Technik, dazu was sie kann, wozu sie gut sein könnte, und was sie definitiv nicht zu leisten vermag.
http://sennhausersfilmblog.ch
2011-04-30 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Kulturlandsgemeinde 2011 Appenzell Ausserrhoden
26.4. 19h30 Heiden REISENDER KRIEGER (Christian Schocher)
28.4. 20h15 Heiden BAUERNKRIEG (Erich Langjahr)
29.4. 20h00 Herisau IM NORDWIND (Bettina Oberli)
20.4. 20h00 Herisau REISENDER KRIEGER (Christian Schocher)
1.5. 20h00 Herisau BAUERNKRIEG (Erich Langjahr)
1.5. 20h15 Heiden HUDUSCKER PROXY (Joel Coen)
3.5. 20h15 Heiden WELL DONE (Thomas Imbach) und NACHTSCHICHT (Matthias Bürcher)
5.5. 20h00 Herisau HUDSUCKE PROXY (Joel Coen)
5.4. 20h15 Heiden IM NORDWIND (Bettina Oberli)
6.5. 20h00 Herisau WELL DONE (Thomas Imbach) und NACHTSCHICHT (Matthias Bürcher)
7.5. 10h00 Herisau Landsgemeinde
8.5. 10h00 St. Gallen Landsgemeinde
http://www.kulturlandsgemeinde.ch
2011-04-26 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
CLEVELAND VERSUS WALL STREET von Jean-Stéphane Bron
Am 11. Januar 2008 starteten Rechtsanwalt Josh Cohen und sein Team, angestellt durch die Stadt von Cleveland, einen Prozess gegen 21 Banken, die sie verantwortlich hielten für die Immobilienkrise. Schweizer Filmpreis Quartz 2011: Bester Dokumentarfilm
2011-04-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Schnitt.de Der deutsche Dokumentarfilm im Auftrieb
Eine auffällig starke Präsenz deutscher Filme kennzeichnete das diesjährige »Visions du Réel«, eines der wichtigsten europäischen Dokumentarfilmfestivals. Neben dem von der Jury ausgezeichneten Werk EIN BRIEF AUS DEUTSCHLAND von Sebastian Mez wurde ebenfalls Andres Rump für SCHEICH IBRAHIM, BRUDER JIHAD eine Mention der »Prix du Jury interreligieux« zugesprochen. Das hier in internationaler Premiere gezeigte Werk porträtiert die Freundschaft zweier Männer, die eigentlich Welten trennt. Der eine lebt isoliert und ohne Strom in einem abgeschiedenen katholischen Kloster in den Hügeln der syrischen Wüste, der andere als Sufi-Scheich einer Moschee vorstehend in Damaskus, hinreichend in Beschlag genommen von den täglichen Anforderungen seiner Religionsgemeinschaft. Die gegenseitige Wertschätzung dieser Männer, über deren Genese wir leider nur wenig erfahren, macht diese Begegnung zwischen den Konfessionen möglich, wichtig genug in Zeiten wiederkehrender mittelalterlicher Religionskriege. Rump unterschlägt keineswegs die Schwierigkeiten mit denen sich gerade hohe Würdenträger konfrontiert sehen, reisen sie zu »unangemessenen« Orten. Doch Ihrahim und Jihad sind glücklicherweise zu unbedeutend, um sich einem allzu strengenden Reglement unterwerfen zu müssen. In Anekdoten scherzen sie gar über die Ungereimtheiten ihrer eigenen Religionen, wie die Anhäufung irdischer Reichtümer in den Händen der Religionsführer. Rumps Film ist ebenso Suche nach Gründen und Ursprüngen privater Religiosität wie Spurensicherung der Kommunizierbarkeit des Glaubens. Seine Arbeitsweise ist dezent, er fragt weder nach allzu Privatem noch persönlichen Statements, beschränkt sich schlicht auf die Beobachtung diese außergewöhnlichen Freundschaft.
