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Preis: 20.00 CHF
Vergriffen
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DVD9
PAL 16:9
Region 2
Sprachen: Deutsch
Untertitel: Deutsch
Alles auf Zucker!
CH/D 2004 90'
Regie: Dani Levy
Drehbuch: Dani Levy, Holger Francke
Kamera: Charly F. Koschnick
Ton: Gebrüder Wilms
Schnitt: Elena Bromund
Musik: Quinn Reinmann
Mit: Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel, Golda Tencer, Steffen Groth, Anja Franke, Sebastian Blomberg
Alles auf Zucker!
Dani Levy
Ausgezeichnet mit dem DEUTSCHEN FILMPREIS 2005 in Gold als BESTER FILM, BESTER HAUPTDARSTELLER, BESTE REGIE, BESTES DREHBUCH, BESTE MUSIK und BESTE KOSTÜME!
Jakob Zuckermann (Henry Hübchen) ein Jude? "Mit dem Club habe ich nichts zu tun", verkündet Jaeckie Zucker voller Inbrunst. Doch da irrt er sich. Denn dem zu DDR-Zeiten beliebten Sportreporter und Lebemann steht das Wasser bis zum Hals: Der Gerichtsvollzieher droht mit Knast und seine Frau Marlene (Hannelore Elsner) mit Scheidung. Für den gewitzten Billardspieler gibt es nur noch eine Hoffnung: Das mit 100.000 Euro dotierte European Pool Turnier.
Doch unmittelbar vor Turnierbeginn stirbt Jaeckies Mutter. Und Mammes Testament hält eine besondere Überraschung parat: Das Erbe fällt ihnen nur dann zu, wenn sich die seit über 40 Jahren verfeindeten Söhne Samuel (Udo Samel) und Jakob versöhnen - und wenn sie samt ihrer Familien das jüdische Gesetz einhalten und sieben Tage strengste Totenwache halten. Während Marlene einen Crashkurs in Sachen jüdischer Tradition absolviert und die orthodoxe Verwandtschaft mit koscheren Häppchen versorgt, gibt es für Jaeckie ein ganz anderes Problem - das Billardturnier wurde soeben eröffnet...
Herr Levy, was ist das Besondere am jüdischen Humor?
"Humor ist immer dann am schönsten und berührendsten, wenn er aus einer Not und damit aus einer Situation heraus entsteht, in der man ein starkes Mitgefühl mit jemandem hat. Humor ist das wahrscheinlich schönste und legitimste Überlebensmittel. Der jüdische Humor zeichnet sich dadurch aus, dass er ziemlich schonungslos, frech und durchaus selbstironisch mit den menschlichen Schwächen und Macken umgeht - auch mit den Eigenheiten der Juden. Und: Der jüdische Witz nährt sich aus der psychologischen Kenntnis des Menschen, das finde ich schön."
"Unaufhaltsam quirlt sich Levys Film mit seinem Helden, der während der Trauerwoche nicht nur ein Billardtunier gewinnen, sondern auch noch seine Ehe und den Animierclub retten muss, in einen fürchterlichen Schlamassel hinein. Nebenbei offenbart Hannelore Elsner ein ungeahntes Talent für komisches Timing und stürzt sich als platinblonde Ost-Belle mit rührender Leidenschaft ins jüdische Kulturgut. Über allem schwebt der graue Berliner Himmel, das imaginäre Auge der jüdischen Mama und die melancholische Verlorenheit einer Familie, die sich inmitten einer ins 21. Jahrhundert brausenden Stadt mit sich selbst und ihrer Biografie versöhnt."
