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Nachrichten Dezember 2009

DRS4 Kulturstammtisch: Rückblick auf 2009
Zum Ende des Jahres sprechen Marcy Goldberg und Balts Nill mit Gastgeber Eric Facon über die kulturellen Höhepunkte des vergangenen Jahres.
2009-12-30 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/besserundbesser.jpg BESSER UND BESSER von Alfredo Knuchel und Norbert Wiedmer
Armin Bader, 61, glaubt immer noch an die Verheissungen der 50er Jahre – Glück, Wohlstand, Fortschritt -, obwohl ihn das Leben eigentlich eines Besseren hätte belehren sollen. Nach etlichen missglückten Anläufen, sich selbständig zu machen, muss er stempeln gehen und wird nach zwei Jahren ausgesteuert. Aus schierer Not richtet er im Keller seines Reihenhauses eine Lichtpauserei ein. Marlies, seine Frau, und Markus, der bald dreissigjährige Sohn, der auch ohne Arbeit ist, helfen mit. Visions du Réel Nyon 1996 Prix du long-métrage
2009-12-28 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/dumichauch.jpg DU MICH AUCH von Dani Levy
Sie lieben sich, die trennen sich, sie wissen nicht weiter. Eine Berliner Geschichte, die von den Wirren der Liebe erzählt. Doch da ist dann plötzlich eine Leiche, Gangster nehmen die Verfolgung auf und das getrennte Paar irrt durch die Strassen der Stadt.
2009-12-23 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/standesbeamtin.jpg DIE STANDESBEAMTIN von Micha Lewinsky
Rahel Hubli arbeitet als Standesbeamtin. Doch an die grosse Liebe glaubt sie schon lange nicht mehr. Erst als ihr Jugendfreund Ben plötzlich wieder auftaucht, erinnert sich Rahel, wie es sich anfühlt, verliebt zu sein.
2009-12-23 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/colourofyoursocks.jpg THE COLOUR OF YOUR SOCKS - A YEAR WITH PIPILOTTI RIST von Michael Hegglin
Der Film begleitet die Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist bei ihrem Schaffen rund um die Welt und zeigt sie in ihrem Atelier in Zürich ebenso wie im Museum of Modern Art in New York. Erstmals gewährt sie einem Dokumentarfilmer Einblick in ihr Schaffen.
2009-12-23 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/c/cargo02.jpg Gedanken zur Bilderwelt in CARGO
Walter Rohner schrieb folgenden Kommentar zum Film CARGO: Durch die Bilderwelt im Innern der Kassandra ist in mir das Gefühl einer grossen Beklemmung entstanden, das Gefühl einer "désolation totale". Ein ähnliches Erlebnis hatte ich im Film STALKER von Andrei Tarkovsky, den ich vor mehr als 20 Jahren gesehen hatte und der mir wie wenig andere atmosphärisch bis jetzt ganz stark in Erinnerung ist. - Das Besondere in diesem Film ist unter anderem, dass hier nicht ein blitzblankes, perfekt funktionierendes Raumschiff unterwegs ist, wie es sonst in solchen Filmen der Fall ist. Nein, es wird einem zu Bewusstsein gebracht, dass auch solche Vehikel altern und irgendwann mal zerfallen. Man wird an seinen eigenen Tod erinnert. Der Kontrast zwischen den schönen Bildern der Erde und diesem abgetakelten Raumschiff ist wuchtig, ein starkes Element des Films. Und dieser Kontrast löste in mir einmal mehr die Erkenntnis aus: ja, es gibt keine Alternative zu unserer guten alten Erde ("immer noch schön", sagt Laura einmal) und wir sollten wirklich Sorge zu ihr tragen. Und eine weitere Botschaft entnahm ich dem Film: leben wir das wirkliche Leben und nicht Simulationen! Das scheint mir ein ganz aktuelles Thema, angesichts all der virtuellen Welten, die sich im Internet auftun. (...)
2009-12-23 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/d/doit01.jpg DO IT von Sabine Gisiger und Marcel Zwingli auf Video on Demand (VOD)
Die Odyssee des Wahrsagers Daniele von Arb, der als 16jähriger mit Freunden in den revolutionären Untergrund ging und als Schweizer Topterrorist in die Schlagzeilen kam. Schweizer Filmpreis: Bester Dokumentarfilm 2001
2009-12-18 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Das Programm der Solothurner Filmtage ist online
Das Festivalprogramm kann ab sofort als PDF heruntergeladen werden. Im Januar gibt es dann auch eine iPhone App. http://www.solothurnerfilmtage.ch
2009-12-17 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Bestellungen für Weihnachten
Die Post teilt uns folgende Daten mit, damit Bestellungen noch vor Weihnachten eintreffen:
Schweiz: 23. Dezember 10h00
Europa: 15. Dezember 12h00
Welt: 9. Dezember
2009-12-16 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/s/soundofinsects05.jpg Cineman: DAS WEISSE BAND holt den europäischen Filmpreis
Europäischer Filmpreis für DAS WEISSE BAND: Michael Haneke setzte sich am Samstagabend in Bochum gegen Danny Boyles SLUMDOG MILLIONNAIRE durch. Zum ersten Mal in der Geschichte des Europäischen Filmpreises holte sich auch ein Schweizer Film eine Auszeichnung: Peter Liechti wurde mit seinem Dokumentarfilm THE SOUND OF INSECTS «für eine aussergewöhnliche visuelle Erzählung zwischen Leben und Tod ausgezeichnet», so die Jury.
http://www.cineman.ch
2009-12-14 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Als die Nazis die Kommunisten holten...
Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.
Martin Niemöller
2009-12-13 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/schlaraffenland.jpg SCHLARAFFENLAND von Felix Tissi
Sie leben im Schrott, reden Blech und malen sich die Welt neu an. Da kommt Johanna und streicht alles wieder um. Fast wie im richtigen Kino drhen Verderben, Liebe und Tod.
2009-12-12 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