http://www.schnitt.de
2011-04-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
451.ch: Geri Krebs über das "17. Visions du réel Nyon"
Die erste Ausgabe des hochkarätigen Festivals unter neuer künstlerischer Leitung war gewohnt ausufernd und vielfältig, zeigte aber auch, dass Luciano Barisone keine Kopie seiner Vorgänger sein will. Auf die Frage, wo er andere Schwerpunkte setze als seine Vorgänger Jean Perret und Gabriela Bussmann, verwies Luciano Barisone im Gespräch auf die bewusste Absenz von stark journalistisch geprägten, reportagehaften Dokumentarfilmen. Es waren die Sektionen „Tendences“ und „Investigations“ gewesen, die der neue künstlerische Leiter abgeschafft und in denen sich in früheren Jahren oft so mancher Publikumsliebling verborgen hatte. Als Ersatz dafür gab es dieses Jahr die Sektion „Etat d’esprit“, die bewusst auf Weltpremieren verzichtete und bei der das Publikum einen Favoriten für den entsprechenden Preis erküren konnte.
http://www.451.ch
2011-04-18 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
DRS2 Reflexe: Wim Wenders und PINA in 3D
Jahrelang hat Wim Wenders nach einer Möglichkeit gesucht, die Arbeit der Tanztheaterpionierin Pina Bausch filmisch adäquat umzusetzen. Und ausgerechnet, als er mit den neuen 3D-Verfahren endlich einen Weg gefunden hatte, ist sie gestorben. Nun ist PINA zur postumen Hommage des Filmemachers und der Mitglieder der Pina-Bausch-Company an ihre Freundin geworden - und zugleich der erste Arthouse-Dokumentarfilm in 3D.
2011-04-17 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
STATIONSPIRATEN von Michael Schaerer
In einem Spital kreuzen sich die Lebenswege von fünf Teenagern. Vier von ihnen haben Krebs, einer wartet auf seine Diagnose. Jeder reagiert auf die Situation anders: Obwohl Benjis Bein schmerzt, hält er die Station bei Laune. Michi wartet auf seine Bein-Prothese und will bald wieder auf dem Fussballplatz stehen. Kevin fasst dank Laura aus dem 7. Stock neuen Mut. Jonas' Leidenschaft für die Fliegerei ist stärker als jedes Medikament. Und Sascha lernt ein echter Freund zu sein. Gemeinsam lachen die fünf «Stationspiraten» der schwierigen Krankheit ins Gesicht. Gemeinsam erobern sie das Leben. Schweizer Filmpreis Quartz 2011 Beste Hauptrolle Scherwin Amini
2011-04-16 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
THEY CALL THEM SHARED NAMES von Dominique Fleury
Seit drei Generationen ist die Metzgerei Monaco in Alexandria eine Institution. Doch die Schweinegrippe hat dem Geschäft geschadet. Die Metzgerei wird das Zentrum religiöser Auseinandersetzungen. Premiers pas Visions du Réel Nyon
2011-04-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
ARAN, SOUVENIRS DU MONDE FLOTTANT von Charlie Rojo
Westlich von Irland liegen drei Inseln im Sturm: Die Aran-Inseln, 1934 bekannt geworden durch den Film von Robert Flaherty. Compétition internationale Visions du Réel Nyon.
2011-04-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
MÄRCHENDISING von Johanna Ickert
Mitten im Wald von Uckermark betreibt Frau Hollendorf mit finanziellen Schwierigkeiten einen Erlebnispark für Kinder. Premiers pas Visions du Réel Nyon.
2011-04-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
LIEBER WÄR ICH MÖRDER von Jakob Schmidt
Herr Schulze hat ein Problem: Er getraut sich nicht, seine Wohnung zu verlassen, da ihn die Leute auf der Strasse erkennen könnten. Herr Schulze war 10 Jahre im Gefängnis. Compétition internationale Visions du Réel 2011.
2011-04-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
HEAD GENEVE 2010 CINEMA/CINEMA DU REEL
Das neue Departement Cinéma/cinéma du réel positioniert sich im Herzen des zeitgenössischen Kinos - von der traditionellen Bolex 16mm-Kamera bis zu heutigen Erzählformen und ihrer digitalen Bilder.
2011-04-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
DIE FRAU DES FOTOGRAFEN von Karsten Krause, Philip Widmann
Gerti Gerbert wurde von ihrem Mann Eugen über mehr als vierzig Jahre hinweg fotografiert. Von ihrer Heirat bis zu Eugens Tod entstanden neben den obligatorischen Familienfotografien zahllose Bilder von Gerti. Compétition internationale Visions du Réel Nyon.
