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Nachrichten August 2009

cover80/heidiundpeter.jpg HEIDI UND PETER von Franz Schnyder am 30. August auf SF1
Zurück aus Frankfurt, wo Heidi den Sommer bei der Familie der gehbehinderten Clara Sesemann verbracht hat, steigen Heidi und ihr Grossvater, der Alpöhi, von der Alphütte ins Tal hinab, um den Winter im sicheren Dorf zu verbringen. Auch Geissenpeter ist hier, aber es fällt ihm schwer, sich im Schulalltag zurecht zu finden und sich um Lesen und Schreiben zu bemühen.
30. August 20h05 SF1
2009-08-30 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/geheiligtesgebein.jpg GEHEILIGTES GEBEIN von Dominik Wessely
Im Jahre 1955 besteigen 426 Basler Schulmädchen zwei Schiffe und fahren einem Rheinfrachter entgegen, in dessen Bug golden eine Frauenbüste schimmert – Gefäss für den Schädel der Heiligen Ursula, die nach hundertjähriger Odyssee nach Basel zurückkehrt.
2009-08-28 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/zuoz.jpg ZUOZ von Daniella Marxer wieder erhältlich
Der Dokumentarfilm ZUOZ führt in ein kleines, von der Außenwelt hermetisch abgeschirmtes Reich: ein Eliteinternat in den Schweizer Bergen. Filmemacherin Daniella Marxer - früher selbst Schülerin des "Lyzeum Alpinum Zuoz" - unternimmt eine Reise durch ein Labyrinth aus Zimmern und Korridoren und ermöglicht Einblicke in das Leben der Bewohner - Schüler und Lehrer.
2009-08-28 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

DES EPAULES SOLIDES d'Ursula Meier le 28 août à Lausanne 2009-08-28 (Französisch)

DRS4 Kulturstammtisch: Die Debatte um Fördergelder in der Kultur
Der Artikel «Drohungen, Rekurse, Beschwerden: Kulturleute auf Subventionsjagd» im Zürcher Tages-Anzeiger sorgte für heftige Reaktionen in der Kulturszene. Eric Facon spricht mit Marcy Goldberg, Filmwissenschaftlerin, und Guy Kneta, Autor, über die Debatte um Fördergelder in der Kultur und über den Festivalsommer.
2009-08-26 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/m/mieletcendres01.jpg MIEL ET CENDRES von Nadia Fares auf VOD
MIEL ET CENDRES erzählt die Geschichte und das Schicksal dreier Frauen im heutigen Nordafrika, eingeklemmt zwischen Tradition und Moderne: Naima, Ärztin, Amina, Universitätsabsolventin, und Leila, eine junge Studentin. Sie begegnen sich auf dem Weg in ein unabhängiges Leben.
2009-08-25 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

art-tv: SiWiC 2009 | Philippe Saire
Am diesjährigen Choreographie Weiterbildungskurs SiWiC coachte der renommierte Pädagoge und Choreograf Philippe Saire sechs ausgewählte Choreografen und rund 20 TänzerInnen. http://www.art-tv.ch
2009-08-25 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/clemifluechtet.jpgcover80/omensupermerle.jpgcover80/cora.jpgcover80/ichliebmichichliebmichnicht.jpg Kurzfilme von Lilian Franck
Lilian Franck, Coregisseurin von PIANOMANIA, der den Preis der Semaine de la Critique in Locarno gewann, hat mehrere experimentale Kurzfilme gedreht, die ihre plastisches Talent zeigen: CLEMI FLÜCHTET, OMEN, SUPERMERLE, CORA und ICH LIEB' MICH, ICH LIEB' MICH NICHT.
2009-08-25 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/zero.jpgcover80/thaivillageclassics.jpgcover80/deadpanrhythm.jpg Musik von WE DON'T CARE ABOUT MUSIC ANYWAY
Die Filmemacher von WE DON'T CARE ABOUT MUSIC ANWAY (Semaine de la Critique Locarno) haben uns einige wenige CDs von Musikern der Noise-Szene Tokyos mitgebracht, die in Europa fast nicht erhältlich sind: NOT WHAT HAPPENS (SafeAsHome). ZERO (Draco), THAI VILLAGE CLASSICS(L?K?O), OIGORU (L?K?O + U-Zhaan), QUESTION (Kirihito), KUU (Numb) und DEADPAN RHYTHM (Saidrum).
2009-08-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/hommequilfaut.jpg L'HOMME QU'IL FAUT A LA PLACE QU'IL FAUT von Cédric Dupire und Mathieu Imbert-Bouchard
Internationaler Musiker, ehemaliger französischer und dann guineischer Soldat, Vater einer Familie mit 34 Kindern, Fetichmeister, Diebevertreiber, Clanchef.. das Leben von Fabouda Oularé hat viele Facetten. Ein Film vom Regisseur von WE DON'T CARE ABOUT MUSIC ANYWAY.
2009-08-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/musafir.jpg MUSAFIR von Cédric Dupire und Pierre-Yves Perez
Musafir ist eine indische Folkloregruppe die verschiedene Kasten und Religionen vereint. Hammed Khan lebt zwischen Paris und Jaipur und sucht in Rajasthan die besten Musiker. Ein Film des Regisseurs von WE DON'T CARE ABOUT MUSIC ANYWAY der Semaine de la Critique Locarno.
2009-08-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/elenaschance.jpg ELENAS CHANCE - EINE SCHULE FÜR ALLE von Bernard Weber am am 24. August auf 3sat
Elena lebt mit der Behinderung „Down Syndrom“. Trotzdem besucht das Mädchen wie alle die Primarschule in Cham (ZG) und will nun in die Oberstufe wechseln. Bernard Weber hat Elenas Klasse über ein halbes Jahr begleitet und miterlebt, wie turbulent und bereichernd integrativer Unterricht sein kann.
Montag 24. August 22h25 3sat
Wiederholung Donnerstag 17. September 13h15 3sat
2009-08-24 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/missbrauchtenliebesbriefe.jpg DIE MISSBRAUCHTEN LIEBESBRIEFE von Leopold Lindtberg am 23. August auf SF1
Der Seldwyler Kaufmann Viktor Störteler, ein leicht grotesker Möchtegern-Poet, verliert seine Liebe wegen seiner literarischen Ambitionen. Viktor bittet seine Frau Gritli, während einer geschäftlich bedingten Abwesenheit mit ihm täglich in Form von Liebesbriefen zu korrespondieren. Gritli ist jedoch überfordert und bittet deshalb den jungen Lehrer Wilhelm, die Antwortbriefe zu schreiben. Dieser bringt in der Folgezeit die Briefe auch zu Papier, glaubt aber selbst Adressat der Liebesbriefe Gritlis zu sein.
23. August 13h10 SF1
2009-08-23 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/kapitalmensch.jpg KAPITAL: MENSCH von Robert Cibis und Lilian Franck
Drei Schicksale während ihres Kampfes durch die globale Arbeitswelt: Chamila Alvis emigriert von Sri Lanka nach Zypern. Dirk Wagner und Volker Nebelung fliehen vor der Bauflaute in Ostdeutschland. Headhunter Jay Gaines sucht einen Chef. Ein Film der Autoren von PIANOMANIA, der letzte Woche den Preis der Semaine de la Critique in Locarno gewonnen hat.
2009-08-22 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/jesusliebtdich.jpg JESUS LIEBT DICH von Lilian Franck, Michaela Kirst, Robert Kibis, Matthias Luthardt
WM 2006: Die Welt zu Gast in Deutschland. Darunter auch über 10.000 fundamentalistische Christen. Sie wollen keiner Mannschaft zujubeln, sondern Seelen retten. Ein Film der Autoren von PIANOMANIA, der letzte Woche den Preis der Semaine de la Critique in Locarno gewonnen hat.
2009-08-22 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Klopfenstein an der Mostra in Venedig
Die dem Kurzfilmschaffen vorbehaltene Sektion «Corto Cortissimo» zeigt als Abschlussfilm den 24-minütigen Film THE IT ALIENS des in Italien lebenden Schweizer Künstlers Clemens Klopfenstein in Ko-Regie mit seinem Sohn Lukas Klopfenstein. Damit steht neben Pipilotti Rist eine weitere Ikone des helvetischen Film- und Videoschaffens im Rampenlicht der 66. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica, welche vom 2. bis 12. September in Venedig stattfindet. Swiss Films.
2009-08-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Sennhausers Filmblog: Kinemathek Le Bon Film, Basel
Mit einem Fest und der Vorführung einer raren Kopie von Josef von Sternbergs THE SHANGHAI GESTURE von 1941 feierte das Stadkino Basel gestern Abend die Eröffnung der Kinemathek Le Bon Film. Sie besteht aus einer Sammlung von fünfhundert 35mm Filmkopien internationaler Klassiker: zentrale Werke des europäischen Filmschaffens, aus Hollywood und Südamerika. Ein Schwerpunkt der Sammlung bildet das deutsche Filmschaffen von 1929 bis heute. Die ursprünglich private Sammlung wurde Le Bon Film, dem ältesten aktiven Filmklub der Schweiz, vor rund zwei Jahren angeboten. http://sennhausersfilmblog.ch
2009-08-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/p/pepperminta04.jpg Tages Anzeiger: Pipilottis Farb-Orgasmen sind hollywoodwürdig
Starkünstlerin Pipilotti Rist hat ihren ersten Spielfilm gedreht. PEPPERMINTA ist subversiv wie eine Farbbombe, zum Brüllen komisch und glücklicherweise konventionell erzählt. (...)
Die Message ist klar: PEPPERMINTA steht wie Rists Videokunst für mehr Sinnlichkeit und weniger Rationalität. Für den Wunsch nach mehr Menschlichkeit in der Individualgesellschaft. Man kann das natürlich naiv nennen. Oder eskapistisch. Schliesslich wird die Welt nicht besser, wenn man sie mit Farbe bekleckert. Muss sie aber auch nicht. Es reicht, wenn «Pepperminta» das tut, was einen guten Film ausmacht: Den Zuschauer berühren, vielleicht sogar etwas in ihm auslösen. Ein Glücksgefühl. Sprachlosigkeit. Oder den Wunsch nach bunteren Kleidern. http://www.tagesanzeiger.ch
2009-08-21 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

LA FORTERESSE de Fernand Melgar recompensé en Allemagne et en Suisse 2009-08-20 (Französisch)

images/m/maurusnadiaflurina01.jpg Premiere MAURUS, NADIA, FLURINA von Ivo Zen am 20. August im Chur
Drei junge Menschen und ihre Geschichten. Gemeinsam ist ihnen, dass sie zum Ende des Sommers ihre Elternhäuser verlassen haben, um in Chur das Gymnasium zu besuchen. Die neuen Lebensabschnitte beginnen im Konvikt, einem Wohnheim in den Rebbergen oberhalb der Stadt.
20. August 18h30 Chur Kino Apollo (Film 19h00)
2009-08-20 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/v/vaterdiebe01.jpg VATERDIEBE von Esen Isik auf Video on Demand (VOD)
Meriç's Vater wird von der Geheimpolizei verschleppt. Traumatisiert von diesem Ereignis, sucht der kleine Junge nach Erklärungen und glaubt, Diebe hätten seinen Vater gestohlen. Er fantasiert sich seinen Vater herbei und versteckt ihn im Keller. Schweizer Filmpreis: Bester Kurzfilm 2000.
2009-08-19 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/polohoferabxang.jpg ABXANG Polo Hofer von Mirjam von Arx wieder erhältlich
18 Jahre lang standen Polo Hofer und seine SchmetterBand im Rampenlicht, auf und neben der Bühne. Dann entschied der Sänger, seine erfolgreichste Band aufzulösen.
2009-08-19 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/hazyosterwaldstory.jpg DIE HAZY OSTERWALD STORY von Franz J. Gottlieb
Nachdem Bandleader Hazy ausgebootet wurde, gründet er mit zwei Freunden eine neue Band. Der Erfolg lässt jedoch auf sich warten. Nicht mal in der Liebe hat der Musiker Glück. Seine Angebetete, die schöne Marianne, ziert sich. Biografischer Musikfilm um Hazy Osterwalds Sextett.
2009-08-18 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/yol.jpg YOL von Yilmaz Güney
Nach langem Warten dürfen einige Gefangene eines türkischen Gefängnisses in den Ausgang. Der Weg aller fünf Gefangenen zeugt von einem Land, das durch politische Repression zerissen ist.
2009-08-18 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/mattoregiert.jpg MATTO REGIERT von Leopold Lindtberg
Am Morgen nach einem Tanzfest, welches die Klinikinsassen organisiert hatten, findet man Herbert Caplaun, einen jungen Patienten, bewusstlos. Vom Klinikdirektor Dr. Ulrich Borstli, mit dem Caplaun einen heftigen Disput hatte und dem er beweisen wollte, dass er gesund sei, fehlt jede Spur. Um den Fall aufzuklären, wird Wachtmeister Studer hinzugezogen, der den toten Klinikdirektor schliesslich im Liftschacht findet.
2009-08-18 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/accoltiabracciachiuse.jpg ACCOLTI A BRACCIA CHIUSE von Alvaro Bizzarri
Zu Beginn der siebziger Jahre stand die Schweizer Immigrationspolitik im Brennpunkt der Debatten. Mit Heimkino-Mitteln beschloss der einfache italienische Arbeiter Alvaro Bizzarri, seine Situation - und diejenige von Hunderttausenden anderer - mit Spielfilmen aufzuzeigen. Ein einzigartiger Blick auf einen Sachverhalt, der das Land völlig zerkklüftete und der auch heute noch beklemmend aktuell ist.
2009-08-18 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/orlancarnalart.jpg ORLAN, CARNAL ART von Stephan Oriach
Orlan ist eine französische Künstlerin, die sich seit mehr als zwanzig Jahren Operationen der plastischen Chirurgie unterwirft, um eine Transformation ihres Körpers zu erlangen, die gegen jegliche Schönheitsstandards der Feminilität sprechen. Sie legt sich unters Skalpell und versucht damit, die Lücke zwischen Sein und Haben, zwischen Objekt und Subjekt, zu schliessen. Semaine de la Critique Locarno 2001.
2009-08-18 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/hafnersparadise.jpg HAFNER'S PARADISE von Günter Schwaiger
Umgeben von seinen Nazifreunden lebt der frühere Schweinezüchter, ruinierte Erfinder, Playboy und v.a. ehemalige Waffen-SS Offizier HAFNER in Spanien und träumt vom kommenden 4. Reich. Im Laufe des Filmes führt er uns in seine dunkle und groteske Welt ein, die er sich nach seinem Gutdünken zurechtgelegt hat und die er mit Stolz regiert. Schliesslich jedoch wird er von der Realität eingeholt. Semaine de la Critique Locarno 2007.
2009-08-18 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