Katja Nicodemus, Die Zeit
"Dass die Arbeit allen Beteiligten Spaß gemacht hat, ist dem Film anzusehen. Die Schauspieler laufen zu Bestform auf: Henry Hübchen glänzt als zockender Wendeverlierer Jaecki Zucker, der seine Gesichtsausdrücke souverän zwischen der Schlitzohrigkeit des Überlebenskünstlers und der wirklichen Verzweiflung einer Verliererexistenz ansiedelt. Hannelore Elsner, diesmal ungewohnt in Blond, spielt Jaeckis Frau Marlene, die ihren Mann zwar wirklich liebt, aber von seinen Eskapaden genug hat, mit sehr viel komödiantischem Talent. Bis in die Nebenrollen ist der Film sehr gut besetzt, obwohl Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit eine kleine Rolle übernehmen durfte."
Meike Stolp, Critic.de
Spiritueller Culture-Clash
Cornelis Hähnel, Schnitt.de
Jaeckie Zucker ist ganz unten. In der DDR war er beliebter Sportreporter, jetzt ist er ein verschuldeter Zocker. Einzig ein hochdotiertes Billardturnier kann ihn noch retten. Doch ausgerechnet jetzt stirbt seine Mutter. Sein orthodoxer Bruder Samuel kommt nach Berlin, um die Verstorbene ganz nach jüdischer Tradition zu beerdigen. Dazu gehört auch die siebentägige strenge Totenwache, während der sich die zerstritten Brüder, so Mammes letzter Wille, versöhnen sollen. Jaeckie muß hoch pokern, um die Mischpoke hinters Licht zu führen.
Es sind meist amerikanische Filme, die jüdischen Humor unverkrampft auf die Leinwand bringen. Der deutsche Blickwinkel auf jüdisches Leben ist meist ein historischer, eine Sicht auf den heutigen Alltag so gut wie nicht vorhanden. Komödien über dieses Thema haben oft einen pädagogisch angehauchten Unterton, Humor bleibt heiter-besinnlich, mit einem Augenzwinkern wird über eigenwillige Spleens geschmunzelt. Dani Levy erzählt mit ALLES AUF ZUCKER! den Zusammenprall zweier Welten, ein Culture-Clash, der nicht auf nationaler, sondern spiritueller Ebene stattfindet. Doch die Strukturen bleiben dieselben, auch hier bedienen die Differenzen die für eine Komödie relevanten Oppositionsschemata, allerdings kommen die Pointen nicht ganz so wild und frech rüber, wie es eigentlich vorgesehen war.
Daß ALLES AUF ZUCKER! trotzdem ein durchaus unterhaltsamer Film geworden ist, ist vor allem den durchweg sympathischen Darstellern zu verdanken, die zwar ein wenig überzeichnen, aber alle nicht ganz so gelungenen Witze und Wendungen vor eventuellen Peinlichkeiten retten. Die werden zusätzlich auch vermieden, da Levy den Fakt des Judentums im heutigen Deutschland als zwar nicht ganz nebensächlich, aber auch nicht übermäßig dominant behandelt. Viel wichtiger ist ihm im Endeffekt die Familie, wie meschugge die auch immer sein mag.
Dani Levy
Geboren 1957 in Basel. 1970-71 Clown und Akrobat beim Zirkus Basilisk. 1977-79 Engagement am Basler Theater. 1980-83 Mitglied des Theaters Rote Grütze in Berlin. Arbeitet als Autor, Regisseur und Schauspieler.
2010 DAS LEBEN IST ZU LANG
2007 MEIN FÜHRER
2005 ALLES AUF ZUCKER
2002 VÄTER
2001 HANNAH UND IHR PAPA
1998 MESCHUGGE
1996 STILLE NACHT
1991 I WAS ON MARS
1988 ROBBYKALLEPAUL
1985 DU MICH AUCH
Videos
News
- art-tv: Locarno - Siegerfilme 2008-08-16
- ALLES AUF ZUCKER! von Dani Levy am 20. Januar auf ORF1 2007-01-19
- ALLES AUF ZUCKER! von Dani Levy im Open Air Kino in Zürich 2006-07-15
- ALLES AUF ZUCKER! von Dani Levy 2006-06-30
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