2011-04-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
LA TERRE TREMBLE von Vania Aillon
Weit weg von Caracas, den Medien und Präsident Chavez besetzten Bauern eine Hacienda, um eine Agrarreform durchzusetzen. Doch es wird schwierig, den Worten Taten folgen zu lassen. Compétition internationale Visions du Réel Nyon.
2011-04-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Filmbulletin 3.11
Postmodernes Spiel und emanzipatorische Komödie, Michael Pekler über POTICHE von François Ozon. «Eine Komödie, die nur komisch ist, interessiert mich gar nicht», Gespräch von Michael Pekler mit François Ozon
Die Evidenz der Einbildungskraft: Das amerikanische Kriegskino, von Elisabeth Bronfen
Spielen und Sterben, Martin Walder zu BOUTON von Res Balzli
Frage nach dem Zeitpunkt, Michael Pekler zu TUESDAY, AFTER CHRISTMAS von Radu Muntean
Mit Feingefühl und Punkattitüde, Sonja Enz zu ALL THAT I LOVE von Jacek Borcuch
Epitaph für eine Choreographin, Erwin Schaar zu PINA von Wim Wenders
«Die 3-D-Technik ist wie für den Tanz gemacht», Gespräch von Marli Feldvoss mit Wim Wenders
Kino – A Sentimental Journey, von Heide Schlüpmann
http://www.filmbulletin.ch
2011-04-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Sennhausers Filmblog: Die Unverpassbaren Woche 15
Eine gute Woche: Gleich drei neue, unverpassbare Filme am Start:
BOUTON von Res Balzli. “Tant qu’il y a Bouton, il y a de la vie” – So lange es Bouton gibt, gibt es Leben, sagt sich die todkranke Schauspielerin – und bespricht das auch gleich mit ihrer Handpuppe Bouton.
PINA von Wim Wenders. Das ist nicht nur eine sehr schöne Hommage an die Pionierin des Tanztheaters, und der erste grosse 3D-Arthhouse-Dokumentarfilm, sondern auch ein Lehrstück zur 3D-Technik, dazu was sie kann, wozu sie gut sein könnte, und was sie definitiv nicht zu leisten vermag.
FOUR LIONS von Christopher Morris. Dem Irrwitz mit Irrwitz zu Leibe rücken: Noch nie waren Selbstmordattentäter so komisch. Und so einleuchtend.
POTICHE von François Ozon. Die in den 70er Jahren angesiedelte Emanzipationskomödie ist nicht halb so trivial, wie sie tut. Und dazu ein verspieltes Kompendium zum französischen Sozialkino von Chabrol bis Lelouch.
ALL THAT I LOVE (Wszystko co kocham) von Jakub Gierszal. Polenpunk und Russenangst aus der grossen Zeit von Solidarnosc: Lebensgefühl und Revoluzzer-Musik.
http://sennhausersfilmblog.ch
2011-04-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Le Temps: Visions du réel, l’année des changements géographiques 2011-04-14 (Französisch)
NZZ: Starke Inhalte und relative Formen
Optisch hat die neue Festivalleitung den Visions du Réel ein neues Bild verpasst, indem vor der zentral gelegenen Salle communale ein grosses, die abgesperrte Strasse belegendes Festzelt als Treffpunkt ins Auge stach. Die sommerlichen Temperaturen während der ersten Festivaltage kamen dabei dem gewöhnungsbedürftigen Ort zugute, derweil man sich an den letzten Tagen mit ihren normalen Apriltemperaturen fröstelnd und mit einer gewissen Nostalgie an die alte «Usine à gaz» erinnerte. Das frühere Festivalzentrum war dieses Jahr zu einem peripher gelegenen, provisorisch anmutenden Kinosaal umgewandelt worden, und im grossen Festzelt mussten wegen behördlicher Auflagen die Lichter jeweils pünktlich um Mitternacht ausgehen, was für potenzielle Nachtschwärmer unter den Festivalbesuchern zu gewissen Irritationen führte. Doch mit 178 Filmtiteln an sieben Festivaltagen war an ein Nachtleben sowieso nicht zu denken.