DR4 Kulturstammtisch: Die Ära Maire geht zu Ende
Vier Jahre lang hat Frédéric Maire das Festival von Locarno als künstlerischer Direktor verantwortet – nachdem er ihm zuvor über zwanzig Jahre in verschiedenen Funktionen verbunden war. Jetzt übernimmt er die Leitung der Cinémathèque Suisse in Lausanne. Wie hat Maire das Festival geprägt, was für ein Erbe tritt sein Nachfolger Olivier Père jetzt an? Im DRS4-Kulturstammtisch hat Eric Facon die Fragen gestellt, an Marcy Goldberg und Michael Sennhauser.
2009-08-17 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

NZZ: Im globalen Dorfkino
Irgendwann etwa zur Halbzeit des Festivals konnte es passieren, dass man genug hatte. Dass man sich dachte, die Vorstellungen von dem, was Frédéric Maire in Locarno für wettbewerbsfähig oder einer Präsentation auf der Piazza Grande für würdig erachtet, und von dem, was man selbst beim jungen Autorenfilm für möglich hält oder sich für ein Open-Air-Kino von dieser Tragweite wünscht, gingen zu weit auseinander. So hätte man sich im Nachhinein manch stromlinienförmigen Wettbewerbsbeitrag, die halbstündige Werbesause für das neue Pokémon-Kinostück oder die holprige Tessiner Gruselgeschichte gerne geschenkt. (...)
Während ein Festivalwettbewerb eben das spiegelt, was es an mehr oder weniger Inspiriertem zwischen Cannes und Venedig zu haben gibt, muss die Piazza wieder als glanzvolles Freiluftkino bespielt werden. Maires Amtszeit belegt, dass dies allein mit dem Imperativ der Welturaufführung nicht zu machen ist. Und was wäre eigentlich so schlimm daran, in Locarno etwa einen Cannes-Siegerfilm zu präsentieren? http://www.nzz.ch
2009-08-17 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/m/mooninsideyou01.jpg THE MOON INSIDE YOU von Diana Fabiánová auf DVD
THE MOON INSIDE YOU bearbeitet eines der letzten Tabus: Die Menstruation. Jeder Verschwiegenheit sich widersetzend, lüftet der Film Dutzende Feigenblätter, wo die kollektive Norm sonst verklausuliert, sich mysteriös und manchmal sogar verlogen gibt. Vielschichtig entwickelt sich der Film auch in seiner Erzählweise, die mal informativ und reportagenartig ist, mal als Videotagebuch daherkommt, mal das Interview sucht, dann wieder die Provokation und den Schalk. Schön auch die visuelle Gestaltung, die sich – natürlich alles andere als zufällig – gern auf die Suche der Farbe Rot macht und auch mit klug eingesetztem Archivmaterial arbeitet. Bestechend zuletzt der über weite Strecken vorhandene spielerische Gestus, der nicht so sehr dazu dient, das Unstatthafte des Themas, die Berührungsangst zu entschärfen, als vielmehr ihre Falschheit zu entlarven. Semaine de la Critique Locarno 2009.
2009-08-17 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/c/cripsstrappednstrong01.jpg CRIPS STRAPPED'N STRONG von Joost Van der Valk und Mags Gavan auf DVD
Schwarze Männer zeigen der Kamera ihre nackten Oberkörper – jede Narbe steht für einen Schusswechsel. Offensichtlich stellt sich hier eine Gang vor. Nicht der Inhalt ihrer Erzählungen erstaunt, sondern die Sprache der Männer: Holländisch. Crips begleitet die Mitglieder der gleichnamigen kriminellen Gang in Den Haag, die ihren Namen von den grossen Brüdern in Los Angeles übernommen haben. Das Acro nym “Crips“ steht für «Community Revolution in Progress» und ist Programm: Die Gang bezeichnet sich als Familie, Loyalität ist ihr höchstes Gut. Semaine de la Critique Locarno 2009.
2009-08-17 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Tages Anzeiger: Venedigs filmische Brosamen in Locarno
Abhaken und auf bessere Zeiten hoffen: Mit dem 62. Filmfestival in Locarno endete die glanzlose Zeit unter Frédéric Maire. (...) Der letzte Siegerfilm von Locarno, der seinen Weg in die Schweizer Kinos fand, war DAS FRÄULEIN und hätte dies dank Heimvorteil auch ohne Goldenen Leoparden geschafft. Garantiert ohne Kinostart bleibt ein anderer Preisträger, und der heisst Pascal Couchepin. In der seltsamsten Aktion des Festivals wurde der abtretende Bundesrat klammheimlich und ohne nähere Erklärung mit einem Ehrenleoparden gewürdigt. Ob das dem internationalen Ansehen des Leoparden förderlich ist, wenn schon Magistraten zum Abschied mit einer Trophäe beschenkt werden, die eigentlich für die Filmkunst reserviert ist? Keinen Leoparden zum Abschied gabs für Frédéric Maire. Der Künstlerische Direktor hat sein letztes Festival genau so absolviert, wie man das von ihm erwarten konnte: sympathisch, bescheiden, glanzlos. Seine Bilanz ist zu dürftig und seine Amtszeit von vier Jahren zu kurz, als dass man von einer Ära sprechen könnte. (...) Am Samstag, als vor der Presse die Preise bekannt gegeben wurden, hockte ganz hinten im Eck ein Mann mit dunkler Sonnenbrille. Täuschte das, oder blickte er grimmiger als in den Tagen zuvor? Es war Olivier Père, der am 1. September den Posten als Künstlerischer Leiter antritt. Auf den Franzosen wartet enorm viel Arbeit in Locarno. http://www.tagesanzeiger.ch
2009-08-16 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Le Temps: Quatre défis qui attendent Olivier Père 2009-08-16 (Französisch)

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 16. August
10h00 La Sala: PIOMVO FUSO (Stefavo Savona)
10h00 L'altra Sala: SHAM MOH (Ho Yuhang)
12h00 La Sala: AKADIMIA PLATONOS (Filippos Tsitos)
12h00 L'altra Sala: LA DONATION (Bernard Emond)
14h00 La Sala: SHE, A CHINESE (Xiaolu Guo)
14h00 L'altra Sala: THE ANCHORAGE (C.W. Winter, Anders Edström)
16h00 La Sala: BUBEN.BARABAN (Alexei Mizgirev)
16h00 L'altra Sala: A RELIGIOSA PORTUGUESA (Eugène Green)
18h15 La Sala: NOTHING PERSONAL (Urszula Antoniak)
18h15 L'altra Sala: Court-métrages primés
2009-08-16 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/w/waldstaette01.jpg DIE WALDSTÄTTE DAMPFSCHIFFSYMPHONIE von Cyrill Schläpfer am 16. August in Altdorf
Nebulöse Gross-Projektion mit 6-Kanal Tonanlage im Saal des Tell-Schauspielhauses, freier Eintritt.
16. August 15h30 Altdorf, Theater Uri
Ausufernde Erst-Aufführung AN BORD - AM UFER
19. August ab ca. 21h Luzern, beim Inseli http://www.alpentoene.ch
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BIENVENUE EN SUISSE de Léa Fazer le 16 août sur TSR2 2009-08-16 (Französisch)

cover80/bootistvoll.jpg DAS BOOT IST VOLL von Markus Imhoof am 16. August auf SF1
Einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe von Flüchtlingen ist während des letzten Krieges der heimliche Grenzübertritt in die Schweiz gelungen. Sie alle können nicht wissen, dass diese Zuflucht trügerisch ist, dass Flüchtlinge «nur aus Rassengründen» kein Anrecht auf Asyl haben und dass seit einiger Zeit die Grenzen für Fremde verschlossen sind. Halbherzig von Schweizern aufgenommen und halb wieder verraten, sind die Flüchtlinge sogar bereit, sich selber preiszugeben um sich zu retten.
16. August 13h10 SF1
2009-08-16 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Hollywood Reporter: Locarno fest picks winners 2009-08-15 (Englisch)

Süddeutsche Zeitung: Verbotene Wahrheiten
In China wurden elf Aktivisten verhaftet, darunter der Künstler Ai Weiwei (BIRD'S NEST). Er veröffentlichte Namen von Schülern, die bei einem Erdbeben starben, in seinem Blog. Überrascht haben wird es ihn nicht, der Mann rechnet seit langem damit, verhaftet zu werden: Vor sechs Wochen, bei einem Besuch in seinem Beijinger Atelier, sagte Ai Weiwei auf die Frage, ob er seine Zukunft in China sehe, mit grimmigem Lachen: "Ich habe keine Zukunft. In dem Moment, in dem Sie diesen Raum verlassen, werde ich verschwinden." Er spielte damit darauf an, dass er als international renommierter Künstler zwar unter einem gewissen Schutz stehe, dass ihn das aber letzten Endes genau so wenig schütze wie all die anderen Dissidenten, die in China verschwinden, verurteilt oder sonst wie schikaniert werden. http://www.sueddeutsche.de
2009-08-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Swissinfo: Céline Bolomey dans le difficile rôle de jurée 2009-08-15 (Französisch)

images/logos/pardo.jpg Palmarès Locarno
Der goldene Leopard wurde an die europäische Produktion SHE, A CHINESE von Xiaolu Guo verliehen, drei andere Filme räumten jedoch gleich mit mehreren Preisen ab: BUBEN.BARABAN von Alexei Mizgirev (Spezialpreis der Jury, beste Regie), NOTHING PERSONAL von Urszula Antoniak (beste Darstellerin, bestes Erstlingswerk, Jugendjury, FIPRESCI, Art&Essai) und AKADIMIA PLATONOS von Filippos Tsitos (bester Darsteller, Jugendjury, ökumenische Jury). Der Leopard Cinéastes du Présent ging an THE ANCHORAGE von C. W. Winter und Anders Erdström. Christoph Schaub erhielt erwartet und verdient den Publikumspreis der Piazza für GIULIAS VERSCHWINDEN. Der Preis der Semaine de la Critique ging an PIANOMANIA von Robert Cibis und Lilian Franck, denen man eine schöne Kinokarriere wünscht. Im Schweizer Wettbewerb Léopards de Demain gewann Chris Niemeyer mit LAS PELOTAS den goldenen und Christof Wagner mit NACHTSPAZIERGANG den silbernen Pardino. Bei der Preisverleihung verabschiedete sich auch Frédéric Maire von seiner Equipe und vom Publikum. Marco Solari hielt eine gewohnt kämpferische Rede und forderte vor allem das junge Publikum auf, die Piazza nicht nur als Unterhaltung zu sehen, sondern die Filme mit kritischen Augen anzusehen (Originalton). Offenbar hatte Solari zu diesem Zeitpunkt noch nicht den letzten Piazzafilm gesehen (CHINGISIYN HOYOR ZAGAL), der als fiktiver Dokumentarheimatfilm ziemlich jeden kritischen Verstand ausser Kraft setzt.
2009-08-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/c/cantantedetango01.jpg Locarno: LA CANTANTE DE TANGO von Diego Martinez Vignatti
Jemand soll mal gesagt haben, der Tango sei ein Musik, der direkt in die Seele geht. Helena ist eine junge erfolgsversprechende Tangosängerin, von dem ihr Meister sagt, dass sie nicht nur singen soll, sondern auch interpretieren. Nur was man selber erlebt hat, kommt auch als Musik glaubwürdig hinüber. Dazu bekommt Helena im Film auch gleich Gelegenheit. Zu Beginn im Film sehen wir sie mit ihrem Freund, den man nur von hinten sieht, in einem Café, und der Freund erklärt ihr, dass er sie nicht mehr liebt und Schluss machen muss. Helena ist im Schock, geht auf die Strasse, verliert sich in einem Begräbnisumzug und bricht auf der Strasse zusammen. Über den Verlust ihres Freundes wird sie nicht mehr hinwegkommen und flüchtet in Träume, in den Selbstmordversuch und nach Frankreich in die Bretagne, wo sie als Bäckerin arbeitet, aber in ihrer Seele ist der Tango und die Musik holt sie wieder ein.
Der Film von Diego Martinez Vignatti ist in erster Linie eine Hommage an die Tangomusik, aber eine gekonnte: Da ist eine sichere, farbenstarke und träumische Bildsprache, die das Breitbild voll ausnützt, aber
auch ein Ton, der mit der Dynamik der Tangostimme arbeitet, und ein wesentlicher Teil des Filmes sind denn auch die Tangolieder selber.
2009-08-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Le Temps: Quatre hypothèses en guise de pronostics 2009-08-15 (Französisch)

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 15. August
11h00 La Sala: CEUX DE LA COLLINE Berni Goldblat, CHRIGI (Anja Kofmel)
11h00 Kursaal: DILEMMA (Edmund Heuberger, 1940)
14h00 Otello Ascona: Cinéastes du Présent: MIRNA (Corso Salani)
21h00 Piazza Grande: Palmarès, CHINGISIYN HOYOR ZAGAL (Byambasuren Davaa)
22h00 Rialto 1: BROTHERS (Igaal Niddam)
2009-08-15 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Libération: Les docus traquent le léopard 2009-08-14 (Französisch)

World Radio Switzerland: Cinema Roundtable: Locarno’s place in the film world 2009-08-14 (Englisch)

Direct sound rencontres de la Semaine de la Critique (7): Diana Fabiánová 2009-08-14 (Englisch)

DRS2 Aktuell: Locarno: Rückblick auf zehn Festivaltage
Das versammelte Team des Locarno-Magazins spricht über Highlights und Enttäuschungen des 62. Filmfestivals. Welche Filme haben Chancen auf den Goldenen Leoparden? Zu Gast ist Peter Klaus, Filmkritiker aus Deutschland.
Themen im Rückblick: «Manga Impact» kritisch beleuchtet: Faszinierende Werkschau oder lückenhafte Auswahl? Auslese der Kritikerwoche: Dokumentarfilm PIANOMANIA - Humor in einem Film über Klavierstimmer? Platzregen auf der Piazza: Magischer Moment oder Metapher für das Festivalprogramm? Die persönlichen Highlights von Filmredaktor Michael Sennhauser, Brigitte Häring und Romana Costa.
2009-08-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/m/mooninsideyou03.jpg art-tv: Pardo 09 | Semaine de la Critique | THE MOON INSIDE YOU
Für viele ist sie die beste Sektion des Festivals von Locarno, die Semaine de la Critique, die dieses Jahr ihr 20jähriges Jubliäum feiert. Sieben Filme sind im Programm, davon weiss der Film THE MOON INSIDE YOU das Publikum ganz besonders zu begeistern. http://www.art-tv.ch
2009-08-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Tagesspiegel: Hochhuth verliert gegen Peymann
Der Dramatiker Rolf Hochhuth verliert vor dem Berliner Landgericht – er darf am Berliner Ensemble nicht spielen. Wäre der Streit ein Theaterstück, so bewegte er sich im Genre irgendwo zwischen Hanswurstiade und Gerichtsschwank. http://www.tagesspiegel.de
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Le coin de l'écran: Locarno: jour de la journée suisse 2009-08-14 (Französisch)

