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Der 10. Mai
CH 1957 90'
Regie: Franz Schnyder
Drehbuch: Franz Schnyder, Wilhelm Michael Treichlinger
Kamera: Konstantin Tschet
Ton: Kurt Hugentobler
Ausstattung: Max Röthlisberger
Kostüme: Robert Gamma
Schnitt: Hans Heinrich Egger
Kostüme: Mimi Grelling
Musik: Robert Blum
Produktion: Neue Film AG
Mit: Linda Geiser, Heinz Reincke, Fred Tanner, Herman Wlach, Therese Giehse, Yette Perrin

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Der 10. Mai

Franz Schnyder

Gegen fünf Uhr morgens überrascht Zöllner Tschumi den deutschen Flüchtling Kramer, als dieser den Rhein durchschwimmend über die Grenze kommen will. Papiere hat er keine; er wird von der Gestapo gesucht und verlangt politisches Asyl. Da er aber nichts beweisen kann und darum riskiert, zurückgeschickt zu werden, lässt ihn Tschumi laufen. An diesem 10. Mai marschiert Hitler in Holland, Belgien und Luxemburg ein – und entlang der Grenze zur Schweiz stellen sich deutsche Divisionen auf. Aus Furcht vor einem Überraschungsangriff befiehlt der Bundesrat die Generalmobilmachung. Kramer gelangt nach Zürich, wo er Anna, einer Kindheitsfreundin, begegnet. Sie ist Schneiderin und rät ihm, die einflussreichen Heftis um Hilfe anzugehen. Wie viele andere wohlhabende Familien haben sich die aber schon in die Innerschweiz abgesetzt. Der Flüchtling verbringt diese lange Nacht in einer Mansarde und befürchtet jeden Moment, vom Schwager Annas denunziert zu werden. Am nächsten Morgen beschliesst er, sich dem Wachtmeister Grimm zu stellen, der sich seines Falls annimmt… Um diesen Film realisieren zu können, musste Franz Schnyder ihn selbst produzieren. Gemeinsam mit anderen gründete er die Neue Film AG, um das für ihn wichtige Projekt zu verwirklichen. Schnyder selbst verlebte diesen 10. Mai in einem Gebirgsregiment und sah mit eigenen Augen, wie sich die reichen Mitbürger verhielten: In Angst um ihr Hab und Gut flüchteten sie Richtung Zentralschweiz. Während Schnyder 1956 am Drehbuch arbeitete, fand der Aufstand Ungarns gegen die sowjetische Herrschaft statt, und er beschloss, die Analogien zwischen den beiden Ereignissen hervorzuheben, das heisst den Angriff einer Grossmacht auf ein kleines Land. Obwohl der Film von historischem Interesse ist und er von der Presse wohlwollend aufgenommen wurde, verschmähte das Publikum jener Zeit das Werk. Es wurde später von der deutschen Regierung gekauft und dann als pädagogisches Dokument verwendet, um die Schwächen und die Stärke der Demokratie zu illustrieren.

Franz Schnyder

1968 DIE 6 KUMMERBUBEN
1964 GELD UN GEIST
1963 DER SITTLICHKEITSVERBRECHER
1962 ANNE BÄBI JOWÄGER II: JAKOBLI UND MEYELI
1960 ANNE BÄBI JOWÄGER I: WIE JAKOBLI ZU EINER FRAU KOMMT
1958 DIE KÄSEREI IN DER VEHFREUDE
1957 DER 10. MAI
1956 LIED DER HEIMAT
1956 ZWISCHEN UNS DIE BERGE
1955 HEIDI UND PETER
1955 ULI DER PÄCHTER
1955 ULI DER KNECHT
1947 DER SOUVERÄN
1944 MARIE-LOUISE
1943 WILDER URLAUB
1942 DAS GESPENSTERHAUS
1941 GILBERTE DE COURGENAY

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Kommentare

Gibt es nur als VHS direkt bei Praesens
artfilm 2011-06-28 Tweet

Kommt "Der 10. Mai" nicht auch auf DVD heraus? Das würde mich sehr freuen.
Überhaupt bin ich sehr interessiert an alten Schweizer Spielfilmen: DIE
LETZTE CHANCE, DAS GESPENSTERHAUS, PALACE HOTEL, FARINET etc. etc.
Stichworte: Schweizer Filmklassiker
Paul Suter 2011-06-28 Tweet

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