Welche Realitäten wie gezeigt werden können, wo die Grenzen des Zeigbaren sind und wann Realität in inszenierte Fiktion übergeht, das waren Fragen, die auch in diesem Jahr bei vielen Filmen im Zentrum standen. Ein gutes Beispiel dafür war das unter die Haut gehende Beziehungsdrama PHNOM PENH LULLABY. Der Erstling des jungen Polen Pawel Kloc zeigte die konfliktreiche Verbindung eines Paares in Kambodscha. Der Mann ist Israeli, wanderte vor Jahren in das arme ostasiatische Land aus und schlägt sich als Kartenleger durch, die Frau ist Kambodschanerin und hat aus früheren Verbindungen zahlreiche Kinder, die bei Verwandten und Pflegeeltern auf dem Land leben. Die kleine gemeinsame Tochter steht im Zentrum einer hochexplosiven Geschichte zweier verkrachter Existenzen aus unterschiedlichsten Kulturen, deren Liebe zum Scheitern verurteilt scheint und die dennoch immer weitergeht. Mit einer Dramaturgie, die hinsichtlich Spannung und Dynamik jedem guten Spielfilm ebenbürtig, wenn nicht überlegen ist, vermittelte PHNOM PENH LULLABY eine brennend intensive Mischung zwischen dokumentarischem Roadmovie aus einem von seiner Vergangenheit immer noch traumatisierten Land und einer Liebestragödie voller kathartischer Momente.
http://www.nzz.ch
2011-04-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Tages Anzeiger: Dämmerung über dem verfressenen Europa
Für Luciano Barisone, den neuen Direktor des Dokumentarfilmfestivals Visions du Réel, wars gestern zum ersten Mal zu Ende. Er war einem in den paar Tagen fast schon vertraut geworden in seiner schüchternen Souveränität. Und man darf feststellen, dass das Reale der programmierten Visionen in Nyon überzeugt hat: in der radikalen Subjektivität vor dem Rätsel Welt (die manchmal winzig klein war); in der dramaturgischen Vielfalt; im Zweifel an der Wahrscheinlichkeit, diesem Knäuel aus Wahrheit und Interpretation.
Ein geradezu staunenswertes, irritierendes (und sogar ein wenig masochistisches) historisches Dokument zeigte der belgische Regisseur Hugues Le Paige. In LE PRINCE ET SON IMAGE, der im internationalen Wettbewerb für mittellange Filme lief – man hat sich dieses Jahr in Nyon erstmals diese Dreiteilung der «Compétition Internationale» aufgebürdet –, geht sich der Dokumentarfilmer ans eigene Leder.Ende der 80er-Jahre hatte Hugues Le Paige nämlich die gewiss schmeichelhafte Gelegenheit bekommen, den damaligen französischen Präsidenten François Mitterrand, diesen imagebewussten «Fürsten», als Beobachter zu begleiten: jahrelang und frei und im Stand der fürstlichen Gnade (fünf Mitterrand-Filme resultierten daraus). Aus Huld schien Vertrauen zu werden; kann sein, dass Mitterrand tatsächlich nie einen Dokumentarfilmer so nah an sich heranliess. Aber das vertrauensvolle Verhältnis endete, als eines der vielen Interviews dem beinah schon abgewählten Fürsten nicht ins Image passte.
http://www.tagesanzeiger.ch
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TSR: TITEUF, LE FILM a pris la tête du box-office français 2011-04-13 (Französisch)
Romandie.com: Le prix du long métrage à un film mexicain 2011-04-13 (Französisch)
taz: Er spielt mit Schatten und Gespenstern
Der katalanische Filmemacher José Luis Guerín wandert zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Das Filmfestival Visions du Réel widmete ihm eine Werkschau.
Ein marokkanischer Bauarbeiter erzählt einen Traum. Er träumt, wie er in seinem Bett liegt und zum Fenster hinaufblickt. An dessen Rand erscheint ein Gespenst. Aber nicht der ganze Kopf, das würde ihn weniger ängstigen, nein, nur ein Auge lugt über das Fensterbrett hinüber. Im Traum wünscht er sich nichts sehnlicher, als aufzuwachen, damit der Spuk ein Ende hat. Doch es gelingt ihm nicht, er schläft und träumt, und das Gespenst schaut ihn mit einem Auge an. Der Bauarbeiter, ein sanfter Mann um die 40, erzählt von seinem Traum in der Mittagspause; in einer anderen, am Abend spielenden Szene hält er einen Scheinwerfer und wirft so Schatten an die Wände des Rohbaus, während sein spanischer Kollege eine Mauer errichtet, in der er Platz für ein Fenster lässt.