Le Temps: Amours aveugles 2009-08-14 (Französisch)

cover80/maxfrischcitoyen.jpg MAX FRISCH, CITOYEN von Matthias von Gunten am 14. August auf SF1
Max Frisch war der letzte grosse Schweizer Intellektuelle, der auch über das eigene Land hinaus als «Stimme» breit wahrgenommen und geschätzt wurde: eine Figur, wie es sie heute kaum mehr gibt. Vor dem Hintergrund des vergehenden 20. Jahrhunderts spürt der Film Frischs Geschichte als Zeitzeuge nach und fragt, ob wir solche «Stimmen» überhaupt brauchen – oder heute auch ohne sie auskommen.¨
14. August 22h50 SF1
2009-08-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 14. August
11h00 La Sala: BROTHERS (Igaal Niddam)
11h00 Kursaal: NEGRESCO SCHIMPANSI (Wilhelm Eggert, 1939)
11h00 PalaVideo: FROM FESTIVAL TO CINEMA 1+2
14h00 Rialto 3: JEANNE LA PUCELLE (LES BATAILLES/LES PRISONS) (Jacques Rivette)
16h00 Pardo Bookshop: Semaine de la Critique: Rencontre Diana Fabiánová
16h15 L'altra Sala: Cinéastes du Présent: MIRNA (Corso Salani)
18h30 L'altra Sala: Semaine de la Critique: THE MOON INSIDE YOU (Diana Fabiánová)
21h30 Piazza Grande: TO LIVE AND DIE IN L.A. (William Friedkin)
22h00 Rialto 1: GEBURT (Silvia Haselbeck, Erich Langjahr)
2009-08-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Direct sound rencontres de la Semaine de la Critique (6): Alexander Gutman 2009-08-13 (Englisch)

DRS2 Aktuell: Locarno: Verliebter Backpacker - Detlev Bucks neuer Film
Der deutsche Filmemacher Detlev Buck wünscht sich zur Uraufführung seines Films «etwas Woodstock-Gefühl». Im Locarno-Magazin spricht er über sein neues Werk SAME BUT DIFFERENT Buck, bekannt aus HERR LEHMANN und als Regisseur der Komödie MÄNNERPENSION erzählt in seinem jüngsten Film eine wahre Geschichte über einen Backpacker, der sich in Kambodscha in eine Prostituierte verliebt.
2009-08-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

art-tv: Panel Kulturberichterstattung & Sponsoring in der Krise
Kultursponsoring wird immer wichtiger. Gerade in Zeiten der Finanzkrise. Die Kulturgelder der öffentlichen Hand stagnieren oder werden gekürzt. Kulturschaffende und Kulturveranstalter sind deshalb um so mehr auf Sponsorengelder angewiesen. Originalton auf dem Website von art-tv. http://www.art-tv.ch
2009-08-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

NZZ: Max Frischs drittes Tagebuch vor der Veröffentlichung
Der Suhrkamp-Verlag will im kommenden Jahr ein neues Werk von Max Frisch herausgeben. Es handelt sich um ein drittes Tagebuch aus den 80-er Jahren, das kürzlich entdeckt worden ist. Darin sind persönliche Betrachtungen, aber auch Reflexionen über die Reagan-Ära zu lesen. http://www.nzz.ch
2009-08-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Tribune de Genève: Le cinéma suisse se perd dans une vallée 2009-08-13 (Französisch)

images/v/valledelleombre01.jpg Sennhausers Filmblog: Locarno 09: Killersau im Schattental
LA VALLE DELLE OMBRE von Mihály Györik dürfte das Geschenk des Festivals an die Tessiner Bevölkerung sein. Ein mit etlicher Hilflosigkeit inszeniertes Sammelsurium dörflicher Gruselgeschichten, eingebettet in eine noch hilfloser inszenierte Rahmenhandlung mit Kindern. Dabei hätte der Kniff durchaus Potential: Weil die gruseligen Erzählungen den Kindern in den Mund gelegt werden, einer kleinen Gruppe in einem hochgelegenen Tessiner Dorf, lässt sich jegliche Ungereimtheit als Teil der kindlichen Schilderungen verkaufen. http://sennhausersfilmblog.ch
2009-08-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/t/tehranbedounemojavez01.jpg Der Tagesspiegel: «Iran ist wie ein Vulkan»
Die iranische Filmemacherin Sepideh Farsi kam 1984 für ein Mathematikstudium nach Frankreich. Seitdem lebt sie in Paris und Teheran. Auf dem aktuellen Filmfest Locarno zeigt sie TEHRAN WITHOUT PERMISSION, ein Porträt ihrer Geburtsstadt. Der Film entstand ohne Erlaubnis und ausschließlich mit einem Handy: "Zu Hause trägt man die Haare offen, hört Musik und schaut Filme, die man mag. Fernsehen empfangen die Iraner am liebsten über Satellit und aus der ganzen Welt. Dann und wann klopft ein Polizist an die Tür, vergibt einen Strafzettel und nimmt die Satellitenschüssel mit. Also geht man eine neue kaufen. In Teheran wird alles gesehen, auch CNN oder Arte. Wenn man aber auf die Straße geht, sind überall religiöse Botschaften, Propaganda und die „good moral police“. Es ist schizophren. Manchmal frage ich mich, wie die Iraner das alles zusammenbringen." http://www.tagesspiegel.de
2009-08-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Le Temps: La Suisse fête pour oublier ses films les plus ratés 2009-08-13 (Französisch)

Der Bund: Schweizer und andere Flops in Locarno
Die beiden Schweizer Filme, die gestern Premiere hatten, sind ähnlich unbefriedigend wie bisher die Besucherzahlen auf der Piazza Grande. Vor allem die Manga-Night erwies sich mit gerade mal 2500 Besuchern als Flop.
http://www.derbund.ch
2009-08-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/bootistvoll.jpg DAS BOOT IST VOLL von Markus Imhoof am 13. August und 20. August auf HD Suisse
Einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe von Flüchtlingen ist während des letzten Krieges der heimliche Grenzübertritt in die Schweiz gelungen. Sie alle können nicht wissen, dass diese Zuflucht trügerisch ist, dass Flüchtlinge «nur aus Rassengründen» kein Anrecht auf Asyl haben und dass seit einiger Zeit die Grenzen für Fremde verschlossen sind. Halbherzig von Schweizern aufgenommen und halb wieder verraten, sind die Flüchtlinge sogar bereit, sich selber preiszugeben um sich zu retten.
13. August 20h00 und 22h35 HD Suisse
20. August 10h00 und 14h50 HD Suisse
2009-08-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 13. August
11h00 Kursaal: Semaine de la Critique: THE MOON INSIDE YOU (Diana Fabiánová)
11h00 Fevi: Cinéastes du Présent: MIRNA (Corso Salani)
11h00 La Sala: GEBURT (Silvia Haselbeck, Erich Langjahr)
16h00 Pardo Bookshop: Semaine de la Critique: Rencontre Alexander Gutmann
16h15 Otello Ascona: Cinéastes du Présent: IVUL (Andrew Kötting)
18h30 L'altra Sala: Semaine de la Critique: 17 AUGUSTA (Alexander Gutman
21h00 Rialto 2: BABA'S SONG (Wolfgang Panzer)
21h30 Piazza Grande: SAME SAME BUT DIFFERENT (Detlev Buck), BLUE SOFA (Lara Fremder, Pippo Delbono, Giuseppe Baresi), PASSION (Jean-Luc Godard)
22h00 Rialto 1: TANDOORI LOVE (Oliver Paulus)
2009-08-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Direct sound rencontres de la Semaine de la Critique (5): Cédric Dupire and Gaspar Kuentz 2009-08-12 (Englisch)

Swissinfo: «A défaut d'argent, les cinéastes suisses ont des idées» 2009-08-12 (Französisch)

Tages Anzeiger: «SENNENTUNTSCHI ist schuld an der Finanzkrise»
Am Tag des Schweizer Films ist in Locarno über Kulturberichterstattung und Sponsoring in der Krise gesprochen worden. Mit dabei war SENNENTUNTSCHI-Regisseur Michael Steiner. (...) Teilnehmer der Debatte waren etwa Festivaldirektor Marco Solari, Filmemacher Michael Steiner und Filmproduzent Edi Stöckli. Er selber entscheide «aus dem Bauch heraus», welche Projekte er unterstütze, sagte Stöckli. Den Festivalfilm GIULIAS VERSCHWINDEN habe er nur deshalb gefördert, weil das Projekt ihm gefallen habe. Auch wenn das Werk von Christoph Schaub keinen Franken einspielen würde, würde es ihn nicht reuen, ihn gesponsert zu haben.
«Eine unübliche Einstellung» seufzte neben ihm Erfolgsregisseur Michael Steiner (GROUNDING), dessen fast fertiges SENNENTUNTSCHI wegen Bankrotts des Produzenten blockiert ist. Es sei durchaus möglich, dass der Film nie «das Licht der Leinwand» erblicke. Im übrigen sei SENNENTUNTSCHI schuld an der weltweiten Finanzkrise, weil auf dem alten Sagenstoff ein Fluch liege. Dieser habe nach der Logik des Schmetterlingseffekts vergangenen Herbst das weltweite Wirtschaftsdebakel ausgelöst. http://www.tagesanzeiger.ch
2009-08-12 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

NZZ: Die Geduld des Esels in Zeiten des Übergangs
Das lange Warten auf bessere Zeiten hat in Locarno schliesslich ein Ende gefunden – ausgerechnet in der Welturaufführung von Babak Jalalis FRONTIER BLUES, in dem drei Männer und ein Esel im nordiranischen Grenzland nahe Turkmenistan auf bessere Zeiten warten. Ein Film, welcher der harten Realität den Spiegel vorhält und ein radikal anderer Entwurf ist als die bis anhin gezeigten Innerlichkeitspanoramen dieses Wettbewerbs. (...)
Vom einzigen – mit französischem Geld gedrehten – Schweizer Wettbewerbsbeitrag COMPLICES ist zu vermelden, dass er mit seiner verhängnisvollen Liebesgeschichte zwischen einem Stricher und einer Heranwachsenden durchaus nahegeht. Der gebürtige Walliser Frédéric Mermoud wählt dann allerdings den konventionellen Weg eines Fernsehkrimis, womit seine Präsenz im Wettbewerb wohl eher als Schweizer Quotenfilm begründet ist und nicht durch seine ästhetische Kraft.
Im kleinen Wettbewerb der «Cinéastes du présent» in Locarno konnte man dann doch noch etwas Lustiges finden, dazu noch ausgerechnet vom eher zum Ernst neigenden Schweizer Regisseur Richard Dindo: Seine MARSDREAMERS immerhin verströmen am Lago Maggiore amerikanischen Optimismus, insofern es hier um eine Gruppe von Utopisten geht, die den roten Planeten zivilisatorisch erobern will. Der Film wäre aber gerade in all dem Vergnüglichen auch erstaunlich harmlos, wäre da nicht Pio Corradis Kamera. Sie findet zu subversiver Kraft und sendet von der Test-Kapsel im amerikanischen Gliedstaat Utah, dem Ort der wissenschaftlichen Vorbereitung des Projektes, aus bezwingend schöne Wüstenbilder ins Kino – gerade so, als kämen sie von einem anderen Planeten.
http://www.nzz.ch
2009-08-12 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Renato Berta reçoit le prix du cinéma du Tessin 2009-08-12 (Französisch)

DRS2 Aktuell: TANDOORI LOVE erhält Preis für beste Schweizer Filmmusik
Locarno im Zeichen des Schweizer Filmschaffens: Nicolas Bideau und die Filmwissenschafterin Marcy Goldberg sprechen über die Situation der hiesigen Filmszene. Und: der Preis für Schweizer Filmmusik geht an TANDOORI LOVE.
Tag des Schweizer Films am Festival in Locarno: Marcy Goldberg, Spezialistin für das einheimische Filmschaffen, stellt einen Umbruch im Filmgeschäft fest - Professionalisierung einerseits, zu wenig künstlerische Diversität andererseits. Nicolas Bideau beurteilt seine Rolle als BAK-Filmchef allerdings begrenzt, was die Auswirkung auf das Filmschaffen betrifft.
Den Preis für Schweizer Filmmusik geht dieses Jahr an Marcel Vaid. Er sorgte im Liebesfilm TANDOORI LOVE für einen Soundtrack zwischen Indien und Berner Oberland. Zusammen mit dem Regisseur Oliver Paulus spricht er über die Schwierigkeit, indische Musik für europäische Ohren zu arrangieren.
2009-08-12 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Panel: "Kulturberichterstattung und Sponsoring in der Krise" am 12. August in Locarno
Wer gibt hier eigentlich den Ton an? Kultursponsoring wird immer wichtiger. Gerade in Zeiten der Finanzkrise. Die Kulturgelder der öffentlichen Hand stagnieren oder werden gekürzt. Kultruschaffende und Kulturveranstalter sind deshalb um so mehr auf Sponsorgelder angewiesen. Aber die Finanzkrise macht vor allem auch der Wirtschaft un damit den Sponsoren zu schaffen. Stehen Sie zu ihrem finanziellen Engagement? Wie gehen Filmschaffende mit der neuen Situation um? Und was bedeutet die Finanzkrise für die Festivals? Unter der Leitung von Beat Glur diskutieren Pius Knüsel (Pro Helvetia), Gerhard Midding (Filmkritiker), Marco Solari (Präsident Filmfestival Locarno), Michael Steiner (Filmemacher) und Edi Stöckli (Produzent und Kinobesitzer)
Mittwoch 12. August 13h30 Locarno Spazio RSI/Magnolia
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cover80/retouragoree.jpg RETOUR A GOREE von Pierre-Yves Borgeaud am 12. August auf SF1
Der Film schildert die Reise des afrikanischen Sängers Youssou N'Dour auf den Spuren der schwarzen Sklaven und der von ihnen erfundenen Musik: dem Jazz. Es ist sein Ziel, sich ein Jazz-Repertoire anzueignen und es zu Ehren der Opfer der Sklaverei auf der Insel Gorée, die als Symbol des Sklavenhandels gilt, zu interpretieren.
12. August 00h15 SF1
2009-08-12 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 12. August
9h00 La Sala: Cinéastes du Présent: IVUL (Andrew Kötting)
11h00 Kursaal: Semaine de la Critique: 17 AUGUSTA (Alexander Gutman
11h00 La Sala: Concours SSA, Concours SUISA, TANDOORI LOVE (Oliver Paulus)
13h30 Spazio RSI-Magnolia: Panel discussion: “Qui donc donne le ton?” Sponsoring culturel en temps de crise
14h00 La Sala: Workshop: The Film Music Class
14h00 L'altra Sala: HEUTE NACHT ODER NIE (Daniel Schmid, 1972)
15h00 Pavillon Swiss Films: Presentation of the CD by the SUISA
16h00 Pardo Bookshop: Semaine de la Critique: Rencontre Gaspard Kuentz, Cédric Dupire
16h15 La Sala: BABA'S SONG (Wolfgang Panzer)
16h15 Otello Ascona: Cinéastes du Présent: THE MARSDREAMERS (Richard Dindo)
18h30 L'altra Sala: Semaine de la Critique: WE DON’T CARE ABOUT MUSIC ANYWAY... (Gaspard Kuentz, Cédric Dupire)
21h30 Piazza Grande: LA VALLE DELLE OMBRE (Mihály Györik)
21h30 Otello Ascona: Léopards de Demain: Compétition Suisse 2: SCHÖNZEIT (Irene Ledermann), LE TEMERAIRE (Lila Ribi), BRANDSTIFTER (Felix von Muralt), CONNIE (Judith Kurmann), NACHTSPAZIERUNGANG (Christof Wagner), LA SALLE DES MAITRES (Tareq Daoud), KISS WHO (Riccardo Bernasconi)
22h00 Rialto 1: DIE FRAU MIT DEN FÜNF ELEFANTEN (Vadim Jendreyko)
2009-08-12 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Son direct rencontres de la Semaine de la Critique (4): José Luis Valle 2009-08-11 (Französisch)