WOZ: Das Land im Taumel
Die Minarettabstimmung versetzt die Schweiz in einen Erregungszustand, weil die bürgerliche Elite vergessen hat, dass es ohne Rechtsstaat keine Demokratie gibt.
Die Minarettinitiative hat das Potenzial zum historischen Moment, gerade weil es vordergründig um nichts geht. Man glaubt, keine Verantwortung übernehmen zu müssen für das, was danach geschieht. Doch die Erregung ist da, weil sich plötzlich eine Mehrheit fand, von der man nicht glaubte, dass es sie gibt. Vielleicht gibt es sie auch noch nicht als feste Grösse. Nur weiss die Rechte den Moment zu nutzen.
Die SVP hat verstanden, dass sie gewinnt, wenn sie die Erregung bewirtschaftet. Wer den Nerv trifft, verursacht ein Zittern und Beben. Der Nerv, das ist der Kern der Demokratie: Menschenrechte, Grundrechte, Gewaltenteilung. Menschenrechte sind unverhandelbar, Grundrechte sind unverhandelbar, und die Gewaltenteilung ist es auch. Trotzdem rüttelt die SVP seit Jahren systematisch an diesem Kern.
Die letzte Initiative, die für ungültig erklärt wurde, war 1996 die Initiative «für eine vernünftige Asylpolitik», die faktisch das Asylrecht abgeschafft hätte. Seither lotet die Rechte die Grenze gekonnt aus; bewusst initiiert sie die Konfrontation direkte Demokratie versus Rechtsstaat. Das Volk gegen die Richter – das verstehen alle.
Wenn Politiker oder Richter nun den Minarettentscheid nicht respektierten, werde es Unruhen geben, drohte Nationalrat Christoph Mörgeli diese Woche im «Club». Die Erregung geht weiter und die Diffamierung des Rechtsstaats ebenso. Doch die Bürgerlichen glauben naiv, sie müssten auf die diffusen Ängste des Volkes eingehen, Burkas und nichtchristliche Friedhöfe thematisieren – derweil die rechten Truppen längst weitermarschieren und bereits die nächste Schlacht vorbereiten: die Ausschaffungsinitiative.
Der Bundesrat hat schon in der Botschaft festgehalten, dass die Initiative gegen die Bundesverfassung, gegen die Menschenrechtskonvention und gegen das EU-Personenfreizügigkeitsabkommen verstosse. Das Parlament beschäftigt sich diese Woche damit. Findet es den Mut, die SVP-Initiative für ungültig zu erklären? Irgendwann hat die bürgerliche Elite dieses Landes vergessen, worum es in der Demokratie wirklich geht. Die Erregung lässt sich an der Urne nicht bezwingen. Das musste Eu ropa schmerzlich lernen: «Demokratie muss auf rechtsstaatlichen Prinzipien beruhen, das heisst, sich in einem fairen Verfahren abspielen, und sie muss an Grund- und Menschenrechten ihre Schranken finden; sonst kann sie in Gefahr geraten, totalitäre Züge anzunehmen», schrieb der Staatsrechtler Daniel Thürer in einer Betrachtung über das Recht und die Abstimmungsdemokratie: «Ist denn nicht auch etwa das NS-Regime auf dem Wege einer Volkswahl an die Macht gelangt, und stützen sich nicht etwa im heutigen Mittel- und Osteuropa und in anderen Weltgegenden ethnofaschistische Gruppen auf Verfahren der direkten Demokratie wie vor allem das Referendum, um für sich selbst die Macht zu erkämpfen oder zu erhalten und andere zu unterdrücken, zu vertreiben oder zu eliminieren?»