Die beiden Szenen stammen aus José Luis Gueríns Film EN CONSTRUCCION ("Im Bau"), einer 2001 fertiggestellten Langzeitbeobachtung; sie handelt davon, wie in Barcelonas Barrio Chino, einem Altstadtquartier in der Nähe des Hafens, alte Häuser abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden
http://www.taz.de
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CAMPAIGN (SENKYO) von Kazuhiro Soda
Kann ein Kandidat ohne politische Erfahrung und Charisma die Wahlen gewinnden, wenn er vom politischen Schwergewicht des Ministerpräsidenten Koizumi und der liberaldemokratischen Partei unterstützt wird. Rückblick auf Japans Wahlen 2005.
2011-04-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
DRS4 Kulturstammtisch: Wie politisch war Max Frisch?
Seit Max Frisch vor 20 Jahren gestorben ist und damit der andere der beiden Schweizer Literatur-Giganten verschwand, beklagt man sich im Land über die mangelnde literarische Nachfolge.Vor allem wird auch bemängelt, kaum mehr ein Literat oder Intellektueller melde sich zu sozialen und politischen Themen zu Wort. Stimmt das - und wie politisch war Max Frisch wirklich? Darüber diskutieren am Kulturstammtisch der Autor Pedro Lenz aus Olten und Ernst Buchmüller, Fernsehproduzent von 3sat.
2011-04-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
DRS4 Kulturstammtisch: «Indignez-vous» Ein Buch ruft zur Empörung auf
Er ist 93 Jahre alt und hat in Frankreich einen Bestseller geschrieben: Von seinem schmalen Bändchen «Indignez-vous» hat Stéphane Hessel über eine Million Exemplare verkauft. Das Büchlein ist ein Pamphlet, das zur Empörung aufruft. Zu Gast am Stammtisch bei Eric Facon sind Anne Fournier, Korrespondentin von Le Temps in Zürich, und der Autor Guy Krneta aus Basel.
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Films suisses à Nyon 13 avril 2011-04-13 (Französisch)
Films suisses à Nyon 12 avril 2011-04-12 (Französisch)
Le Temps: Les filmeurs de Suisses 2011-04-11 (Französisch)
JE VOUS ECRIS DU HAVRE von Françoise Poulin-Jacob
Die Hafenstadt Le Havre wurde während des zweiten Weltkriegs vollständig zerstört und vom Architekten Auguste Perret neu gebaut. Eine Reise der Filmemacherin in ihre Kindheit und eine Hommage an Chris Marker.
2011-04-11 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
HANS STEINER - UN DESTIN DE PHOTOGRAPHE von Daniel Girardin
Hans Steiner gehörte zu den grossen Schweizer Fotografen der 1930er bis 1960er Jahre. Er hat ein Archiv von fast 100'000 Fotos hinterlassen
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PRUD'HOMMES von Stéphane Goël
Der Dokumentarfilm schildert ein Gericht, das die Konflikte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern klärt. Auf diesem Rechtsgebiet sind Konfrontationen häufig: Spannungen, Stress und Revolte prägen die Arbeitswelt. Auf der Suche nach Gerechtigkeit und Anerkennung ergreifen entlassene, belästigte und ausgebeutete Arbeitnehmer das Wort und wehren sich gegen ihre Arbeitgeber. Die Berichte und Lebensgeschichten ergeben ein Mosaik, das uns eine menschliche Komödie zeigt – unsere heutige Gesellschaft.
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Films suisses à Nyon 11 avril 2011-04-11 (Französisch)
Télérama: Quatre coups de cœur de Nyon 2011-04-10 (Französisch)
Basler Zeitung: Die Tür zur Fiktion steht immer einen Spalt offen
Darf der Dokumentarfilm sozusagen zum Spielfilm werden? Im Gespräch darüber redet Luciano Barisone sich in ein Feuer, das dem seines Vorgängers, Jean Perret, in nichts nachsteht (und das will etwas heissen!). Fast radikaler als Perret formuliert er, dass er auf der Suche nach dem richtigen «Atem» und der «Raison d’être», dem zureichenden Grund von Filmen, eigentlich gar keinen Unterschied machen wolle zwischen der dokumentierten Wirklichkeit und ihrer manipulativen Erfindung.