images/m/marsdreamers01.jpg filmsprung.ch: THE MARSDREAMERS von Richard Dindo
Die Reise zum Mars ist zwar ein schöner Traum, aber zuerst muss auf der Erde aufgeräumt werden. Das ist auch die gemeinsame Aussage, welche die Mars-Träumer an ihre Mitmenschen richten würden, sollten sie eines Tages tatsächlich zum Mars reisen: «Tragt Sorge zur Erde!» Wer sich ausgiebig damit beschäftigt, die Erde vielleicht für immer zu verlassen, erkennt auch, wie kostbar der blaue Planet ist.
THE MARSDREAMERS besticht hauptsächlich durch seinen Inhalt. Formal ist der Film nicht wirklich überragend. Dindo und Pio Corradi haben sich mit ihren HD-Kameras vor allem auf die Personen und die Landschaften konzentriert und dabei einige hübsche Bilder eingefangen, die manchmal auch den Zustand des Lebens auf der Erde dokumentieren. Sobald aber ein Interview in einem geschlossenen Raum stattfindet, verlieren die Aufnahmen an Spannung. Zwischen die sprechenden Köpfe sind echte Aufnahmen vom Mars und Visualisierungen der Missionen montiert. http://www.filmsprung.ch
2009-08-11 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/s/soundsandsilence01.jpg DRS2 Aktuell: Locarno: Anime-Spezialist und Musikproduzent im Gespräch
Der Anime-Spezialist Jonathan Clements befasst sich wissenschaftlich mit dem Thema rund um Roboter, Kriegswaffen und Fantasy. Ruhigere Töne verfolgt Musikproduzent Manfred Eicher. Das Filmfestival Locarno zeigt einen Dokumentarfilm über sein Schaffen.Für Clements, einen der wichtigsten westlichen Anime-Spezialisten, sind Animefilme ein Fenster in die fremde japanische Kultur. Die Ausweitung der einstigen Kindermärchen auf den internationalen Markt empfindet er nicht nur positiv - für Clements besteht die Gefahr, dass das spezifisch «Japanische» verloren geht.
Manfred Eicher gehört mit seinem ECM-Label zu den Grössen der internationalen Musikproduzenten. Bereits 1990 war er mit seinem Film HOLOZÄN am Filmfestival Locarno zu Gast und gewann den Spezialpreis der Jury. Nun haben zwei Berner Regisseure einen Dokumentarfilm über ihn gedreht. SOUNDS AND SILENCE ist ein essayistischer Film, in dem der Musiker bloss zwei Mal zu Wort kommt. Im Locarno-Magazin erläutert Manfred Eicher seine Vorstellungen von Filmmusik jenseits der reinen Bildillustration.
2009-08-11 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 11. August
11h00 Kursaal: Semaine de la Critique: WE DON’T CARE ABOUT MUSIC ANYWAY... (Gaspard Kuentz, Cédric Dupire)
11h00 La Sala: DIE FRAU MIT DEN FÜNF ELEFANTEN (Vadim Jendreyko)
11h00 Otello Ascona: COMPLICES (Frédéric Mermoud)
11h00 L'altra Sala: Léopards de Demain: Compétition Suisse 2: SCHÖNZEIT (Irene Ledermann), LE TEMERAIRE (Lila Ribi), BRANDSTIFTER (Felix von Muralt), CONNIE (Judith Kurmann), NACHTSPAZIERUNGANG (Christof Wagner), LA SALLE DES MAITRES (Tareq Daoud), KISS WHO (Riccardo Bernasconi)
16h00 Pardo Bookshop: Semaine de la Critique: Rencontre Pepe Valle
18h30 L'altra Sala: Semaine de la Critique: EL MILAGRO DEL PAPA (Pepe Valle)
18h30 Fevi: Cinéastes du Présent: IVUL (Andrew Kötting)
21h30 Piazza Grande: PETIT INDI (Marc Recha)
22h00 Rialto 1: HAPPY NEW YEAR (Christoph Schaub)
2009-08-11 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/g/giuliasverschwinden05.jpg NZZ: Giulias Fest
Das ist das Faszinierende am Kino – dass es die Welt um einen herum in einem Augenblick einfach vergessen macht. So wie am Samstagabend auf der Piazza Grande, als Christoph Schaubs Film GIULIAS VERSCHWINDEN jenen Zauber über das Festival legte, den man bis dahin vermisst hatte. (...) GIULIAS VERSCHWINDEN ist Schaubs bisher gelungenster Wurf, der mit seinem so poetischen wie unerbittlichen Blick auf das Leben an «Happy New Year» anknüpft. Und in manch magischem Moment schlich sich das Gefühl ein, dass der vor drei Jahren verstorbene Schweizer Regisseur Daniel Schmid, für den dieses Drehbuch ursprünglich verfasst wurde, auf die Piazza herunterblickte und seine helle Freude hatte an dem Spiel von Sein und Schein. http://www.nzz.ch
2009-08-10 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Son direct rencontres de la Semaine de la Critique (3): Robert Cibis 2009-08-10 (Französisch)

images/g/giuliasverschwinden05.jpg DRS2 Aktuell: Locarno: Die Macher von Giulias Verschwinden
Vor einer berstend vollen Piazza feierte am Samstag Christoph Schaubs Komödie GIULIAS VERSCHWINDEN Premiere. Der Film bietet grosse Namen und fulminante Wortgefechte. Erzählt wird die Geschichte einer Frau (Corinna Harfouch), die mit Freunden ihren 50. Geburtstag feiern will - und sich dann nicht mehr entschliessen kann, an das Fest zu gehen. So müssen die Freunde ohne Giulia über das Altern spassen und trauern. Im Locarno-Magazin sind zu Gast der Regisseur Christoph Schaub, Martin Suter als Autor des Drehbuchs und Balz Bachmann, der die Filmmusik schrieb.
2009-08-10 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Le Temps: Tous les arts au rendez-vous de Locarno 2009-08-10 (Französisch)

Le Temps: Un Valaisan dans la ville 2009-08-10 (Französisch)

images/s/soundsandsilence01.jpg Tages Anzeiger: Manfred Eichers Verschwinden
Da sitzt er und horcht in die Stille. So, als wollte uns schon seine Haltung zeigen, was es heisst, wenn einer ganz Ohr ist. Das «Leuchten des Klangs», wird Manfred Eicher später sagen, sei immer eine seiner Maximen gewesen. Fünf Jahre lang haben Peter Guyer und Norbert Wiedmer den Gründer des Musiklabels ECM mit der Kamera begleitet – in der Kirche mit Arvo Pärt oder im Studio mit Nik Bärtsch, an vielen Ecken der Welt. SOUNDS AND SILENCE ist ein Roadmovie auf der Spur des besonderen Klangs.
http://www.tagesanzeiger.ch
2009-08-10 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/g/giuliasverschwinden05.jpg Tages Anzeiger: So zärtlich brutal
In erstaunlich vielen Filmen in Locarno ist es bis jetzt um die schockierende Entdeckung gegangen, dass man älter und schliesslich alt wird. In jeder Generation. Manchmal (lang nicht immer) hat das Gefühl, alt zu werden, scheints tatsächlich etwas mit dem Alter zu tun. Das Glas über den Durst zum Beispiel beginnt irgendwann seine Harmlosigkeit und Bekömmlichkeit zu verlieren. So ab Mitte vierzig neigt man zu Fehlsicht und Bauch; und haben Sie gewusst, dass dann auch die Fähigkeit schwindet, geschmolzenen Käse zu verdauen?
Diese objektive Symptomatik widerlegt die zunehmend verzweifelte Behauptung, man sei so alt, wie man sich fühle. Und nicht oft hat man das im Kino derart elegant, nämlich so locker und zärtlich brutal in Dialogen verstreut, erzählt und anschaulich gemacht bekommen wie in GIULIAS VERSCHWINDEN, dem neuen Spielfilm des Zürcher Regisseurs Christoph Schaub.
Am Samstag (das Wetter hielt sich) hatte er Premiere auf der Piazza Grande und war eine niet- und nagelfest gefertigte Tragikomödie des Älterwerdens und der Weigerung, älter zu werden, des Jungseins und der Gewissheit, es zu bleiben, und des unbestreitbaren Altseins. Ein höchst nötiger Auftritt, ausserdem. Er trug wieder etwas künstlerische Würde in den Schweizer Film, der in letzter Zeit ja nicht durch sich selber aufgefallen ist, sondern durch das ihn umspielende Gekiefel. http://www.tagesanzeiger.ch
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images/p/pianomania01.jpg PIANOMANIA von Robert Cibis und Lilian Franck
Nach diesem Film werden Sie ein Klavier nie mehr so anhören wie zuvor. Klaviere werden oft als seelenlose Musikmaschinen bezeichnet. Der Klavierstimmer Stefan Knüpfer zeigt uns in diesem Film über seine Arbeit, dass Klaviere zwar hochkomplexe Maschinen sind, aber mit sehr viel Temparement. Knüpfer arbeitet an den Wiener Konzerthäusern und ist ein akribischer Techniker, der sich nie mit dem ersten Resultat zufrieden gibt. Seine Akribie wird nur noch übertroffen von den Ansprüchen der Pianisten, die ihre Stücke seit 40 Jahren spielen und genau wissen, welchen Ton sie hören möchten. Bei einer Bach-Einspielung, die ein Jahr vor den Aufnahmen schon vorbereitet wird, muss das Klavier nicht nur nach Klavier, sondern auch mal nach Cembalo oder Clavichord tönen können. Und so versucht Knüpfer mit allen seinen Instrumenten und auch eigenen Erfindungen das letzte aus dem Klavier herauszuholen... um dann vom Pianisten zu hören: "Das ist sehr interessant, aber..." Aber Knüpfer verliert seinen Humor nicht und versucht es wieder. Der Film ist sehr spielerisch, man versucht als Zuschauer die Klangunterschiede herauszuhören. Der Film ist sehr intelligent, weil er in die Tiefe geht und den Zuschauer ernst nimmt. Man weiss bei den Pianisten und beim Techniker oft nicht, ob sie neurotisch sind oder extreme Spezialisten, vermutlich beides. Und der Film ist oft auch sehr lustig, und nicht nur in den Momenten, wo japanische Performance-Pianisten das Kloavierspielen auf die Schippe nehmen. Man wünscht sich dem Film eine Kinoauswertung, die auf der Höhe des Films ist.
2009-08-10 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 10. August
11h00 Kursaal: Semaine de la Critique: EL MILAGRO DEL PAPA (Pepe Valle)
11h00 La Sala: HAPPY NEW YEAR (Christoph Schaub)
14h00 La Sala: Léopards de Demain: Compétition Suisse 2: SCHÖNZEIT (Irene Ledermann), LE TEMERAIRE (Lila Ribi), BRANDSTIFTER (Felix von Muralt), CONNIE (Judith Kurmann), NACHTSPAZIERUNGANG (Christof Wagner), LA SALLE DES MAITRES (Tareq Daoud), KISS WHO (Riccardo Bernasconi)
14h30 PalaVideo: SO LONG NO SEE (Véronique Goël)
16h00 Pardo Bookshop: Semaine de la Critique: Rencontre Robert Cibis, Lilian Franck
18h30 L'altra Sala: Semaine de la Critique: PIANOMANIA (Robert Cibis, Lilian Franck)
18h30 Fevi: Cinéastes du Présent: THE MARSDREAMERS (Richard Dindo)
20h30 La Sala: ANDRZEJ WAJDA: ROBMY ZDJECIE! (Piotr Stasik, Marcin Sauter, Thierry Paladino, Maciej Cuske), KATYN, TATARAK (Andrzej Wajda)
21h00 L'altra Sala: Compétition internationale: COMPLICES (Frédéric Mermoud)
21h30 Piazza Granda: Manga Night: MOBILE SUIT GUNDAM I (Yoshiyuki Tomino, 1981), LA MAISON EN PETITS CUBES (Kunio Kato), FIRST SQUAD: THE MOMENT OF TRUTH (Yoshiharu Ashino, Aljoscha Klimov, Misha Shprits), AKIRA (Katsuhiro Otomo, 1988)
22h00 Rialto 1: DIE STANDESBEAMTIN (Micha Lewinski)
23h00 Ex-Rex: JE PENSE A VOUS (Pascal Bonitzer)
2009-08-10 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/g/giuliasverschwinden05.jpg art-tv: Pardo 09 | Premiere GIULIAS VERSCHWINDEN
Aus Schweizer Sicht ist der neue Film von Christoph Schaub GIULIAS VERSCHWINDEN eines der Hauptevents des 62. Filmfestivals Locarno. Auf der Piazza Grande feierte der Film in Anwesenheit von Alt-Kanzler Gerhard Schröder und Bundesräten seine gelungene Premiere. http://www.art-tv.ch
2009-08-09 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/g/giuliasverschwinden05.jpg Sonntagszeitung: GIULIAS VERSCHWINDEN
GIULIAS VERSCHWINDEN ist eine köstlich funkelnde Komödie über das Unvermeidbare, voller Dialogperlen des Schriftstellers Martin Suter («Business-Class»). Geschrieben hat er das Drehbuch ursprünglich für Daniel Schmid. Nach dem Tod des Regisseurs im Jahr 2006 landete die Vorlage bei Christoph Schaub (STERNENBERG). Seine elegante Umsetzung der Geschichte hatte gestern Abend im Piazza-Programm von Locarno Premiere. Und ist ein Versprechen für den Kinoherbst. (...)
Unglaublich, zum Beispiel, wie Christoph Schaub in «Giulias Verschwinden» mit Schauspielern arbeitet: Lange Dialogszenen am Tisch werden durch ein hervorragendes Ensemble und eine aussergewöhnliche Kameraführung zum Genuss. Und wenn Corinna Harfouch - die Giulia - sich mit Bruno Ganz unterhält, wird die kleinste Geste zum Ereignis.
Am Wochenende ist der Schweizer Film in Locarno also aus der Versenkung aufgetaucht. Und Giulia? Bleibt sie verschwunden? Die Antwort darauf gibts ab Oktober im Kino. http://www.sonntagszeitung.ch
2009-08-09 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