Das macht Sorgen – nicht die Burka oder islamische Friedhöfe. http://www.woz.ch
2009-12-12 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/nomoresmokesignals.jpg NO MORE SMOKE SIGNALS von Fanny Bräuning
NO MORE SMOKE SIGNALS, ein Dokumentarfilm über Pine Ridge, das bitterarme Reservat der Lakota-Sioux im amerikanischen Bundesstaat South Dakota, zelebriert dennoch nicht die Hoffnungslosigkeit. Die Indianer rufen ihr Volk: mitten in karger Landschaft haben sie mit einfachsten Mitteln eine Radiostation errichtet, von heutigen technischen Standards ebensoweit entfernt wie vom Sitz des «Bureau of Indian Affairs», das sich offenbar kaum um seine Aufgaben und Pflichten kümmert. Dennoch: die knappe, von manchmal chaotischem Idealismus beseelte Belegschaft sendet in täglicher Leistungsprobe das Gleiche wie die teuer betriebene Konkurrenz: Nachrichten, Musik, Hörerwünsche, Reportagen. Zudem werden regelmässig «Native Festivals» veranstaltet, an denen die Teilnehmer ihre Eigenkompositionen vortragen. Es sind zumeist melancholische, aber auch zärtliche und zukunftsweisende Songs, die nicht nur von den Taten glorreicher Vorväter, sondern in realistischer Tonart auch vom heutigen Leben erzählen. Schweizer Filmpreis bester Dokumentarfilm 2009.
2009-12-11 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/happynewyear.jpg HAPPY NEW YEAR von Christoph Schaub
Silvester, alle Jahre wieder zwischen Jahresbilanz und Feier-Zwang: Eine sturmfreie Villa, eine nächtliche Taxifahrt durch Zürich, ein verloren gegangener Hund, eine Spätschicht bei der Polizei und ein akutes Babysitterproblem geben neun Menschenseelen unter Zürichs Himmel die Chance, ihr Leben ab sofort ganz anders anzupacken. Von Regisseur von GIULIAS VERSCHWINDEN. 4 Nominationen für den Schweizer Filmpreis.
2009-12-11 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/tagammeer.jpg TAG AM MEER von Moritz Gerber
Dave wird 30. Er ist DJ, Plattenladenbesitzer und gerade wieder mit Ex-Freundin Sarah zusammen – glücklich ist er nicht. Hadernd mit der Verbindlichkeit einer Beziehung und seinen verblassenden Träumen trifft er auf die 20-jährige Alice – die Versuchung der Jugend. Ein erfrischender Erstlingsfilm von Moritz Gerber.
2009-12-11 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/maurusnadiaflurina.jpg MAURUS, NADIA, FLURINA von Ivo Zen
Am Ende des Sommers ziehen jedes Jahr junge Menschen von den abgelegenen Bergtälern Graubündens nach Chur. Im Alter von fünfzehn Jahren verlassen sie das Elternhaus, um das Gymnasium an der Kantonsschule zu besuchen. Sie stammen aus allen Gegenden des Kantons, viele aus den romanisch oder italienischsprachigen Tälern. Jeden Sonntagabend legen sie eine mehrstündige Reise bis in die deutschsprachige Stadt Chur zurück. Während ihrer Schulzeit wohnen sie im Konvikt.
2009-12-11 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