Nicht filmhistorisch, weil doch schon die Gebrüder Lumière in ihrem ersten Film, LA SORTiE DE L'USINE LUMIERE A LYON(1895), durchaus dokumentarisch gedacht und doch nachinszeniert hätten, wie Arbeiter eine Fabrik verlassen (im «echten» Moment nämlich verpassten sie das richtige Timing). Erst recht nicht heute bei all den Mischformen aus «beobachtetem und wiederholtem Leben», ganz zu schweigen von den Techniken der Animation und des «Reenactment».Man versteht: Die achtsame Manipulation verhindert nicht jenes «gereinigte Kino, das der Wirklichkeit entstammt» und «ans tägliche Mysterium des Lebens erinnert» – und kurzum: «Ein Festival wie unseres kann die Definition des Realen nicht auf den Widerspruch zur Fiktion beschränken.
http://bazonline.ch
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Sennhausers Filmblog: Sidney Lumet ist tot
Sidney Lumet, einer der ganz grossen amerikanischen Regisseure, ist heute morgen in New York mit 86 Jahren gestorben. Radiobeitrag.
http://sennhausersfilmblog.ch
2011-04-10 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
THE FILMS OF JAY ROSENBLATT Vol 1
Der Amerikaner Jay Rosenblatt hat eine eigene Form des Filmemachens geschaffen, indem er Archivmaterial aus öffentlichen und privaten Filmen zu eigenen Geschichten verarbeitet. Atelier Visions du Réel 2011.
2011-04-10 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
FOREVER YOURS (IKUISESTI SINUN) von Mia Halme
Der Film beleuchtet das komplizierte Verhältnis zwischen Kindern, die in Instituationen mit ihren biologischen Eltern und ihren Pflegeeltern leben aus der emotionalen Sicht der Kinder. Compétition internationale Visions du Réel Nyon 2011.
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LE PRINCE ET SON IMAGE von Hugues Le Paige
Hugues La Paige begleitete jahrelang François Mitterand und machte mehrere Filme über seine politische Karriere. Zwanzig Jahre später hinterfragt er sein Verhältnis als Filmemacher zur Macht. Compétition internationale Visions du Réel Nyon 2011.
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Films suisses à Nyon 10 avril 2011-04-10 (Französisch)
Le coin de l'écran: Visions du Réel - Perspectives d’un Doc 2011-04-09 (Französisch)
MONSIEUR M., 1968 von Isabelle Berteletti, Laurent Cibien
Der Filmemacher und eine Musikerin finden ein schwarzes Tagebuch von 1968 in einem Keller in Montreux. Sie entdecken die Chronologie der 68er aus der Sicht eines Arbeiters. Compétition internationale Visions du Réel Nyon.
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FILM SOCIALISME von Jean-Luc Godard
Eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer: Mit dabei sind ein ehemaliger Kriegsverbrecher, ein französischer Philosoph, eine Polizistin aus Moskau, eine amerikanische Sängerin, ein Botschafter aus Palästina. Die Bilder unterscheiden sich stark von den Worten. Quo vadis Europa. Ein Mädchen und ihr kleiner Bruder bitten ihre Eltern um Erklärungen zu den Themen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Unsere Wiegen der Menschheit: Sechs echte/falsche Legenden werden besucht: Ägypten, Palästina, Odessa, Hellas, Neapel, Barcelona.
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Films suisses à Nyon 9 avril 2011-04-09 (Französisch)
SCHEICH IBRAHIM, BRUDER JIHAD von Andres Rump
Der Scheich Ibrahim leitet eine Moschee in Damaskus. Sein Landsmann "Bruder" Jihad zog sich in ein Kloster in den Bergen Syriens zurück. Die beiden Männer kännen und schätzen sich untereinander. Compétition internationale Visions du Réel Nyon 2011
2011-04-08 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Films suisses à Nyon 8 avril 2011-04-08 (Französisch)
Sennhausers Filmblog: Die Unverpassbaren Woche 14
POTICHE von François Ozon. Die in den 70er Jahren angesiedelte Emanzipationskomödie ist nicht halb so trivial, wie sie tut. Und dazu ein verspieltes Kompendium zum französischen Sozialkino von Chabrol bis Lelouch.