NZZ: Der Zwist in der Filmbranche ist politisch fatal
Zum Filmfestival Locarno hat sich Unmut über die Förderung entladen. Hoffentlich zum Guten. (...)
Ein Hauptvorwurf betrifft die mangelnde Effizienz im diffizilen Förderungsprozedere beim BAK (...) Politisch gravierender ist der zweite Hauptvorwurf eines willkürlichen Umgangs mit Vorschriften, der selbst Copinage impliziert. Er ist im Rahmen einer von Bideau verfolgten Förderpolitik zu sehen, die auf ein starkes, auch den Autorenfilm einschliessendes Produzentenkino setzt, das dieser angeblich steuert. Ein für das unberechenbare Erfolgspotenzial des sich von den Rändern her erneuernden Autorenfilms zumindest nicht selig machendes Rezept, will diese Politik auch bei den vielbeschworenen «Lokomotiven» zurzeit kaum Früchte tragen.
Namentlich konzentriert sich die Kritik auf den Begutachtungsausschuss für den Spielfilm, der vom Produzenten Thierry Spicher geleitet wird; er gilt als Bideau-Getreuer. Dass an einer Sitzung im Juni über die neuen Projekte zweier Ausschussmitglieder befunden wurde, ohne dass diese für die ganze Sitzung (und nicht nur für den ihr Gesuch betreffenden Teil) in den Ausstand getreten sind, ist nun Juristenfutter beim BAK. Dieses soll für die erwünschte Klarheit im herrschenden Milizsystem bezüglich Kommissionsmitgliedschaften sorgen.
Die Aufsichtsbeschwerde ist ein Schuss vor den Bug der Sektion Film, ob es sich nun – schwer zu durchschauen – um die gewisse Nonchalance von Monsieur Cinéma und/oder eine Überforderung in seinem Stab handelt. Mündet sie in eine Bereinigung, mag sie ihr Gutes bewirkt haben. Die Beschwerdeführer jedenfalls bemühten sich in Locarno trotz der Androhung, allenfalls weitere Fälle publik zu machen, sichtlich darum, dem Image als «Zoffbrüder» gegenzusteuern. Ihnen sitzt ja auch die wachsende Mitgliederzahl der neuen, Bideau grundsätzlich positiv gesinnten IG Unabhängige Filmproduzenten im Nacken. Klar sein müssen sich alle Kombattanten, dass der Imageschaden für den Schweizer Film dort beträchtlich sein könnte, wo die Unterstützung der nationalen Politik bei der weiter notwendigen Erhöhung des Filmkredits gefragt ist. http://www.nzz.ch
2009-08-09 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Le coin de l'écran: GIULIAS VERSCHWINDEN et COMPLICES 2009-08-09 (Französisch)

images/c/complices01.jpg Filmsprung.ch: COMPLICES von Frédéric Mermoud
Unbekümmerte jugendliche Liebe trifft in COMPLCES auf abgeklärte erwachsene Einsamkeit. Das Spielfilmdebüt von Frédéric Mermoud ist der «Schweizer» Beitrag im Internationalen Wettbewerb von Locarno (lediglich eine Koproduktion, aber immerhin mit Schweizer Regisseur). Oberflächlich betrachtet ist COMPLICES ein einfacher Kriminalfilm, der sich aber auch als intimes Porträt zweier ungleicher Paare betrachten lässt. (...) Regisseur Frédéric Mermoud hat die Inszenierung im Wechsel zwischen verschiedenen Ebenen problemlos im Griff. Mehrwert erhält dieser an sich ziemlich konventionelle Kriminalfilm durch die wohlgeformten Figuren, die zwischen Euphorie und Depression schweben, ihre Träume zum Greifen nah und doch so weit entfernt. Einzig der Schluss, wenn Cagan und Rebecca nach Aufklärung des Falls noch einmal aufeinandertreffen, ist ein durch seinen Kitschfaktor leicht zu gewagter Epilog. Hier wird versöhnlich eine heile Welt in Aussicht gestellt, die zuvor erschütternd demaskiert wurde. http://www.filmsprung.ch
2009-08-09 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/g/giuliasverschwinden01.jpg Sennhausers Filmblog: Locarno 09: GIULIAS VERSCHWINDEN von Christoph Schaub
Schön ist er geworden, Christoph Schaubs neuer Film, nach einem Drehbuch von Martin Suter, das dieser ursprünglich für den verstorbenen Daniel Schmid geschrieben hatte. Es ist ein Ensemble-Film in episodischer Gleichzeitigkeit. GIULIAS VERSCHWINDEN ist elegant und raffiniert auf jeder Ebene. Das Schauspieler-Ensemble spielt in Höchstform, die Musik von Balz Bachmann und das Sounddesign von Peter Bräker sind subtil und mitreissend, Kamera und Schnitt unaufdringlich flüssig. Allenfalls über die Bildqualität liesse sich streiten, da fehlt mir derzeit aber noch der definitive Eindruck. In der Medienvorführung im Kursaal in Locarno sind die Kontraste etwas abgesoffen, das Bild wirkte gesamthaft oft etwas gar weich. http://sennhausersfilmblog.ch
2009-08-09 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Direct sound rencontres de la Semaine de la Critique (2): Joost van der Falk and Mags Gavan 2009-08-09 (Englisch)

JEUNE HOMME de Christoph Schaub le 9 août sr TSR2 2009-08-09 (Französisch)

images/1/10mai01.jpg DER 10. MAI von Franz Schnyder am 9. August auf SF1
Am 10. Mai 1940 marschiert Hitler in Holland, Belgien und Luxemburg ein – und entlang der Grenze zur Schweiz stellen sich deutsche Divisionen auf. Aus Furcht vor einem Überraschungsangriff befiehlt der Bundesrat die Generalmobilmachung.
9. August 13h10 SF1
2009-08-09 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 9. August
9h00 Pala Video:ACCOLTI A BRACCIA CHIUSE:
LO STAGIONALE, PAGINE DI VITA DELL’EMIGRAZIONE - EXCERPTS
(Alvaro Bizzarri)
11h00 Kursaal: Semaine de la Critique: PIANOMANIA (Robert Cibis, Lilian Franck)
11h00 La Sala: DIE STANDESBEAMTIN (Micha Lewinski)
14h00 Fevi: Compétition internationale: COMPLICES (Frédéric Mermoud)
16h00 Pardo Bookshop: Semaine de la Critique: Rencontre Joost Van der Valk, Mags Gavan
18h30 L'altra Sala: Semaine de la Critique: CRIPS, STRAPPED'N STRONG (Joost Van der Valk, Mags Gavan)
21h00 PalaVideo: SO LONG NO SEE (Véronique Goël)
21h30 Otello Ascona: Lépoards de Demain: Compétition suisse 1: A COTE (Basil da Cunha), LAS PELOTAS (Chris Niemeyer), KITSCH PANORAMA (Gilles Monnat), FREUD'S MAGIC POWDER (Edouard Gétaz), DEJA (Antonin Schopfer), VAS-Y JE T'AIME (Marie-Elsa Sgualdo)
21h30 Piazza Grande: LES DERNIERS JOURS DU MONDE (Arnaud Laireu, Jean-Marie Larieu)
22h00 Rialto: ISA HESSE-RABINOVITCH- DAS GROSSE SPIEL FILM (Anka Schmid) TELL-SPOT, SPIEGELEI, BODY BODY BLUES (Isa Hesse-Rabinovitch
2009-08-09 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Son direct rencontres de la Semaine de la Critique (1): Ruedi Gerber 2009-08-08 (Französisch)

Der Bund: Ein Fall für mehr als drei
Intransparenz, Ungleichbehandlung, Verletzung der Ausstandspflicht: Dies die gravierenden Vorwürfe, die eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Sektion Film erhebt. Der Konflikt provozierte an der Pressekonferenz des BAK in Locarno gar die Intervention von Bundesrat Pascal Couchepin. Und zeigt die tiefen Verwerfungen in der Filmbranche auf. (...)
In einer Aufsichtsbeschwerde werfen die beiden Schweizer Filmproduzentenverbände SFP und GARP der von Nicolas Bideau geleiteten Sektion Film und den Mitgliedern der selektiven Filmförderung gravierende Fehler vor, insbesondere den Verstoss gegen die Ausstandspflicht. So sollen zwei Mitglieder der Spielfilmkommission nicht reglementskonform in den Ausstand getreten sein, als es an der letzten dreitägigen Sitzung um ihre Projekte ging. «Das ist ein schwerer Angriff gegen die Redlichkeit unserer Kommission», sagt Jauslin. «Die Respektierung der Prozedere ist mir ein grosses Anliegen, ich weise diesen Vorwurf in aller Deutlichkeit zurück.» Er habe auch andere Kritikpunkte kontrolliert und festgestellt: «Alles ist in Ordnung. Diese Beschwerde macht mir keine Sorgen.»
Zu diesem Fazit kommt Jauslin – dessen Ausführungen von Bundesrat Pascal Couchepin zunehmend kritisch verfolgt werden –, obschon noch kein Bericht der BAK-Juristen vorliegt, welche die Vorwürfe untersuchen sollen. Als der Zürcher Filmemacher Samir mit Verweis auf ein E-Mail die Aussagen von Jauslin widerlegen will, platzt Couchepin der Kragen: Der Noch-Kulturminister erklärt die Diskussion kurzerhand für beendet – die Abklärung der Vorwürfe sei Sache der Juristen und nicht Gegenstand einer öffentlichen Verhandlung. Man kann Couchepins Intervention nicht anders denn als Kritik an seinem Amtsvorsteher interpretieren. Geschickter verhält sich Nicolas Bideau. Der Mann, der sonst gerne provoziert, geht auf die Vorwürfe mit keinem Wort ein. Er hält sich offenbar alle Optionen offen – vielleicht auch jene eines Bauernopfers, falls der Druck zu gross werden sollte.
Nach dem BAK laden auch die opponierenden Produzentenverbände zur Medieninformation. «Wir sind keine Zoff-Brüder. Wir mussten zum Mittel der Aufsichtsbeschwerde greifen, weil alle unsere Versuche, mit der Sektion Film in einen Dialog zu treten, nicht gefruchtet haben», sagt Andres Brütsch von GARP. Die Beschwerde richte sich nicht gegen Personen, sondern gegen die Sektion Film. «Es geht darum, dass in Bern ein Amt ist, mit dem man partnerschaftlich zusammenarbeiten kann. Dies ist derzeit nicht der Fall.» Nebst der Verletzung der Ausstandspflicht werfen die Produzenten der Sektion Film Intransparenz, Ungleichbehandlung und die Verschleppung von Verfahren vor.
«Ich war schockiert, als ich die Fälle studierte», sagt Willy Egloff, der die Beschwerde verfasst hat. «Die Dokumente belegen einen liederlichen Umgang der Sektion Film.» Was die Ausstandspflicht betrifft, einer der verfahrensrechtlich strengsten Regeln, ist für den Berner Jurist klar, «dass man sich nicht an die Vorschriften gehalten hat». Rolf Schmid, Präsident des SFP, droht, man werde weitere Beweise für Missstände vorlegen, falls das BAK die Beschwerde nicht ernst nehme und seriös überprüfe. (...)
Der Fördertopf in Bern ist einfach zu klein für alle Produzenten. Gerade weil dem so ist, muss die Sektion Film peinlich darauf achten, dass sie sich juristisch korrekt verhält und alle Gesuchsteller gleich behandelt. Die seriöse Überprüfung der Vorwürfe könnte neues Vertrauen schaffen. http://www.derbund.ch
2009-08-08 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/accoltiabracciachiuse.jpg ACCOLTI A BRACCIA CHIUSE - Premiere Alvaro Bizzarri und DVD-Taufe am 8. August in Locarno
Zu Beginn der siebziger Jahre stand die Schweizer Immigrationspolitik im Brennpunkt der Debatten. Mit Heimkino-Mitteln beschloss der einfache italienische Arbeiter Alvaro Bizzarri, seine Situation - und diejenige von Hunderttausenden anderer - mit Spielfilmen aufzuzeigen. Ein einzigartiger Blick auf einen Sachverhalt, der das Land völlig zerkklüftete und der auch heute noch beklemmend aktuell ist.
16h00 Pala Video: Film
18h00 Pardo Bookshop: Rencontre Alvaro Bizzarri
2009-08-08 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 8. August
11h00 Kursaal: Semaine de la Critique: CRIPS, STRAPPED'N STRONG (Joost Van der Valk, Mags Gavan)
11h00 La Sala: ISA HESSE-RABINOVITCH- DAS GROSSE SPIEL FILM (Anka Schmid), TELL-SPOT, SPIEGELEI, BODY BODY BLUES (Isa Hesse-Rabinovitch
11h00 L'altra Sala: Lépoards de Demain: Compétition suisse 1: A COTE (Basil da Cunha), LAS PELOTAS (Chris Niemeyer), KITSCH PANORAMA (Gilles Monnat), FREUD'S MAGIC POWDER (Edouard Gétaz), DEJA (Antonin Schopfer), VAS-Y JE T'AIME (Marie-Elsa Sgualdo)
16h00 Pardo Bookshop: Semaine de la Critique: Rencontre Ruedi Gerber
16h00 Pala Video: ACCOLTI A BRACCIA CHIUSE:
LO STAGIONALE, PAGINE DI VITA DELL’EMIGRAZIONE - EXCERPTS
(Alvaro Bizzarri)
18h00 Pardo Bookshop: Rencontre Alvaro Bizzarri
18h30 L'altra Sala: Semaine de la Critique: BREATH MADE VISIBLE (Ruedi Gerber)
21h30 Piazza Grande: LES YEUX DE SIMONE (Jean-Louis Porchet), GIULIAS VERSCHWINDEN (Christoph Schaub), SOUNDS AND SILENCE (Norbert Wiedmer)
23h00 Rialto 2: DIRTY PARADISE (Daniel Schweizer)
22h00 Rialto 1: DU BRUIT DANS LA TETE (Vincent Pluss)
2009-08-08 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

bluewin.ch: Neuerlicher Schlagabtausch in der Filmbranche
Der Filmproduzentenverband SFP und die Gruppe Autoren, Regisseure, Produzenten GARP setzten kurzfristig eine Medienkonferenz an, um die Gründe für ihre Aufsichtsbeschwerde gegen die selektive Filmförderung des Bundesamts für Kultur (BAK) zu erläutern.
Der Rechtsberater der Beschwerdeführer, Willy Egloff, sprach von einem "widerlicher Umgang" mit rechtlichen Vorschriften durch die BAK-Sektion Film. Hauptbeschwerdepunkt ist die Verletzung der Ausstandsregel: An einer dreitägigen Sitzung hatte die 5-köpfige Kommission zwei ihrer Mitglieder Fördergelder zugesprochen.
BAK-Chef Jean-Frédéric Jauslin erklärte in Locarno erneut, die entsprechenden Kommissionsmitglieder - Andrea Staka und Thierry Spicher - seien vorschriftsgemäss bei den Einzelsitzungen, in denen ihre Projekte verhandelt wurden, in den Ausstand getreten. http://www.bluewin.ch
2009-08-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Klein Report: Solari und Bideau über Stars und rote Teppiche
Stars, roter Teppich und der Wunsch einiger nach mehr Glamour haben zu hitzigen Diskussionen am Eröffnungsabend des Filmfestivals von Locarno geführt. Festivaldirektor Marco Solari traf auf Wirbelwind Nicolas Bideau, Filmchef im Bundesamt für Kultur (BAK). Die beiden diskutierten nach der flammenden Eröffnungsrede Solaris heftig, aber freundschaftlich miteinander. Der Festivaldirektor schlug einen weiten historischen Bogen zurück bis in die Zeiten von Mussolini. Widerstand sei angesagt. Das freiheitliche, rebellische Autorenfestival soll nicht von Marketingaktionen, die nicht die Filme und deren Protagonisten in den Vordergrund stellen, überlagert werden, forderte er. http://www.kleinreport.ch
2009-08-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Swissinfo: Couchepin et le cinéma 2009-08-07 (Französisch)