SOEURS de Katharine Dominice dans les salles de cinéma romandes 2009-12-09 (Französisch)

Gerhard Schröder: Minarettverbot ist «Versuch einer Ausgrenzung»
Ex-Kanzler Gerhard Schröder kritisiert in der deutschen Wochenzeitung «Zeit» das äusserst umstrittene Votum der Schweizer für ein Bauverbot von Minaretten. Wer zu solchen Massnahmen greife, so äussert Schröder in dem Blatt, der wolle, dass Menschen mit islamischem Glauben ihre Religion weiterhin in Hinterhäusern ausüben müssten. «Dieses Verdrängen an den sprichwörtlichen Rand der Gesellschaft ist der Versuch einer Ausgrenzung", so der ehemalige Kanzler weiter.
Der SPD-Politiker warnte vor der negativen Sicht auf Muslime und den Islam, die auch in Deutschland verbreitet sei. «Der Islam ist keine politische Ideologie, sondern eine friedliche Religion. Das lehrt der Koran», so Schröder. Überhaupt sollten sich gerade Deutsche vor stereotypen und falschen Aussagen über die vermeintliche Gewalttätigkeit des Islams hüten. «Es waren keine islamischen Staaten, die die beiden Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts verbrochen haben. Für Überheblichkeit gegenüber anderen gibt es für uns keinen Grund.»
Das Argument von Minarett-Gegnern, dass in vielen islamischen Staaten Christen verfolgt würden und der Bau von Kirchen verboten sei, lässt Schröder kaum gelten. «Defizite bei der Religionsfreiheit in einigen islamischen Staaten sind nicht zu bestreiten, aber sie können nicht als Begründung für eine Einschränkung der Rechte in unserem eigenen Land dienen. Wir verstehen uns als eine aufgeklärte Gesellschaft. Und Aufklärung heisst nicht, Unzulänglichkeiten anderer Gesellschaften bei uns zu wiederholen. Die Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, das wir aus guten Gründen im Grundgesetz schützen.» http://www.tagesanzeiger.ch
2009-12-08 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Lionel Baier dans Libération: La Suisse, toujours propre sur elle 2009-12-08 (Französisch)