ALL I LOVE (Wszystko co kocham) von Jakub Gierszal Jacek Borcuch. Polenpunk und Russenangst aus der grossen Zeit von Solidarnosc: Lebensgefühl und Revoluzzer-Musik.
LUNG BONMEE RALUEK CHAT von Apichatpong Weerasethakul. Onkle Boonmees Sterben im thailändischen Dschungel bringt Leben ins verkrustete Weltkino. Der letztjährige Cannes-Sieger ist so skurril wie liebenswert.
IN A BETTER WORLD von Susanne Bier. Den Oscar hat sich die dänische Regisseurin verdient mit diesem programmatischen Drama um Gewaltbereitscheft und Gewaltverzicht im Alltag.
WINTER'S BONE von Debra Granik. Eine knallharte, aktuelle Stammesgeschichte von den Rändern der heutigen USA. Die junge Jennifer Lawrence ist sensationell, der Film so komplementär zu TRUE GRIT, dass Mattie und Ree wie Halbschwestern wirken.
http://sennhausersfilmblog.ch
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KEIN MENSCH IST ILLEGAL von Simon Labhart, Tina Bopp
Sie leben nicht am Rande der Gesellschaft, sonder unsichtbar mitten unter uns. Man nimmt sie nur wahr, wenn man sie zufällig schreien hört. Papierlos oder in einem ungeregelten Aufenthaltsstatus warten sie jahrelang auf eine Antwort. Im Juni 2010 wurde die Kleine Schanze in Bern eine Woche lang besetzt. Mehr als 300 Flüchtlinge und Aktivist/innen beteiligten sich. Der Film porträtiert drei Iraner, die unabhängig voneinander in ihrem Asylheim in den Hungerstreik traten und sich auf der Kleinen Schanze kennenlernten.
2011-04-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
ROMANS D'ADOS von Béatrice Bakhti
Virginie, Xavier, Jordann, Rachel, Thys, Mélanie und Aurélie sind 12 Jahre alt. Sie fühlen sich noch nicht richtig als Teenager, zeigen aber doch schon die ersten Regungen. Ihre Kommentare sind frisch, unbedarft und lustig. Dennoch blitzen bereits erste Anzeichen von Drama, Geheimnis und Zerrissenheit auf. Rücksichtsvoll, aber ehrlich, führen sie uns ihre Familien vor, und wir sehen, dass in der heutigen Zeit die gegensätzlichsten Universen nebeneinander bestehen. Der Film zeichnet eine filigrane Gesellschaft, in der der Rückhalt in der Familie an Bedeutung verliert.
2011-04-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
Films suisses à Nyon 7 avril 2011-04-07 (Französisch)
Visions du Réel Nyon 2011 du 7 au 13 avril 2011-04-07 (Französisch)
Swissinfo: Luciano Barisone dévoile ses Visions du Réel 2011-04-06 (Französisch)
Films suisses à Nyon le 6 avril 2011-04-06 (Französisch)
Mario Botta. Architektur und Gedächtnis
Grosse Sonderausstellung zum Architekturschaffen (1960-2010) von Mario Botta. Unter dem Titel «Mario Botta. Architektur & Gedächtnis» zeigt das Centre Dürrenmatt Neuchâtel eine umfassende Ausstellung über den Tessiner Architekten Mario Botta. Im Zentrum stehen dabei die Bibliotheken, die Museen und Theater sowie die zahlreichen Kirchen und Sakralräume. Mittels Fotografien, Zeichnungen, Skizzen, Filmen, Videoprojektionen sowie Plänen und Modellen werden die «spazi della memoria» im Raum dokumentiert.
Siehe auch den Film von Villi Hermann über Botta: TAMARO, STEINE UND ENGEL
Vernissage: Freitag, 1. April 2011, 18.30 Uhr Neuchâtel Centre Dürrenmatt
Ausstellung: 2. April 2011 – 31. Juli 2011
http://www.bundesmuseen.ch
2011-04-01 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen
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