Communiqué BAK: Das Bundesamt für Kultur stellt sich den Herausforderungen der Zukunft
Das Bundesamt für Kultur stellt sich den digitalen Herausforderungen der Zukunft und lanciert einen multimedialen Filmmusikwettbewerb, «The Score». Mit der künftigen Unterstützung von Fernsehserien erweitert das BAK seine Förderungspolitik. Es sichert die Zukunft des Schweizer Filmpreises und die Rolle der Schweizer Filmakademie. http://www.news.admin.ch
2009-08-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Le Monde: La place très particulière du Festival du film de Locarno 2009-08-07 (Französisch)

Tages Anzeiger: Couchepin feiert magere Bilanz als Erfolg
Bundesrat Pascal Couchepin hat in Locarno die Resultate seiner Filmpolitik vorgelegt. Trotz geringem Erfolg verteidigte er das in den vergangenen Jahren entwickelte Konzept des «volksnahen Qualitätskinos».
2009-08-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

NZZ: Couchepin denkt auch an das Publikum
Bundesrat Pascal Couchepin hat am Rande des Filmfestivals Locarno die Bilanz seiner Filmpolitik vorgelegt. Er verteidigte das in den vergangenen Jahren entwickelte Konzept des «volksnahen Qualitätskinos». Die «kohärente Politik» des Bundes in der Filmpolitik trage Früchte, erklärte Couchepin am Freitag vor den Medien in Locarno: «Der Schweizer Film ist ein Gesprächsthema geworden – und für einige auch ein Grund, Stolz für die Schweiz zu empfinden.»
Kein Verständnis zeigte BAK-Direktor Jean-Frederic Jauslin für die von Filmproduzenten erhobenen Vorwürfe in Bezug auf die Förderpolitik des Bundes. In einer Aufsichtsbeschwerde von Ende Juli hatten diese den BAK-Verantwortlichen unter anderem vorgeworfen, Gesetzesvorschriften zu missachten, Entscheide zu verschleppen und nicht transparent genug zu handeln.
Transparenz sei auch im BAK «eine unverzichtbare Bedingung», sagte Jauslin. Die erhobenen Vorwürfe seien deshalb haltlos. Mit Blick auf die künftige Verleihung des Schweizer Filmpreises will das BAK in Zukunft etwas mehr Distanz auf operativer Ebene halten, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Stiftung Swiss Films soll künftig eine tragende Rolle spielen.
http://www.nzz.ch
2009-08-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Sennhausers Filmblog: Locarno 09: Medienkonferenz BAK – Wertschätzung & Transparenz
Die Filmförderungs-Ära Couchepin-Bideau wurde mit dem Begriffspaar qualité et popularité eingeläutet. Mit einem schon fast flehentlichen Wertschätzung und Transparenz hat Jean-Fédéric Jauslin, Chef des Bundesamtes für Kultur BAK, heute das Ausläuten eingeleitet. Zunächst aber hat ein gut gelaunter Bundesrat Pascal Couchepin eine positive Bilanz seines Wirkens als Kulturminister gezogen. Er hat es sogar in alter Souveränität fertig gebracht, die jüngsten Vorwürfe und Medienschlachten gegen seine Sektion Film positiv zu werten: “Man spricht vom Schweizer Film” ist sein Fazit. Und eigentlich sei heute alles besser als vor seinem Amtsantritt, mehr Geld, mehr Koproduktionsabkommen mit dem Ausland und, eben, viel mehr Aufmerksamkeit für den Schweizer Film. D’accord. Irgendwie stimmt das nämlich alles, zumindest wenn man die ungelösten Probleme ausblendet. (...)
http://sennhausersfilmblog.ch
2009-08-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

DRS2 Aktuell: Locarno: UNTER BAUERN, Filmpolitik
Gestern feierte der deutsche Film UNTER BAUERN in Locarno Weltpremiere. Auch die Filmpolitik steht einmal mehr im Zentrum: Filmredaktor Michael Sennhauser gibt Auskunft über die Aufsichtsbeschwerde, die gegen Nicolas Bideau, Chef der Sektion Film des Bundesamt für Kultur, eingereicht wurde. «Manga» oder «Anime»? Akira Tochigi, Kurator am National Film Center in Tokyo, erzählt von der Geschichte des japanischen Animationsfilms.
2009-08-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/b/beastwithin01.jpg THE BEAST WITHIN von Yves Scagliola am 7. August auf SF1
Keiner will sie und trotzdem schaut jeder hin: Tierkämpfe sind seit Menschengedenken ebenso verpönt wie beliebt. Was den Menschen dazu treibt, Tiere gegeneinander antreten zu lassen, dem geht dieser Film nach. Es ist eine Spurensuche, die auf den Fährten unserer martialischen Instinkte in diverse Kulturen führt.
7. August 22h50 SF1
2009-08-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 7. August
11h00 Kursaal: Semaine de la Critique BREATH MADE VISIBLE (Ruedi Gerber)
11h00 La Sala: DU BRUIT DANS LA TETE (Vincent Pluss)
14h00 La Sala: Lépoards de Demain: Compétition suisse 1: A COTE (Basil da Cunha), LAS PELOTAS (Chris Niemeyer), KITSCH PANORAMA (Gilles Monnat), FREUD'S MAGIC POWDER (Edouard Gétaz), DEJA (Antonin Schopfer), VAS-Y JE T'AIME (Marie-Elsa Sgualdo)
14h30 PalaVideo: DIE KÜNSTLERIN INGEBORG LÜSCHER (Renata Münzel)
17h30 La Sala: DIRTY PARADISE (Daniel Schweizer)
19h30 Rialto 2: TEHRAN BEDOUNE MOJAVEZ (Sepideh Farsi)
21h30 Piazza Grande: MY SISTER’S KEEPER (Nick Cassavetes), LE CONSEGUENZE DELL’AMORE (Paolo Sorrentino, 2004)
22h00 Rialto 2: FROM SOMEWHERE TO NOWHERE (Villi Hermann)
2009-08-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

DRS2 Aktuell: "Unser eigenes Kalifornien" im Tessin
Im Festivalzelt des Radio della Svizzera Italiana sprechen der künstlerische Leiter Frédéric Maire und Schweizer Regisseur Fredi Murer (VITUS) über die Bedeutung und einen möglichen Stilwechsel des Filmfestivals Locarno - «unser eigenes Kalifornien» (Murer) im Tessin.
2009-08-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

DRS1 Samstagsrundschau: Pius Knüsel, Direktor von Pro Helvetia
Ursprünglich 1939 gegründet zur kulturellen Selbstbehauptung fördert die Pro Helvetia auch heute noch die Schweizer Kultur. Was gibt es heute zu verteidigen? Welches sind interessante aktuelle Kulturtrends? Pro Helvetia-Direktor Pius Knüsel stellt sich den Fragen von Dieter Kohler.
2009-08-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/t/tehranbedounemojavez01.jpg Locarno: TEHRAN BEDOUNE MOJAVEZ von Sepideh Farsi
Sakkadierende Bilder von der Teheraner Grossstadt aus dem Auto. Dazu Rapmusik und ein provokativer Text. Erst mit der Zeit wird einem bewusst, dass der Rap in Farsi ist und von einer Musikgruppe, "die niemals spielen darf, die aber alle hören", wie die Regisseurin nach dem Film sagt. Die Kamera, ein Natel, taucht ein in die Grossstadt, zuerst in belanglosen Begegnungen, dann beginnen aber die Leute Geschichten zu erzählen. Sie zeugen von den Widersprüchen der iranischen Gesellschaft, die man auch schon in PERSEPOLIS mitbekommen hat: Einerseits die offizielle streng religiöse Doktrin, die auch von Wächtern überall in der Stadt durchgesetzt wird. Andererseits die wilden Parties, die man mit etwas Glück doch machen kann, wenn man weiss, wann die Wächter Pause machen. Da kursieren CDs mit dem Filmton von EYES WIDE SHUT und Drogen aller Art, was zeigt, dass der Ausflug in die Freiheiten auch mit Risiken verbunden ist und auch nicht immer politisch motiviert ist. In PERSEPOLIS war noch von Doppelmoral die Rede, aber hier sieht man, dass dreissig Jahre nach der islamistischen eine kulturelle Revolution im Gange ist mit einer Generation, die den Schah nicht mehr erlebt hat, die den Revolutionswächtern noch einiges Kopfzerbrechen verbreiten wird und den Iran zu einem gesellschaftspolitisch hochinteressanten Land machen. Der Film, der mit der Kamera ganz nah an den Leuten ist, leistet eine Immersion in den iranischen Alltag, die manches Vorurteil über die islamistischen Gesellschaften revidieren wird.
2009-08-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Hollywood Reporter: Locarno Film Festival in like a lion 2009-08-06 (Englisch)