images/t/tannoed01.jpg DRS4 Kulturstammtisch: TANNÖD, der Literatur-Bestseller im Kino
Die Schweizer Regisseurin Bettina Oberli hat den Bestseller TANNÖD von Andrea Maria Schenkel verfilmt. Der Roman ist inspiriert von einem wahren, bis heute ungeklärten Mordfall, der sich 1922 auf einem Bauernhof in Oberbayern ereignete. DRS 4-Redaktor Eric Facon diskutiert über Buch und Film mit den Filmspezialistinnen Marcy Goldberg und Franziska Oliver.
2009-12-07 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Cargo: Von Niemandsland nach Anderswo - Alain Tanner wird 80
Um die «richtige Distanz» des Zuschauers, um Verfremdung im Brechtschen Sinne geht es immer bei Tanner, der dieses Stilmittel jedoch mit leichter Hand, ohne die Provokationen und essayistischen Verdichtungen seines Landsmanns Godard zu instrumentieren weiß, ganz gleich ob er Travelling und Plansequenzen einsetzt («das Kino ist nicht das Leben, sondern eine Art, es zu betrachten, es zu zeigen – darum muß man den Blick der Kamera spüren»), mit Originalton oder Off-Kommentar arbeitet. Mit LA SALAMANDRE (1971) ist ihm sogar ein heiter verspielter Film über das Filmemachen gelungen – über das Recherchieren und Schreiben, die Unmöglichkeit sich erzählend einem Vorfall zu nähern, der sich «wirklich» ereignet hat, die Reibungen und Versionskonflikte der verschiedenen Ansätze und Ebenen, das Scheitern des Projekts. Ein veritabler «Film-discours», der die Prämissen seiner Entstehung (an der John Berger als Drehbuchautor beteiligt war) so selbstverständlich in Frage stellt und dementsprechend seinen Fortgang modifiziert, daß der Zuschauer die Lektion erst im Nachinein bemerkt. (...)
Seine Figuren kennen weder Termindruck noch Konkurrenzneid, ihre Beziehungen untereinander sind nicht durch Machtspiele der Kontrolle, Verfügung, Beherrschung (oder Verfolgung, Befragung, Entblößung) gekennzeichnet; sie «repräsentieren» nicht diesen oder jenen Typ, Beruf oder Charakter, sondern ein trotziges Fürsichseinwollen jenseits zuordnender, zuschreibender, identifizierender Blicke. Es sind Streuner, Aussteiger, Verlierer, keine Leistungsträger; Zweifler, Melancholiker, Libertins, keine Funktionsträger. Das Experiment utopischer Umgangsformen, das in JONAS QUI AURA 25 ANS EN L’AN 2000 (1976) auf anarchisch-komödiantische Weise den Geist von ’68 lebendig hält, durchzieht alle Filme Tanners. http://www.cargo-film.de
2009-12-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Sennhausers Filmblog: Abbitte bei Alain Tanner
Alain Tanner hat Geburtstag, und ich habe mich zur vielleicht perversesten, sicher aber ungewöhnlichsten Hommage meiner journalistischen Laufbahn entschlossen. Am Sonntag wird er 80 Jahre alt, die Verkörperung des international erfolgreichen Schweizer Autorenfilms, das Aushängeschild der siebziger Jahre, der Mann, der sich mit CHARLES MORT OU VIF (1969) und LA SALAMANDRE (1971) eigentlich schon unsterblich gemacht hatte. Sein JONAS QUI AURA 25 ANS EN L'AN 2000 von 1976 ist einer der Lieblingsfilme einer ganzen Generation, und ich habe ihn geliebt für MESSIDOR von 1979, seine urschweizerische Vorwegnahme von THELMA & LOUISE
Seit 1991 aber bin ich Alain Tanner nach Möglichkeit aus dem Weg gegangen, selbst zu den Zeiten, in denen ich ihm als Redaktor der Branchenzeitschrift Cinébulletin gelegentlich hätte begegnen müssen. Der Grund dafür war ein permanent schlechtes Gewissen, denn Tanners Film L'HOMME QUI A PERDU SON OMBRE von 1991 hatte mich zu einem der giftigsten Verrisse meiner Laufbahn provoziert. http://sennhausersfilmblog.ch
2009-12-06 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/krippenspiel.jpg KRIPPENSPIEL von Reni Mertens und Walter Marti
Der Film gibt in eigenwilliger Gestaltung das Krippenspiel der Abschlussklasse einer Zürcher Gehörlosenschule wieder. Das Spiel ist in enger Anlehnung an den Text der Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium gestaltet.
2009-12-04 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/s/spacetourists01.jpg Christian Frei und Pippilotti Rist in Sundance
Der Dokumentarfilm SPACE TOURISTS von Christian Frei ist im Rennen um den Grand Jury Prize am 26. Sundance Film Festival, welches vom 21. bis 31. Januar 2010 in Park City stattfindet. Die Schweizer Künstlerin Pippilotti Rist ist mit ihrem Film PEPPERMINTA in der Reihe «New Frontier» nach Sundance eingeladen. Das 1981 vom Schauspieler und Regisseur Robert Redford gegründete Filmfestival ist ein Forum für unabhängige Filmproduktionen und gilt als bedeutendstes internationales Filmfestival neben Cannes, Berlin und Venedig. (Swiss Films)
2009-12-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

Vier Westschweizer Regisseure gründen ihre Produktionsfirma
«Bande à part Films» ist der Name, welchen Ursula Meier, Jean-Stéphane Bron, Frédéric Mermoud und Lionel Baier für ihre Produktionsfirma gewählt haben. Zwei erfahrene Produzenten stehen ihnen zur Seite: Ruth Waldburger aus Zürich und Robert Boner aus Lausanne. Diese Gründung ist die Konkretisierung einer langen Freundschaft und einer gemeinschaftlichen Berufsarbeit. Sie kristallisiert vor allem den gemeinsamen Wunsch der vier Westschweizer Autor/innen, ihre Arbeit sowohl auf der lokalen wie auch auf der internationalen Ebene weiterzuführen und zu festigen. (Swiss FIlms)
2009-12-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

