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Visions du Réel

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1 DVD + Livre
PAL 4:3
Region 1

Sprachen: Partiellement: Français Deutsch Italiano English
Untertitel: Partiellement Français Italiano English

Hans Schmidt, architecte
CH 2005 45'
Regie: Véronique Goël
Kamera: Thomas Keller, Grischa Duncker, Véronique Goël
Ton: Martin Stricker
Schnitt: Orsola Valenti, Catherine Tissot
Produktion: Les films du renard

Agbar
CH 2005 11'
Regie: Véronique Goël
Kamera: Véronique Goël
Schnitt: Véronique Goël
Produktion: Scherzo films

Interview avec Margarete Schütte-Lihotzky
CH 2008

Stichworte
Architektur
Kino
Bücher
Dokumentarfilm

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L'architecture du cinéma

Véronique Goël

Véronique Goël hinterfragt die ideologischen Aspekte der Architektur und des Urbanismus. Die beiden Filme HANS SCHMIDT, ARCHITECTE und AGBAR setzen Kontraste zum Umgang mit der Architektur im 20. Jahrhundert.

Hans Schmidt, architecte

Portrait eines Schweizer Pionniers der modernen Architektur, Hans Schmidt.

Agbar

Vier Fixeinstellungen und drei Geschichten erzählen von einem Turm, der das Stadtbild beherrscht. Was soll man sagen über diesen beherrschenden Einfluss, was soll man zeigen, um dessen Grösse zu schildern? Die vier Fixeinstellungen reduzieren dessen Ausmasse und lassen die vollkommene Banalität des Alltäglichen erkennen, von der sich diese Architektur scharf abhebt.

Interview mit Margarete Schütte-Lihotzky

Margarete Schütte-Lihotzky (1897-2000) war eine der ersten österreichischen Architekten und erfand die Frankfurter Küche, ein zentrales Element des funktionalen Wohnungsbaues. Das Interview wurde 1998 geführt, als sie 101 Jahre alt war.

"Die Geschichte des Torre Agbar, den Jean Nouvel in Barcelona gebaut hat, in drei Teilen. Dieses 2004 eingeweihte, 144 Meter hohe Bauwerk besteht aus einem Zylinder auf einem ovalen Fundament, mit einer runden Fassade aus Glas und Metall. Wie soll man einen derartigen Eingriff in die Stadtlandschaft beschreiben, wie ihm bildlich gerecht werden? Véronique Goëls Ansatz ist radikal und minimalistisch. In vier festen Einstellungen reduziert sie die gewaltige Wirkung des Bauwerks, indem sie es ins Netz des Stadt einfügt. Diese Bilder eines eher verstrickten als hoch aufragenden Turms stehen lange genug, damit der Zuschauer sich ein eigenes Bild von den Einzelheiten machen und die vollkomene Banalität des Alltäglichen wahrnehmen kann, von der sich diese Architektur massiv abhebt.
Die erste Einstellung ist stumm, abgesehen vom Direktton des Stadtlebens, die anderen drei werden von zwei Stimmen begleitet. Auf Spanisch, Französisch und Englisch werden ohne Emphase, in neutralem Ton drei Texte vorgetragen. Der erste entstammt der Werbeschrift der Stadt Barcelona, der zweite ist eine Liste, die die Verwendungszwecke der Stockwerke beschreibt, der dritte die Beschreibung des Turms durch Jean Nouvel selbst. Wie in Chris Markers mythischem Film LETTRE DE SIBERIE verleihen die Kommentare der gleichen Szene einen jeweils anderen Sinn. Doch dann wird durch die Überlagerung der Stimmen in der letzten Einstellung ein Stimmengewirr angestimmt, das diesen Turm Agbar bestimmt nicht fassen kann, dessen getragenes Schweigen der Film von Véronique Goël festhält."
Jean Perret, Visions du Réel Nyon

Véronique Goël

2009 SO LONG NO SEE
2007 POBLE NO
2005 HANS SCHMIDT, ARCHITECTE
2005 AGBAR
1999 BACKSTAGE
1998 LE 18 OCTOBRE
1996 KENWIN
1992 SOLILOQUE 3
1991 PERFECT LIFE
1988 CAPRICES
1985 PRECIS
1982 SOLILOQUE 2, LA BARBARIE
1981 AVANT L'ETE
1981 UNE AUTRE ETE
1979 ALLEGRO
1978 SOLILOQUE POUR VOIX DE FEMME ET FRIGIDAIRE

Livre: L'ARCHITECTURE DU CINEMA

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EAN 9782940406074
ISBN 978-2-940406-07-4
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