NZZ: «Radikale Projekte sind bei uns mehr als willkommen»
Stunde null des Schweizer Films zum Auftakt des Filmfestivals Locarno. Im Schweizer Filmschaffen herrscht Unruhe, die marktbetonte Förderung durch den Bund steht in der Kritik. Das frühere «cinéma copain» der gegenseitigen Unterstützung unter Filmschaffenden habe sich auf die Ebene der öffentlichen Filmförderung verlagert, heisst es.(...)
Es herrsche Intransparenz und Wirrnis im Umgang der Sektion Film mit verschiedensten Vertretern der Branche, sagen Leute, die nicht zitiert werden wollen. – Schwachstellen der Filmsektion werden in der Kommunikation mit der Filmszene und in der oft etwas vorlauten Ankündigung von grossen Hoffnungsträgern geortet – und darin, dass sich diese gehäuft als finanzielle und inhaltlich-qualitative Enttäuschung herausstellten. Nicolas Bideau selbst betrachtet Letzteres im Gespräch als ein «Risiko des Business», während er den Vorwurf der Intransparenz energisch zurückweist: Er pflege eine sorgfältige Vernehmlassungspolitik und höre sich unparteiisch sämtliche Vertreter der Branche an: «Ich konsultiere sehr sorgfältig», erklärt er.
Bestimmt liegt nicht alle Verantwortung an der gegenwärtigen Misere bei der Sektion Film und ihrem Leiter, dem selbsternannten «Monsieur Cinéma». Dass die Schweizer Spielfilmproduktion oft harmlose Komödchen ohne Aussage auf unsere Leinwände hievt, die das Publikum nicht in Horden in die Kinos locken, dafür kann das BAK nichts.
«Radikale Projekte sind bei uns mehr als willkommen», erklärt Bideau. Woran aber liegt es dann, dass ein solches Ächzen und Harzen das Spielfilmschaffen quält? Wo sind die Filme, deren Inhalte – wie die mantrahaft zitierten Autorenwerke Alain Tanners, Claude Gorettas und Michel Soutters in den siebziger Jahren – das Kinopublikum bewegen, stechen, faszinieren und die so auch international Aufmerksamkeit auf sich ziehen? Weshalb gibt es keine Margarethe von Trotta, keinen Lars von Trier oder Michael Haneke in der Schweiz?
Pascal Trächslin, Geschäftsführer der Produktionsfirma Cineworx, weist auf mangelndes Geld für das Filmschaffen hin – und darauf, dass eine stete Konzentration des wenigen Geldes auf immer weniger, grössere Produzenten stattfinde. «Dadurch nimmt der Druck auf die einzelnen Akteure in der Branche immens zu», sagt Trächslin. Eine künstlerische Schwachstelle ortet die Filmemacherin Bettina Oberli, deren (ohne Bundesgelder finanzierter) Zweitling DIE HERBSTZEITLOSEN 2006 sämtliche Zuschauerrekorde eines Schweizer Films gesprengt hatte: «Wir nehmen uns in unseren Filmprojekten zu wenig ernst.» Man spüre aus den Geschichten keine Dringlichkeit, keinen Willen zur Aussage, meint Oberli. Dokumentarfilmer Matthias von Gunten (MAX FRISCH, CITOYEN) führt diesen Gedanken weiter: «Das Hauptproblem liegt darin», so von Gunten, «dass der klassische Autorenfilm als unprofessionell in Verruf geraten ist.» Professionell hingegen bedeute jetzt Filmindustrie, Arbeitsteilung, eine wichtigere Rolle der Produzenten – dabei habe man übersehen, dass die internationalen Erfolge etwa an den grossen Filmfestivals wie Cannes und Venedig immer Autorenfilme seien: «In ihren Versuchen, Filme zu machen, die aussehen wie richtige Blockbuster, sind den Filmemachern ihre inhaltliche Ernsthaftigkeit und ihre eigene Sprache abhandengekommen.» Auch für Produzent Christian Davi von der Zürcher Produktionsfirma Hugofilm (VITUS) liegt das Problem in einer künstlerischen Verunsicherung, die nach mehr Mut zum Inhalt verlange. Nur sieht er die Lösung gerade umgekehrt in einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Autoren und Produzenten.
http://www.nzz.ch
2009-08-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/e/ernanntesichsurava01.jpg ER NANNTE SICH SURAVA von Erich Schmid als Video on Demand (VOD)
Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. In Diskussionen um den Nationalsozialsmus wird oft die Frage aufgeworfen, wieviel die Öffentlichkeit wirklich damals wusste. Der Journalist Peter Surava versuchte in der Zeitung Nation über die Greueltaten der Nazis zu berichten, wurde aber immer wieder von der Zensur zurückgepfiffen. Die Fotos aus Polen mit Leichen von Juden wurden von der schweizerischen Zensurbehörde, geleitet vom Bundesrat von Steiger, ein ehemaliger Anwalt der Deutschen, als polnische Propaganda abgetan. Derweil investierte die Bundespolizei alle Mittel, um den Journalisten zu diskreditieren und ihn auch mundtot zu machen, was ihnen schliesslich gelang. Sogar den Namen hat man ihm weggenommen.
2009-08-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/fuoridallecorde.jpg FUORI DALLE CORDE von Fulvio Bernasconi
Wie viele seiner dreissigjährigen Altersgenossen, denen alle Wege noch offen stehen, durchlebt ein junger Boxer eine Krise. Mike träumt von einer schnellen, glorreichen Karriere als Boxer und wird dabei von seiner Schwester Anna unterstützt. Silberner Leopard Locarno 2007
2009-08-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/volerestunart.jpg VOLER EST UN ART von Pierre-André Thiébaud
1 Millionen, ein Stapel von 331 Metern Höhe, wenn man die 1000-Franken-Scheine aufeinander schichtet, ein Band von 465 Kilometern Länge, wenn man sie aneinander reiht. Gewicht: 400 Kilo. In Luft aufgelöst beim Überfall der UBS im Jahr 1990. Ein Rätsel, das nie gelöst wurde.
2009-08-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 6. August
11h00 La Sala: FROM SOMEWHERE TO NOWHERE (Villi Hermann)
16h15 La Sala TEHRAN BEDOUNE MOJAVEZ (Sepideh Farsi)
21h00 PalaVideo DIE KÜNSTLERIN INGEBORG LÜSCHER (Renata Münzel)
21h30 Piazza Grande: UNTER BAUERN- RETTER IN DER NACHT (Ludi Boeken), POM POKO (Isao Takahata)
23h00 Ex-Rex ON DIRAIT LE SUD (Vincent Pluss)
2009-08-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Basler Zeitung: Schweizer Filmförderung – Ärger in Bern
Bereits am Montag beurteilte Jauslin den Hauptkritikpunkt der Beschwerde, die Unterlassung der Ausstandspflicht von Kommissionsmitgliedern, über deren eigene Projekte verhandelt wird, als «nicht fundiert». Anne Weibel, Kommunikationsleiterin des BAK, sagte jedoch auf Nachfrage der BaZ, man nehme die Aufsichtsbeschwerde sehr ernst und werde sie sorgfältig prüfen. Während des Filmfestivals in Locarno wird es allerdings noch keine definitiven Aussagen dazu geben.(...)
Unterdessen gibt es in Bern noch ganz anderen Ärger. Ebenfalls am Montag fand im BAK ein informelles Treffen mit den beteiligten Produktionsfirmen vom Pleite-Film SENNENTUNTSCHI von Michael Steiner statt. Olivier Müller, Leiter der selektiven Filmförderung, machte auf Nachfrage keine Angaben zum Inhalt der vom BAK einberufenen Orientierung für die beteiligten Produzenten. Das Bundesamt besteht weiterhin auf der Rückforderung des Förderbeitrags von der Produktionsfirma Kontraproduktion, deren Inhaber Steiner selbst ist.
http://bazonline.ch
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NZZ: Im Tal von Licht und Schatten
Auf Maire folgt Père – der bereits im Vorfeld des Filmfestivals Locarno herumgereichte Kalauer nimmt den anstehenden Wechsel am Lago Maggiore vom Neuenburger Festivalleiter Frédéric Maire (der nach dieser Festivalausgabe zur Cinémathèque Suisse wechseln wird) zum Franzosen Olivier Père noch mit Humor. Aber der Familienzwist liegt bekanntlich nie weit beim grossen Schweizer Filmereignis, das nach der nur vierjährigen Amtszeit von Maire unter besonderen Energieströmen steht. Das wirft auch nachdenkliche Fragen auf wie etwa jene, was aus der Schweizer Institution wird in Zeiten härterer Festivalkonkurrenz und schwindender finanzieller Reserven.
Aber zunächst hat sich nun Maire, den man schon einmal zu jenen künstlerischen Direktoren zählen darf, welche sich nicht selbst in den Vordergrund spielten, und der immer wieder in schweizerischem Understatement den Filmen die Hauptrolle zusprach, zum Abschied einen kleinen Coup ausgedacht: http://www.nzz.ch
2009-08-05 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

OutNow Locarno Special
Das 62. Internationale Filmfestival von Locarno erkundet neue Horizonte und lädt unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum in Turin zu einer abenteuerlichen Entdeckungsreise in die Welt der japanischen Animationsfilme ein. Unter dem Titel "Manga Impact - The World of Japanese Animation" werden viele Filme und zahlreiche Premieren dem Publikum präsentiert. Dazu wurden auch renommierte Gäste aus der Szene eingeladen. Dies und Themen wie Immigration, Identität, Ökologie und dem Ende er Welt prägen dieses Jahr das Festival. http://outnow.ch
2009-08-05 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Le Temps: La Suisse plus près des étoiles 2009-08-05 (Französisch)

cover80/heimatklaenge.jpg HEIMATKLÄNGE von Stefan Schwietert am 5. August auf SF1
Die menschliche Stimme als ureigene Heimat, traditionell und modern, ursprünglichster Ausdruck und wilde Freiheit… Vom Juuchzen und andern Gesängen.
5. August 0h00 SF1
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images/logos/pardo.jpg Locarno ausgewählte Filme 5. August
17h00 Fevi: VITUS (Fredi M. Murer) and concert Teo Gheorghiu
21h30 Piazza Grande: (500) DAYS OF SUMMER (Marc Webb), LA GUERRE DES FILS DE LUMIÈRE CONTRE LES FILS DES TÉNÈBRES (Amos Gitai)
2009-08-05 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Filmfestival Locarno 5.-15. August 2009
http://www.pardo.ch
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Basler Zeitung: Streit um Schweizer Filmförderung eskaliert
In einem Artikel der Basler Zeitung äussert sich Nicolas Bideau wieder zur Beschwerde der Produzentenverbände: "«Was ich aus der Presse weiss», sagt Bideau gegenüber der BaZ, «stimmt so nicht.» Im Juni hätten insgesamt drei Sitzungen stattgefunden, geht Bideau mit der Auffassung von Staka einig. Die Ausstandsregel sei somit kein einziges Mal verletzt worden." Bideau entfernt sich damit von der Wortwahl von Jauslin, der von drei "Ateliers" sprach und widerspricht auch der Kommunikatikon auf der eigenen Website: Im Entscheidungsprotokoll der Sitzung des BAK heisst es "2. Sitzung Ausschuss "Spielfilm" vom 8. bis 10. Juni 2009". Wir sind gespannt auf die Version vom nächsten Freitag. http://bazonline.ch
2009-08-04 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Medienmitteilung der IG unabhängige Schweizer Filmproduzenten
In einer Pressemitteilung lässt die IG unabhängige Schweizer Filmproduzenten mitteilen, dass sie die Klage der beiden anderen Produzentenverbände gegen das BAK nicht unterstützt: "Wir glauben nicht, dass diese Art des Vorgehens zum Ziel führt, eine für die Schweiz erfolgreiche Filmpolitik zu betreiben. Auch uns ist bewusst, dass die Arbeitsweise beim BAK verbessert werden kann, wir sehen aber keine Notwendigkeit über Presse und offizielle Beschwerden einzuschreiten." Die IG legt auch Wert auf die Feststellung, dass sie für die Schweizer Produzenten repräsentativ ist: " Wir repräsentieren gegenwärtig das gesamte Spektrum der Produzentenlandschaft, von kleinen bis zu grossen Unternehmen aus sämtlichen Sprachregionen der Schweiz. Insgesamt vertritt die IG ca. 70% des Produktionsvolumens der unabhängigen Schweizer Produzenten." Anzumerken ist, dass die IG drei der fünf ständigen Mitglieder der Ausschusses "Spielfilm" des BAK stellt, der die Filmprojekte begutachtet. Die verbleibenden zwei Mitglieder sind ein Journalist und eine Verleiherin. http://www.independentproducers.ch
2009-08-04 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/championsvonmorgen.jpg CHAMPIONS VON MORGEN von Theo Stich
Seit sie 5-jährige Knirpse sind, wollen sie nur das Eine. Fussball ist ihr Leben, ihre Leidenschaft. Fussballstar werden – das ist ihr Traum. Davide Mariani, Dominik Trost und Raoul Mutter sind Junioren-Fussballer in Ausbildung. Der Fussball soll einmal ihr Beruf werden.
2009-08-03 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

RSR Première: Nicolas Bideau s'explique 2009-08-03 (Französisch)

NZZ: Vorwürfe gegen Filmförderung «nicht fundiert»
Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat am Montag eine Aufsichtsbeschwerde zweier Filmproduzentenverbände geprüft und beurteilt die Hauptkritikpunkte als «nicht fundiert». Die Verbände halten trotzdem am Vorwurf der «mangelhaften Geschäftsführung» fest. (...)
Hauptbeschwerdepunkt ist die Verletzung der Ausstandspflicht nach Artikel 24 der Verordnung des EDI über die Filmförderung: Demnach müssen Kommissions­mitglieder, die in ein zu beurteilendes Projekt involviert sind, während der ganzen Sitzung in den Ausstand treten. (...)
Die beiden Fachleute seien ordnungsgemäss bei der Diskussion ihrer eigenen Beiträge in den entsprechenden Sitzungen in den Ausstand getreten, sagte BAK-Direktor Jean-Frédéric Jauslin zur Nachrichtenagentur SDA. Würde man involvierte Kommissionsmitglieder während der ganzen Sitzungsperiode ausschliessen, wäre das Gremium gar nicht mehr funktionsfähig.
Für diesen Fall, so konterte SFP-Präsident Rolf Schmid gegenüber der SDA, gebe es ja gewählte Ersatzmitglieder, die Frau Staka und Herrn Spicher hätten vertreten können. Unter dem Vorgänger von BAK-Filmchef Nicolas Bideau, Marc Wehrlin, sei das jedenfalls konsequent so gehandhabt worden. (...)
Jauslin schliesst nicht aus, dass in einzelnen Fällen unbedeutende Fehler unterlaufen seien – «das ist ja menschlich». Aber was die Regeln betreffe – und da sei er persönlich sehr genau – hätten die Kommissions­mitglieder vorschriftsmässig gehandelt. Er habe «vollstes Vertrauen».
Er sei aber durchaus bereit, mit den Beschwerdeführern zusammenzusitzen und über allfällige Verbesserungen zu diskutieren, sagte Jauslin weiter. «Das wäre schön», so Schmid, aber daran zu glauben falle ihm schwer. http://www.nzz.ch
2009-08-03 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

DRS-Locarno-Magazin
DRS 2 und DRS 4 News produzieren dieses Jahr gemeinsam sieben Mal ein 25minütiges Festival-Magazin von der Piazza Grande in Locarno. Die Sendung ist «open air», aus dem offenen Zeltpavillon vor der Post in Locarno. Das DRS-Locarno-Magazin ist zu hören am 6. und 7. August, sowie vom 10. bis 14. August auf DRS 2 jeweils um 12 und 17 Uhr, sowie auf DRS 4 News um 11 und um 14.30 Uhr. http://www.drs2.ch
2009-08-03 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Haltung des ARF/FDS zu Aufsichtsbeschwerde der Produzentenverbände
Wir bedauern, dass es zu einer Aufsichtsbeschwerde kommen musste und dass die Sektion Film angesichts der zahlreichen Reklamationen und Briefe aus der Branche nicht früher selbst ein Audit zur Überprüfung ihrer Förderpolitik und deren Abläufe an die Hand genommen hat. Der Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz hat sich bisher an den Weg der direkten Auseinandersetzung gehalten. Alleine und gemeinsam mit den anderen Filmverbänden haben wir diesbezüglich unzählige Gespräche mit dem Chef der Sektion Film geführt, haben ihm und dem BAK-Direktor Jean-Frédéric Jauslin ebenso wie der Eidgenössischen Filmkommission unzählige Briefe geschrieben. Die Resultate sind ernüchternd. Es sind keine Veränderungen auszumachen und wir machen uns grosse Sorgen bezüglich der politischen Auswirkungen der aktuellen Filmpolitik des Bundes.
Wir begrüssen es deshalb sehr, dass die Produzenten ihre Verantwortung wahrgenommen haben und mit dieser Aufsichtsbeschwerde die Wiederherstellung einer verlässlichen Sektion Film und einer vertrauenswürdigen Förderungspolitik des Bundes einfordern.
Wir hoffen, dass die Beschwerde vom BAK ernst genommen wird – im Interesse der Bundesfilmförderung, der SteuerzahlerInnen ebenso wie im Interesse der Filmbranche. Es ist höchste Zeit, dass das Vertrauen in die Filmförderung und in die Sektion Film wieder hergestellt wird. Namentlich muss auf administrativer Ebene die Verfahrensgerechtigkeit, der Grundsatz der Gleichbehandlung, die Anwendung angemessener Fristen, die strikte Einhaltung der Ausstandsregeln in der selektiven Filmförderung, eine faire und somit keine willkürliche Behandlung der Gesuche durch die Verwaltung in der Vorprüfung sowie eine nachvollziehbare Handhabung der Anerkennung als Schweizer Film wieder gewährleistet sein.
Auf filmpolitischer Ebene muss unabhängig von der Aufsichtsbeschwerde und den administrativen Abläufen angesichts der von der Sektion Film eingeschlagenen Förderpolitik (Forcierung eines Intendantenmodells, zu enge Fixiertheit auf Produzentenförderung, Versuch der Konzentration auf wenige „gute“ und grosse Produzenten) dringend eine Kurskorrektur vorgenommen werden. Es sind die AutorInnen und ihre Filme, die die Bundesfilmförderung legitimieren, und nicht die gewerbliche Struktur der Filmbranche. Wir können in der aktuellen Filmpolitik des Bundes weder eine Vision, geschweige denn eine Strategie erkennen, Rahmenbe-dingungen dafür zu schaffen – sowohl für die UrheberInnen als auch für die ProduzentInnen –, dass gute, spannende und kreative Schweizer Filme entstehen können, die ihren Weg zum Publikum im In- und Ausland finden.
Ganz konkret braucht es dringend eine Verstärkung der Drehbuchförderung und der Projektentwicklung. Hier gilt es, mutiger und grosszügiger in Talente und Ideen zu investieren. Die Stärke der Schweiz lag schon immer in der Qualität ihrer Produkte und Werke, und nicht in deren massenhafter Verbreitung. Das gilt nicht zuletzt auch für den Schweizer Film. Für ein multikulturelles Land wie die Schweiz ist darüber hinaus die Vielfalt ein zentraler Wert, der nicht vergessen werden darf. Und in ihrer Herstellungsphase sollten Projekte so gefördert werden, dass das produzentische Risiko tragbar bleibt und alle am Film Beteiligten nicht zu Hungerlöhnen arbeiten müssen. http://www.realisateurs.ch
2009-08-03 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/partages.jpg PARTAGES von Roland Pellarin
Der solidarische Tourismus ist erfolgreich. Studenten und Pensionierte gehen zu Hauf auf Baustellen in den Ferien.
2009-08-03 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