NZZ: Auch der Ständerat will verbindliche Buchpreise
Wie schon der Nationalrat will auch der Ständerat die Buchpreisbindung wieder einführen. Gegen den Willen des Bundesrats und der Wirtschaftskommission ist die kleine Kammer auf eine entsprechende Vorlage eingetreten. Die Preisbindung für Bücher ist in der Schweiz seit 2007 aufgehoben. http://www.nzz.ch
2009-12-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

images/f/fuersorger01.jpg Tages Anzeiger: Der Schweizer Finanzhochstapler – jetzt im Kino
Er hat geschafft, wovon Tausende Möchtegern-Stars träumen: Hans-Peter Streit (62) ist eine nationale Berühmtheit. Allerdings nicht so, wie er sich das in seinem Durst nach Anerkennung vielleicht mal gewünscht hätte: Streit hat in den 80er-Jahren mit hanebüchenen Renditeversprechen Hunderten von gutgläubigen Leuten im bernischen Lengnau und in Adelboden viel Geld aus der Tasche gezogen. Jetzt kommt die Lebensgeschichte des ehemaligen Hochstaplers unter dem Filmtitel DER FÜRSORGER ins Kino. http://www.tagesanzeiger.ch
2009-12-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

DRS2 Reflexe: Duisburger Filmwoche: Zwei Dokfilme, zwei Systeme
Die Duisburger Filmwoche beleuchtet jeden Herbst Zustand und Methoden des deutschsprachigen Dokumentarfilms. Mit «Lost Town» von Jörg Adolph und «Besprechung» von Stefan Landorf waren dieses Jahr zwei aufschlussreiche Ansätze zu sehen. Michael Sennhauser hat mit den beiden Filmemachern einen Vergleich unternommen und einen Blick in die Zukunft des Dokumentarfilms versucht.
2009-12-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

La réalisation de films pour les sciences sociales: le cas de la Suisse le 3 et 4.12. à Genève 2009-12-02 (Französisch)

BAZAR de Patricia Plattner au cinéma à partir du 2 décembre 2009-12-02 (Französisch)

NICHT STILL STEHEN von Barbara Bosshard und Jens-Peter Rövekamp am 2.12. auf SF1
Alt werden. Den letzten Lebensabschnitt angehen im Wissen drum, dass manches sich reduziert und die Kräfte einmal den Körper verlassen, ist für viele als Vorstellung ein Graus. Diese Angst hat die 94jährige Emy Baur der 57jährigen Filmautorin Barbara Bosshard genommen.
2. 12. 24h05 SF 1.
2009-12-02 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen

cover80/encerclement.jpg L'ENCERCLEMENT von Richard Brouillette
1989 wurde mit dem Fall der Mauer und dem Niedergang der kommunistischen Staaten auch das Ende der Geschichte eingeläutet: Von nun an sollte es nur noch den globalen Kapitalismus geben, der in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eindringen sollte. Ignacio Ramonet hat 1995 in einem Artikel im Monde Diplomatique dafür den Begriff der "Pensée unique".
Die simplen Dogmen des Neoliberalismus sind bekannt: Deregulierung, Reduzierung der Staatsmacht, Privatisierung, lieber Begrenzung der Inflation als Bekämpfung von Arbeitslosigkeit usw. Mit anderen Worten: Die Politik soll sich aus der Wirtschaft heraushalten und diese der Finanzwelt überlassen. Dass diese Dogmen sich immer mehr in unserem Bewusstsein verankern, verdankt sich dem umfassenden Propagandanetzwerk, über das sie verbreitet werden.
Anhand von Reflexionen und Analysen verschiedener renommierter Intellektuellerzeichnet der Dokumentarflm L'ENCERLEMENT ein Bild der neoliberalen Ideologie und untersucht die Mechanismen, mittels derer sie der Welt ihr Diktat aufzwingt.
Der Film hatte ein grosses Echo in Nyon. Die Saal war zweimal ganz voll mit Zuschauern, die sich zweieinhalb Stunden mit einer doch sehr komplexen Materie befassen wollen. Der Film trifft heute, inmitten der Finanz- und Wirtschaftskrise, auf ein aktuelles Befürfnis, über Ursachen und Alternativen nachzudenken.
Grosser Preis Visions du Réel Nyon 2009 und erste DVD herausgegeben von artfilm.ch
2009-12-01 Permalink Kein Kommentar Tweet Weiterempfehlen