VON WERRA de Werner Schweizer le 3 août sur TSR2 2009-08-03 (Französisch)

Sonntagszeitung: Aufsichtsbeschwerde gegen Filmförderer Bideau
Gegen Nicolas Bideau, den Filmförderer im Bundesamt für Kultur (BAK), ist eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht worden. Die beiden grossen Schweizer Filmproduzenten-Verbände werfen Bideau und seinen Mitarbeitern von der Sektion Film «Missachtung gesetzlicher Vorschriften und Rechtsverweigerung» vor.
Besonders gravierend ist der Vorwurf, Regisseure und Produzenten hätten an Sitzungen teilgenommen, an denen über ihre eigenen Projekte entschieden wurde. Darüber hinaus wird in der Beschwerde unter anderem beanstandet, dass die Förderlimite bei Spielfilmen mehrmals willkürlich überschritten worden sei, dass beschlossene Subventionen mehrere Monate zu spät ausbezahlt und einfache Gesuche im Extremfall während Jahren nicht erledigt worden seien. http://www.sonntagszeitung.ch
2009-08-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Sonntag: Bideau «Ich bleibe noch mindestens vier Jahre»
In einem Interview im Sonntag kündigt Nicolas Bideau an, dass er trotz Rücktritt von Bundesrat Couchepin weiter der Chef der Sektion Film des Bundesamtes für Kultur bleiben will. "Die Arbit ist noch nicht getan, wir sind erst auf dem halben Weg zum Gipfel. Wir wollen die Felswand bis nach oben erklimmen. (...) Wir haben mit dem Schweizer Film noch eine lange Kletterpartie vor uns. Ich habe die Kraft, diese zu meistern - physisch und mental. Und ich werde von meinen Chef, Jean-Frédéric Jauslin, voll unterstützt." Nicolas Bideau bleibt optimistisch: "Unsere Filmförderung hat wieder eine Nähe geschaffen zu den Verleihern und den Kinobetreibern, die letztlich dafür sorgen, dass die Filme auch gesehen werden. Die Eintrittszahlen sind in den letzten vier Jahren im Schnitt tendenziell gestiegen." Zahlen nennt Bideau hier jedoch keine (zur Erinnerung: 2005 6.6%, 2006 9.5%, 2007 5.4%, 2008 4.0%). Bideau äussert sich auch zur Akte SENNENTUNTSCHI, wobei er die Schuld den Produzenten zuweist: "Es sind Fehler passiert, die der Produktionsgesellschaft angelastet werden müssen. Und einer der Koproduzenten hat einen gravierenden Fehler gemacht, nachdem uns das Dossier präsentiert wurde. Danach war die Schieflage nicht mehr auszugleichen." Schliesslich kündigt er an, dass er Swiss Films mandatiert, den Schweizer Filmpreis 2010 zu organisieren, wobei die Akademie die Nominierung und eine Jury die Preisträger bestimmt. "Das Jurysystem hat sich bewährt, aber wir sind in Zukunft offen für andere Vorschläge". http://www.sonntagonline.ch
2009-08-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Bieler Tagblatt: BAK dementiert «Vetternwirtschaft»
Pünktlich auf das Filmfestival von Locarno hin, das am Mittwoch beginnt, kulminiert der Protest einiger Schweizer Filmemacher und -produzenten gegen die Filmförderung des Bundes: Zwei Filmproduzenten­verbände haben eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht.
Einen der (...) Fälle betrifft die Drehbuchentwicklung für den Film CURE von Andrea Staka (DAS FRÄULEIN), die in der Kommission sitzt. Als es um ihr Projekt gegangen sei, "bin ich in den Ausstand getreten", sagte sie dem "SonntagsBlick". Das bestätigte auch der oberste Filmchef Nicolas Bideau dem Blatt.
Samir reicht das nicht: Gemäss Bundesverwaltungs­gesetz dürften Kommissionsmitglieder, deren Projekte beurteilt werden, überhaupt nicht an den Sitzungen teilnehmen. Das bestätigt auch der Artikel 24 der Verordnung des EDI über die Filmförderung.
Laut Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamts für Kultur (BAK), ist "Sitzung" aber nicht gleich "Sitzung". Die dreitägige Sitzung vom 8.-10. Juni sei in einzelne "Ateliers" unterteilt gewesen. Kommissionsmitglieder müssen gemäss Gesetz nur denjenigen Ateliers fernbleiben, zu dessen Thema sie ein Projekt eingereicht hätten.
Würden "befangene" Experten gleich der ganzen Sitzungsperiode fernbleiben, wäre die Kommission gar nicht mehr funktionsfähig.
Bei der Aufsichtsbeschwerde der beiden Produzenten­verbände SFP und GARP, von der die "SonntagsZeitung" berichtet, sei der Vorwurf der Verletzung der Ausstandsregeln nur einer von etwa 10 bis 12 Beschwerdepunkten, so Jauslin gegenüber der SDA.
(Anmerkung: Die Filmförderungsverordnung kennt den Begriff Ateliers nicht. Auch in den Kommunikationen des BAK wurde bis heute nur der Begriff Sitzung verwendet.) http://www.bielertagblatt.ch
2009-08-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Blick: Samir bläst zum Angriff
Der erfolgreiche Regisseur wirft der Schweizer Filmförderung vor, den Filz zu fördern. Und will Belege haben. Pünktlich zum Filmfestival Locarno kündigt er Rekurs gegen einen Entscheid der Behörde an.
Samir (54) ist sauer, sogar stinksauer auf Teile der Schweizer Filmszene: «Ein übler Sumpf der Vetternwirtschaft.» Auch auf den obersten Filmförderer, Nicolas Bideau: «Sein Abgang ist überfällig.» Und auf einige Berufskollegen: «Da schaufeln sich welche gegenseitig Fördergelder zu.»
Zwar sind die Vorwürfe des Regisseurs und Produzenten nicht neu. Neu aber ist: Filz und Kumpanei sind laut Samir nun schwarz auf weiss belegbar.
Den Ausschlag gab die schriftliche Ablehnung seines Projekts ANNA BÖHNY an einer Sitzung der Schweizer Filmförderung. Der Ausschuss Spielfilm tagte vom 8. bis 10. Juni 2009. Mitglieder waren gemäss Protokoll Andrea Staka und Thierry Spicher, Chef der Filmkommission. Was Samir besonders stossend findet: Beide profitieren direkt von Empfehlungen des eigenen Gremiums. Regisseurin Andrea Staka (35) soll 45000 Franken für die Drehbuch entwicklung von CURE erhalten. Spicher (46) ist mit seiner Firma Box Productions an A PERDRE LA RAISON beteiligt.
Dieselbe Kommission beschloss, den Film mit 350000 Franken aus öffentlichen Mitteln zu unterstützen. «Dabei wird», so Samir, «sogar die Obergrenze von 300000 Franken für Koproduktionsgelder verletzt.» Auffällig ist auch, dass die sechs zugesprochenen Zusagen für Herstellung und Koproduktionen nur den Projekten der IG Film zugute kommen – die Produzentenverbände GARP und SFP gingen leer aus.
Ausschussmitglieder, die über Gelder entscheiden, welche ihren eigenen Projekten zufliessen – das sei illegal. Samir: «Ein Verstoss gegen die allgemeine Ausstandsregel beim Bund.» Er begründet dieses Verhalten mit den vielen Seilschaften, die es im Geflecht von Behörden und Kulturschaffenden gebe. Nun bereitet seine Produktionsfirma Dschoint Ventschr einen juristischen Rekurs vor, «und zwar gegen sämtliche Entscheide der Sitzung».
Mit den Vorwürfen konfrontiert, räumt Staka ein, dass sie damals Ausschussmitglied war. «Aber als es um mein Projekt ging, bin ich in den Ausstand getreten», sagt sie.
Nicolas Bideau (40), Chef der Schweizer Filmförderung, betont: «Die jeweiligen Personen waren nicht anwesend, als es um ihr Projekt ging.» Doch Samir reicht das nicht. «Das Bundesverwaltungsgesetz gibt vor: Wer ein Projekt hat, soll der ganzen Sitzung fernbleiben, die über die Gelder bestimmt.» Thierry Spicher sagt nur: «Kein Kommentar.» Er bestreitet aber vehement, dass er Mitglied des Ausschusses war. Obwohl er als Ausschussmitglied im Protokoll steht.
(Anmerkung1: Art. 24 der Verordnung über die Filmförderung FiFV: "Ist eine Expertin oder ein Experte in Bezug auf ein traktandiertes Gesuch befangen, so tritt sie oder er für die Dauer der gesamten Sitzung in den Ausstand."
Anmerkung 2: Drei der fünf Mitglieder des Ausschusses Spielfilm sind Mitglieder der IG unabhängige Schweizer Filmproduzenten)
http://www.blick.ch
2009-08-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/landammannstauffacher.jpg LANDAMMANN STAUFFACHER von Leopold Lindtberg am 2. August auf SF1
Dieser 1941 mitten im Zweiten Weltkrieg produzierte Schweizer Filmklassiker dreht sich um die Frage, wie man sich gegenüber einem übermächtigen Feind verhalten soll: Kämpfen oder sich unterwerfen?
2. August 13h05 SF1
2009-08-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/p/pardoscreen01.jpgimages/p/pardoscreen02.jpgimages/p/pardoscreen03.jpgimages/p/pardoscreen04.jpgimages/p/pardoscreen05.jpgimages/p/pardoscreen06.jpg Die Leinwand der Piazza Grande ist bereit
http://www.pardo.ch
2009-08-01 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/logos/semainedelacritique160s.jpg Rencontre mit dem Regisseur der la Semaine de la Critique
Die Autorenfilmbuchhandlung artfilm.ch, die Semaine de la Critique und die Libreria Locarnese organisieren dieses Jahr zum ersten Mal die Rencontre avec le réalisateur. Ein Filmkritiker führt ein Gespräch mit einem Filmautor täglich um 16h im Pardo Bookshop. Anschliessend finden DVD-Signierungen statt.
Vom 5. bis 15. August führt die Libreria Locarnese mit artfillm.ch auch den Pardo Bookshop mit einer breiten Auswahl an DVD, Büchern und Postkarten.
artfilm.ch AG mit Sitz in Lausanne ist ein führender Händler für Schweizer Autorenfilme auf Internet und hat über 1000 Titel als DVD und 60 Titel als VOD im Sortiment.
Sa 8.8. 16h00: Ruedi Gerber BREATH MADE VISIBLE

So 9.8. 16h00: Joost Van der Valk, Mags Gavan 
 CRIPS, STRAPPED'N STRONG

Mo 10.8. 16h00: Robert Cibis, Lilian Franck PIANOMANIA

Di 11.8. 16h00: Pepe Valle EL MILAGRO DEL PAPA

Mi 12.8. 16h00: Gaspard Kuentz, Cédric Dupire 
WE DON’T CARE ABOUT MUSIC ANYWAY...

Do 13.8. 16h00: Alexander Gutmann 17 AUGUSTA

Fr 14.8 16h00: Diana Fabiánová THE MOON INSIDE YOU
Special Event Sa 8.8. 18h00 DVD Premiere Alvaro Bizzarri
2009-08-01 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

ALP-TRAUM von Clemens Klopfenstein am 1. August auf SF1
Der Bankfilialleiter Jucker fühlt sich bedroht. Die Kommissare von Burg und Gertsch wimmeln ihn ab, schliesslich ist Vollmond und sein Anruf ist nicht der einzige beknackte, den sie erhalten. Zwei Stunden später werden sie zu einer Bankfiliale gerufen. Auf dem Parkplatz liegt der tote Jucker, neben ihm ein Schwerverletzter.
1. August 22h35 SF1
2009-08-01 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/snowwhite.jpg SNOW WHITE von Samir am 1. august auf 3sat
ie 20jährige Nico (Julie Fournier) ist ein Partygirl aus Zürich. Aus reichem Haus von der Zürcher Goldküste lebt sie seit Schulabschluss in den Tag hinein und beschäftigt sich mit nichts anderem als sich selbst. Die Beziehung zu ihren Eltern ist praktisch inexistent. Der Vater eifert seinem Beruf und dem Geld als Banker nach und ist selten zu Hause. Die Mutter lebt alleine und hat schon Mühe, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Sie ist derart manisch depressiv, dass sie manchmal nicht mehr mal ihre eigene Tochter wiedererkennt.
1. August 21h22 3sat
2009-08-01 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

LES CHORISTES de Christophe Barratier le 1er août sur TSR1 2009-08-01 (Französisch)

cover80/bergaufbergab.jpg BERGAUF, BERGAB von Hans Haldimann am 1. August auf 3sat
Die Bergbauernfamilie Kempf im Urner Schächental lebt auf drei Höfen in verschiedenen Höhenlagen. Zehnmal im Jahr ziehen sie mit ihrem Vieh um, im Frühling bergwärts, im Herbst talwärts – und im Winter wieder in die Höhe, auf ihren Hof Pfaffen auf 1725 Metern Höhe, um dort das Vieh mit dem Heu zu füttern, das sie während des Sommers an den steilen Hängen geerntet haben.
1. August 20h15 3sat
2009-08-01 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/petitesfugues.jpg PETITES FUGUES von Yves Yersin am 1. August auf 3sat
Auf einem Bauernhof mit traditionellen Hierarchien, in dem die Zeit stillgestanden zu sein scheint, vollzieht sich ein erst stiller, dann aber umso heftigerer Umbruch: Der Knecht Pipe, seit mehr als dreissig Jahren eine treue und zuverlässige Arbeitskraft, kauft sich mit seiner Altersrente ein Mofa.
1. August 16h30 3sat
2009-08-01 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen